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Sammlung geerbt - auf was sollte ich achten?

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Anka:
Hallo,

erstmal möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich mich nicht mehr gemeldet hatte (auch bei denen nicht, die mir direkt Hilfe angeboten hatten - ich werde das (wenn ich darf!) auf jeden Fall noch nachholen)!

Ich war die letzten Wochen beruflich ziemlich eingespannt, habe mich aber parallel dazu auch (je nach Zeit) weiter durch Schränke und Kisten durchgekämpft.

Auch habe ich mir Euren Rat zu Herzen genommen und habe anlässlich einer kleinen Geologieausstellung in der Nachbarstadt zwei ehemalige Sammlerkollegen getroffen und mich länger mit diesen unterhalten. Sie haben mir angeboten, mal einen Blick über die Sammlung zu werfen, sobald wir da mal ein bisschen eine Ordnung reingebracht haben (also zumindest mal alle Steine in einem Raum sind oder so). Sie haben zwar gleich betont, dass sie auch nicht wissen, wie man einen Verkauf anpackt, aber ich wäre auch schon sehr, sehr froh, wenn ich mal ein paar Ansatzpunkt hätte zu dem, was überhaupt da ist.

Sehr aufschlussreich war das auch insofern, als dass ich nun weiß, was (u.a.) die Sammelgebiete meines Vaters waren. So geht man die Kisten dann doch unter anderen Gesichtspunkten durch, und ich werde auch vorerst nicht nach Fundstellen sortieren, bis nicht ein Mineralienkenner mal einen groben Blick drauf geworfen hat (da ich nicht sicher bin, ob nicht teilweise doch schon eine Ordnung drinnen ist).

Für mich persönlich ist das alles wie ein Abtauchen in meine Kindheit - das klingt jetzt sicher schnulzig, aber ich stoße immer wieder auf Orte, bei denen ich als Kind mit war, Mineralnamen, an die ich mich erinnere, und ich merke, wie sehr mich das doch alles geprägt hat.
Teils stößt man auch auf - rückblickend gesehen - ulkige Dinge - ich weiß nun z.B. auch, dass mein Vater einen Tag vor meiner Geburt in Urberg Mineralien sammeln war - und eine Woche später gleich wieder... ;D (der wahre Sammler... ::))

Auch wenn das alles sehr zeitaufwändig ist, so merke ich doch, dass ich sehr viel lerne und auch mehr "meinen Frieden" damit mache, wie wenn ich einfach alles zusammen einem Händler übergeben hätte. Das ist mir auch viel wichtiger als der Erlös, der am Ende dabei rausspringen wird.

Viele Grüße,

Anka

giantcrystal:
Hallo Anka

und vielleicht findest Du ja so auch deinen Weg zum Sammeln...

Deinen Vater täte das bestimmt freuen !

Glück Auf

Thomas

Anka:
Hallo Thomas,

naja - wenn man damit aufwächst und generell an der Natur interessiert ist, dann prägt das natürlich. Trotzdem möchte ich nicht den gleichen Fehler machen wie mein Vater - das Schicksal der vielseitig interessierten Menschen mit ausgeprägter Sammelleidenschaft ist das, dass sie sich schlussendlich in der Masse an gesammelten "Schätzen" verrennen und so dann zu gar nichts mehr kommen (waren ja nicht nur Mineralien, sondern noch x andere Themenbereiche). Mein Vater hat ja auch davon geträumt, eine gut sortierte, vorzeigbare Sammlung zu besitzen, daber dazu kam es eben nie. Also das "Material" war da, aber eben lediglich gut verpackt irgendwo aufgestapelt. Und da ich selber ja auch schon meine Hobbys habe, muss ich da leider, leider Prioritäten setzen.

Allerdings werde ich mir sicherlich eine kleine Sammlung zusammenstellen - zur Erinnerung, aber auch, weil es mir wirklich gefällt. Auch werde ich mir etwas Literatur aufbewahren, gerade auch regionalbezogen (war die letzten Wochen schon teilweise meine Bettlektüre... 8))

Grüßle, Anka

oro:
Nun Anka, ein paar Gedanken noch zu unserer Sammeltätigkeit überhaupt.
Wenn ich da an mich etwa denke, ich verbringe im Schnitt minimum eine Stunde täglich mit Mineralien aufarbeiten, komme auf 50-60 Touren im Jahr und dies seit über 30 Jahren. Ich sammle ausschließlich österreichische Eigenfunde (hauptsächlich untertage) und dies sehr analytisch geprägt im Micromount/Kleinstufen Bereich.
Naturgemäß kommt da einiges zusammen. Ich sage mal daß meine Sammlung vielleicht kommerziell nicht viel wert sein wird, aber wissenschaftlich wohl einzigartig ist.

Nun was hat das mit Deinem Vater zu tun? Ich schätze mal daß Du auch so eine Sammlung geerbt hast und daß Dein Vater ein ebensolcher "Maniac" wie ich war.

Das schlimmste was meiner Sammlung passieren könnte wäre wenn sie in Teile zerrissen und verscherbelt wird. Damit geht sehr viel verloren. Ich kann natürlich nicht für Dich sprechen aber in meinem Fall wird wohl ein Sammlerfreund meines Vertrauens die Sammlung erben (in 40-50 Jahren :-) ). Jemand, der diese Sammeltätigkeit weiterführt und darauf aufbaut. Das ist mir wichtig zu wissen daß meine Arbeit nicht umsonst war. Er wird sie umsonst bekommen. Was sollte er auch bezahlen um die Stunden aufzuwiegen, die ich nicht bei der Familie war, die Risken die ich untertage hatte, die übermüdeten Heimfahrten, ...

Wenn Du so jemanden kennst - super! Vielleicht gibt es jemand in der Familie, der/die in einigen Jahren soweit sein wird?
Du hast ja keinen Zeitdruck, wie Du schreibst.

An "Irgendjemand" in Teilen zu verkaufen finde ich das schlechteste. Für diesen Fall würden die Geier schon warten .....

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