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Sammlung geerbt - auf was sollte ich achten?

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Anka:
Hallo,

ich hatte ja bei "Angebote veröffentlichen" schon was dazu geschrieben, habe aber nun doch auch noch ein paar Fragen, die dort etwas OT wären...

Wie schon geschrieben, haben wir eine Mineraliensammlung geerbt (vor allem viele Micromounts bzw. kleinere Stücke, eher wenig Stufen), die wir früher oder später abgeben möchten (bzw. einen kleinen Teil werde ich mir sicher auch behalten, aber eben mehr nach optischen Aspekten ausgewählt...). Da alles unsortiert ist, ist da aber noch etwas Vorarbeit nötig, bis das überhaupt für andere Sammler interessant werden dürfte.

Ich habe nun schon erfahren, dass es sinnvoll ist, die Mineralien nach Fundorten zu sortieren (bis jetzt sind sie (un)sortiert nach Kaufdatum in Schachteln verpackt). Klar, wie will man das sonst auch weitergeben, wenn man nicht weiß, was alles da ist... (gottseidank sind die meistens Stücke beschriftet)

- Aber ist es z.B. nötig, lose Stücke in Döschen zu machen, oder können sie offen (also zusammen in einer größeren Schachtel mit Deckel) bleiben, bis jemand die Sammlung übernimmt? Ich weiß ja nicht, ob vielleicht manche Minerale sich gegenseitig beeinflussen, wenn ich die jetzt neu zusammenpacke? Sollte man bestimmte Minerale lieber separat aufbewahren?

- Gibt es Mineralien, die schädlich/giftig sind und besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordern? Also klar wasche ich mir die Hände, wenn ich mit Mineralien herumhantiert habe, aber kann bei manchen z.B. auch schon Hautkontakt schädlich sein (das interessiert mich auch bezüglich der Auswahl, die ich für meine eigene kleine Sammlung treffen werde)?

- Was mache ich mit radioaktiven Mineralien (nur kleine Stücke)? Sicherheitshalber gleich wegschmeißen? In die Garage auslagern? Gehen sie dort kaputt, wenn es z.B. dort feuchter ist als im Haus, und müssten sie daher besonders aufbewahrt werden? Ich habe auch schon ein paar kleine Stücke gefunden, die nicht in Plastikdosen waren, und da werden sicher noch mehr auftauchen, d.h. wir werden die Sammlung wohl mit Geigerzähler auseinandernehmen müssen... Auf diesen stand "radioaktiv" wenigstens drauf, aber da mir nicht jeder Mineralname was sagt und selbstgesammelte Stücke nicht detailliert beschriftet sind, kann ich mich darauf wohl kaum verlassen (große Stücke sind bestimmt nirgends, da hat mein Vater schon drauf geachtet, aber mir ist das alles generell sehr suspekt).

Reicht es für den Moment, diese Steine zumindest in Dosen zu verpacken, bis jemand sie haben will? Oder sollte das sofort auch versiegelt werden? Momentan lagern die Mineralien unterm Dach und im Keller,also in unbewohnten Räumen. Aber dort werde ich mich ja dann auch länger aufhalten, wenn ich die Sammlung auseinander nehme.

- Und was genau heißt "Staub nicht einatmen"? Was wäre denn so eine Situation, in der etwa ein Micromount-Stück staubt? Oder wenn ich z.B. einen Stein hochhebe und erst darunter auf dem Zettel sehe, dass er radioaktiv ist, habe ich mir dann schon geschadet?

Über ein paar Tipps wäre ich sehr froh!

Vielen Dank und viele Grüße,

Anka

heli:
Hallo,
viele Fragen auf einmal. Aber erst mal eine von mir? Gibt es noch Sammlerkollegen von deinem Vater, an die du dich um Hilfe wenden kannst? Würde dir das Leben sicher sehr erleichtern.
Zu den Dosen usw. ..... Jeder hat eine andere Methode seine Mineralien zu verstauen. Die diversen Plastikdöschen bieten sich natürlich für Micros besonders an.
Sonst reichen sicher auch offene Schachteln oder eine andere Form, die die Stufen so voneinander trennt, dass sie nicht einer Beschädigung zum Opfer fallen. Auch bei bester Lagerung kann man dann aber nicht verhindern, dass sie irgendwann mal mehr oder weniger verstauben.
Radioaktive Mineralien sollte man nicht in Wohnräumen aufbewahren. Auch ist empfehlenswert die Stufen einzudosen. Hat man nur kleine Stufen und hält man sich an diese Verhaltensregeln, ist das Risiko normalerweise recht gering.
Und das mit dem Staub einatmen von radiaktiven Mineralien. Viele (insbesondere) Uranglimmer haben kleine Blättchen bzw. Nadeln. Bei Berührung werden daher immer wieder kleine Teile abbrechen. Daher die oben angeführte Info, diese Stücke besser einzudosen.

Außerdem möchte ich dir noch dringend empfehlen, dich durch die Informationen hier im Forum durchzuhandeln. Dann findest du umfangreiche weitere Infos zu allen deinen angesprochenen Themen.

Beste Grüße
Heli   

Anka:
Hallo Heli,

vielen Dank für Deine Antwort!

Ich bin auch schon fleißig am Nachlesen, sind ja wirklich viele Infos. Vermutlich wird das dann damit enden, dass ich mich über jedes "gefundene" Stück informiere und am Ende doch lieber alles behalten werde, weil ich es dann doch interessant finde... ::) Aber Scherz beiseite - alleine die Menge steht dem leider wortwörtlich im Wege...

Wir haben jetzt seit 7 Jahren nichts an oder mit der Sammlung gemacht, seitdem hatte ich auch keinen Kontakt mehr zu den Sammelkollegen. Aber ich werde mal schauen, von wem ich noch Adressen finde oder mich zumindest an die Namen erinnere. Wobei ich da immer so ein bisschen Hemmungen habe, weil ich dann denke, dass diese vielleicht aus Pflichtgefühl heraus helfen würden und eigentlich gar keine Zeit (und Lust) hätten. Wobei das jetzt Spekulation ist - vielleicht hätte ja auch jemand Freude daran, sich ein paar besonders schöne Stücke für seine Sammlung rauszusuchen. Ich werde dem mal nachgehen.
Wir stehen auch gottseidank nicht unter Zeitdruck, so können wir das in Ruhe angehen. Aber man macht sich eben doch Gedanken, wie man es am besten machen könnte.

Richtig offen steht wenig rum (höchstens selbstgesammelte "Steine", die noch nicht wirklich weiterbearbeitet wurden). Der Rest ist in flachen Kisten mit Deckel, meistens auch schon in Döschen (Börsenkäufe), in offenen Papierschachteln oder in Papiertücher eingewickelt. Wobei ich noch nicht alle Kisten durchgesehen habe, aber das wird wohl überall ähnlich sein.

Die radioaktiven Stücke werde ich dann erstmal in Dosen packen und in die Garage stellen, das ist mir dann doch sympathischer.

Ich hoffe, ich nerve Euch nicht mit meinen Fragen, aber mich beschäftigt das gerade irgendwie ziemlich, da ich seit längerer Zeit mal wieder angefangen hatte, mir die Mineralien anzuschauen. Einerseits bewundere ich dann die Vielfalt und Schönheit und tauche richtig in diese "Glitzerwelt" ein, auf der anderen Seite weiß ich ganz genau, dass ich die Sammlung nicht werde behalten können... :-\

Danke und viele Grüße,
Anka

UlrichW:
Hallo Anke,

ich habe gerade gelesen, daß Du im Dreiländer-Eck wohnst. Mein Tip: Wende dich einmal an Gerhard Niceus, welcher hier im Forum registriert ist oder an, der besserere Tip, Hans-Jörg Becherer, alias Digger (www.hjbecherer.de). Letzterer wohnt bei Dir um die Ecke und ich lege meine Hand für ihn ins Feuer.

Ich schreibe Dir das von Digger deshalb, da vermutlich eine Reihe von Sammlungsstufen aus der Region kommen, und Dir Digger dazu viel erzählen kann bzw. den Wert richtig einschätzen kann. Er hat zudem keinerlei kommerzielle Interessen und ist damit für dich ein besserer Berater.

Glück auf
Ulrich



--- Zitat von: Anka am 05 Oct 07, 11:09 ---Hallo Heli,

vielen Dank für Deine Antwort!

Ich bin auch schon fleißig am Nachlesen, sind ja wirklich viele Infos. Vermutlich wird das dann damit enden, dass ich mich über jedes "gefundene" Stück informiere und am Ende doch lieber alles behalten werde, weil ich es dann doch interessant finde... ::) Aber Scherz beiseite - alleine die Menge steht dem leider wortwörtlich im Wege...

Wir haben jetzt seit 7 Jahren nichts an oder mit der Sammlung gemacht, seitdem hatte ich auch keinen Kontakt mehr zu den Sammelkollegen. Aber ich werde mal schauen, von wem ich noch Adressen finde oder mich zumindest an die Namen erinnere. Wobei ich da immer so ein bisschen Hemmungen habe, weil ich dann denke, dass diese vielleicht aus Pflichtgefühl heraus helfen würden und eigentlich gar keine Zeit (und Lust) hätten. Wobei das jetzt Spekulation ist - vielleicht hätte ja auch jemand Freude daran, sich ein paar besonders schöne Stücke für seine Sammlung rauszusuchen. Ich werde dem mal nachgehen.
Wir stehen auch gottseidank nicht unter Zeitdruck, so können wir das in Ruhe angehen. Aber man macht sich eben doch Gedanken, wie man es am besten machen könnte.

Richtig offen steht wenig rum (höchstens selbstgesammelte "Steine", die noch nicht wirklich weiterbearbeitet wurden). Der Rest ist in flachen Kisten mit Deckel, meistens auch schon in Döschen (Börsenkäufe), in offenen Papierschachteln oder in Papiertücher eingewickelt. Wobei ich noch nicht alle Kisten durchgesehen habe, aber das wird wohl überall ähnlich sein.

Die radioaktiven Stücke werde ich dann erstmal in Dosen packen und in die Garage stellen, das ist mir dann doch sympathischer.

Ich hoffe, ich nerve Euch nicht mit meinen Fragen, aber mich beschäftigt das gerade irgendwie ziemlich, da ich seit längerer Zeit mal wieder angefangen hatte, mir die Mineralien anzuschauen. Einerseits bewundere ich dann die Vielfalt und Schönheit und tauche richtig in diese "Glitzerwelt" ein, auf der anderen Seite weiß ich ganz genau, dass ich die Sammlung nicht werde behalten können... :-\

Danke und viele Grüße,
Anka

--- Ende Zitat ---

Anka:
Hallo Ulrich,

vielen Dank für den Tipp, dem werde ich mal nachgehen! Da hast Du natürlich recht, es wäre bestimmt sinnvoll, mich wegen den Schwarzwaldmineralien an hiesige Sammler zu wenden! Alleine wird das vermutlich schon beim Sortieren schwierig, da ich viele Orte gar nicht kenne. Oder vielleicht schon gehört habe, aber nicht zuordnen kann. Und für Sammler sind das sicher alles bekannte Fundstellen...

@all:Überhaupt vielen Dank für die wirklich hilfreichen Antworten und auch Mitteilungen, die ich von Euch bekommen habe! Das hat mich ein ganzes Stück weitergebracht!

Viele Grüße,

Anka

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