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Lösen von Graphitflocken

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minuwe:
Wo ist denn nu der neue Beitrag gelandet  ??? , gesendet, aber nicht angekommen, es kam: Achtung - während Sie das Thema gelesen haben, wurde ein neuer Beitrag geschrieben

minuwe:
(Zweiter Versuch)
Wahrscheinlich handelt es sich bei dem Stück um das im Vorkommen Kropfmühl bedeudenste Graphitgestein, den Cordieritgneis. Da der relativ hart ist, wirst du ihn gründlich zerschlagen und mit dem Mörser pulverisieren müssen, um die Graphitblättchen frei zu bekommen. Das Pulver dann in reichlich Wasser einrühren. Gesteinsmehl setzen lassen. Anschließend die schwarze Brühe durch ein Filtertuch gießen, wobei das Gesteinsmehl aufgrund der höheren Dichte (C=2,2 ; Gneis= 2,74) am Gefäßboden verbleibt. Dann den „Kuchen“ trocknen lassen. Filtervorgang mit dem Bodensatz ggf. mehrmals mit frischem Wasser wiederholen. Der Graphit ist nicht im Wasser gelöst, sondern die Blättchen schwimmen darin. Wenn du  Flotationsöl besorgen kannst, kannst du das in das erwärmte Wasser einrühren, und dann mittels Luft einblasen Schaum erzeugen, der dann C enthält. Dieser wird dann abgeschöpft und getrocknet.

Das richtigeFlotationsverfahren übersteigt die Möglichkeiten eines Schullabors und bei einer chemischen Methode bräuchte man starke und problematische Säuren. Dies ist auch viel zu aufwändig (Separieren des C usw.). Wie das chemisch und einfach gehen soll, bin ich überfragt. Auflösen kann man C glaub' ich nur in flüssigem Eisen/ Stahl  :o .

Eventuell hat hier jemand schon mal ähnliches gemacht.

Ein spannendes Thema wie ich finde, mit einem sehr interessanten Mineral. In meiner Gegend gibt es Graphit im Phyllitschiefer im Bereich hauchdünne Schichten bis ein Meter mächtige Lagen. Hier kann man den Graphit einfach vom Stein kratzen.

Glück Auf
Uwe

Krizu:
Hallo,

mit dem Mörsern gebe ich Dir recht.
ABER: Die Säuren kenne ich nicht, meist sind es Tenside oder verseifte organische Säuren. Oder bist du bei der Laugung? Das ist etwas anderes.

Wenn du einen Dichteunterscheid hast, kannst du auch über Salzlösungen arbeiten. Die Dichte ist in weiten Bereichen einstellbar, schlimmstenfalls mit Natriumwolframat (oder so).

Falls Du Chemie machen willst: Stearinsäure zugeben und den pH variieren  ;) und dabei immer mit einem Lindneholzausströmer (Aquarienhandel) und eine Aquarienluftpumpe einsetzen.

Mfg

Frank

VaDa:
Hallo alle miteinander!
Nochmals vielen Dank für die zahlreichen Tipps.
Kann gut sein, dass ich mich in nächster Zeit noch öfter an euch wende,
bis meine Chemie-Facharbeit fertig ist.  ;)
Da ich heute endlich wieder in den Genuss von Schule gekommen bin   :-X ,
hab ich die Möglichkeit gleich wahrgenommen mit meiner Chemie-Lehrerin über den Versuch
zu sprechen. Ich finde alle Möglichkeiten sehr interessant, allerdings haben
wir uns darauf geeinigt, dass ich es wie in Kropfmühl (nur im kleineren Maßstab) versuchen
solle...also mit dem Flotationsöl in einem Wasserbad.

Ich möchte eigentlich nicht wegen jeder Kleinigkeit ein neues Thema beginnen,
deshalb frage ich bloß kurz, ob mir jemand Links oder auch direkt
Informationen zu den Kohlenstoff-Mineralien Chaoit und Lonsdaleit nennen kann?
Ich habe gelesen, dass der Lonsdaleit durch Schockereignisse zu Diamant umgewandelt
wird, jedoch die Kristallstruktur des Graphits beibehält. Schön und gut, allerdings
kann ich mit diesem Satz letzt endlich nicht viel anfangen, da ich doch wissen müsste,
was sich auf atomarer Ebene abspielt. Woher die zwischen Graphit und Diamant liegende
Härte kommt und wie das Mineral aufgebaut ist...ich kann es mir einfach nicht vorstellen,
was da genau abläuft.

Glück auf!
Valentin

berthold:
Hallo,


--- Zitat ---Ich habe gelesen, dass der Lonsdaleit durch Schockereignisse zu Diamant umgewandelt
wird, jedoch die Kristallstruktur des Graphits beibehält. Schön und gut, allerdings
kann ich mit diesem Satz letzt endlich nicht viel anfangen, da ich doch wissen müsste,
was sich auf atomarer Ebene abspielt. Woher die zwischen Graphit und Diamant liegende
Härte kommt und wie das Mineral aufgebaut ist.
--- Ende Zitat ---

Genau die Kristallstruktur bleibt eben nicht erhalten und das macht den Unterschied. Diamant und Graphit sind Kohlenstoff-Modifikationen.

Infos zu den Kohlenstoff-Mineralien findest Du sicher hier im Lexikon.

Gruß
Berthold

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