der haken ist:
stelle nen rutengänger auf die probe in einem wissenschaftlichen experiemnt und er hat sofort eine erwartungshaltung, die das ergebnis beeinflußt.
was wissenschaftliche beweise angeht, nun, die einzige forderung ist die reproduzierbarkeit in ausreichender menge von quasi jedermann mit dem passenden equipment. aber gerade an der reproduzierbarkeit scheitern die beweise, sofern dies nicht schon während des versuches passiert. auf halden was zu finden ist relativ leicht, sofern es fundchancen gibt.
mein ammonitenbeispiel bezog sich beispielsweise auf nen malmkalkaufschluß an ner bundesstraße in ner kurve, den ich nur 5 min vor dem fund, wie auch die schicht, das 1. mal gesehen hatte. von der schicht kannte ich zuvor nur den namen. nicht ihr aussehen, ihre ergiebigkeit usw. das gleiche spielchen hatte ich anderswo auch schon öfters. aber läuft für mich unter zufall, glück, oder sowas. könnte schon sagen: steck mich in ein gebiet mit fundchancen und ich finde so einiges.
es gibt übrigens einige dinge, die bisher nicht bewiesen sind. doch es gibt einige theorien, die abgelehnt werden, weil so so fadenscheinige beine haben, daß sie einem beweisversuch nicht mal standhalten.
Übrigens Wasseradern gibt es schon, auch wenn es keine Adern im Sinne eines unterirdischen Rohrleitungssystems sind. Es sind eher Grundwasserströmungen. Wenn eine Wasserader an die Oberfläche kommt, spricht man von einer Quelle - hast doch sicher schon mal eine solche gesehen, caliastos ? Auch Bergleute kennen Wasseradern und fürchten sich davor, eine anzuschlagen.
grundwasserströmungen sind allerdings nur ein bevorzugte bewegungsrichtung anhand gedanklicher linien. "strömung" an sich ist da ja schon eine widersinnliche bezeichnung, die der wahrheit nicht entspricht. da denkt jeder an eine strömung im fluß. "wasserader" is da auch so ein unwort.
was für quellen sind denn gemeint? quellen an hängen, bei denen das wasser entland von undurchlässigen schichten am hang austritt? quellen, die einen grundwasserleiter anschneiden? quellen die durch eine ausdünnung des grundwasserleiters entstehen? karstquellen usw. usw.?
eine quelle ist da wo der grundwasserleiter angeschnitten wird, oder wasser an grundwasserstauern entlangwandert und nicht an ominösen adern, die es nicht gibt.
wasseradern im bergbau ist auch was anderes. das sind störungszonen mit erhöhter permeabilität durch die wasser sabbert oder dichtungsfunktion hatten, aber wie ein loch in einem wasserschlau aufgefahren wurden. des weiteren sind klüfte mit wasserführung denkbar oder isolierte wasserlinsen bzw. grundwasserhorizonte. wo is da ne wasserader?
"Wasserader" ... Es handelt sich um eine im Verhältnis zu benachbarten Bereichen stärkere Ansammlung von Wasser im Boden.
naja, nennt sich auch zone erhöter permebilität (ströungszone, senke, stärkere klüftung, mehr porenvolumen usw.) und ist an sich nur ein bereich in dem sich mehr isolinien schneiden oder entlagverlaufen (und die sind eh nur gedachte linien). schönes beispiel: nimm ein blech mit 2 löchern in trichterform und stele unter jedes loch einen eimer. fülle eine seitede mit tonigem material, die andere mit großen kies und schütte genau in der mitte wasser drauf. eigenartigerweise wird die seite mit dem kies mehr wasser ansammeln, obwohl ton und sand nebeneinander liegen. ist das bodenmodell nun von einer wasserader durchzogen? wohl kaum. solche zonen mit erhöhtem wasserandrang sind an sich leicht zu finden, wenn man auf die geologie schaut. dazu braucht es keinen rutengänger. wie sonst werden so viele brunnen hergestellt? sicher nicht auf gut glück und mittels ruten.