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Usernamen und Anonymität

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berthold:
Hallo,

ich denke Beides hat Nachteile:

Anonymität: Ich kenne es aus anderen Foren, dass die Grenzen von Anstand und Höflichkeit bei anonymen Postings deutlich leichter überschritten werden. Unabhängig davon ist es angenehm und oft auch hilfreich, wenn man die Postings einer Person zuordnen kann. Nur ein Beispiel, wenn mich jemand nach einer Fundstelle in meiner Region fragt werde ich antworten. Wenn ich denjenigen kenne, wenn er möglicherweise aus der näheren Umgebung kommt usw. wird die Antwort (im Forum oder via PM) möglicherweise anders ausfallen.

Klarnamen: Datensammeln und Verknüpfung von Daten(banken) kann wirklich problematisch sein, in der Regel dann, wenn mehr als die öffentlich zugänglichen Daten preisgegeben/gesammelt werden. Natürlich muss man in diesem Zusammenhang auch sehen dass (§46 BDSG) ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig unbefugt personenbezogene Daten, die nicht allgemein zugänglich sind, erhebt oder verarbeitet. Das kann übrigens teuer werden. Der Gesetzgeber hat eine Reihe von Bestimmungen erlassen, die (richtige!) Klarnamen im WWW vorschreiben, jeder Seitenbetreiber kennt das. Da ist einerseits die Impressums-Pflicht, andererseits kann jedermann über die DENIC (unter Linux sogar in der Kommandozeile) eine "whois"-Abfrage machen machen und die Homepage eindeutig zuordnen. Ich will keine schlafenden Hunde wecken, aber was unterscheidet eigentlich eine "echte" kleine Homepage von einer "Steckbrief-Sammlerseite" hier? Genaugenommen ist kein Unterschied denn der Seitenbetreiber vom Mineralienatlas (Stefan) ist hier als Internetdienstanbieter (Provider) tätig. Man könnte das so sehen, dass spätestens mit einem Eintrag im "Sammlersteckbrief" die Impressumspflicht greift. Wirklich problematisch halte ich die "Statistik für diesen Benutzer" im Profil (@Stefan: die Aktivität/Uhrzeit ist sicher grenzwertig, sollte man meiner Ansicht nach rausnehmen).

Wer sich mehr für Anonymität entscheidet sollte sich klar sein, dass es eine echte Anonymität im Internet fast nicht gibt. IP-Adressen, Spuren auf dem eigenen Rechner sowie beim Server, löchrige, mitteilungsfreudige Browser  usw. verhindern das.

Gruß
Berthold   

PS: @Uwe: Arbeitsgerichte gäben dem AG recht. Nein mit dieser Begründung nicht, auch nicht, wenn bei "S" um 2 Uhr noch Licht brennt...

heli:
Ich kann Berthold nur bestätigen. Wer Angst hat, das seine Daten publik werden, darf eigentlich überhaupt nicht in Foren aktiv sein.

Ich würde mal jedem empfehlen seinen Namen / Daten (oder den von Bekannten) über Suchmaschinen zu suchen. Man wird überrascht sein, was man da alles findet bzw. welche Kombinationsmöglichkeiten sich ergeben. Und das ohne näheres Knowhow.

Heli   

Haldenschreck:
ok,
ich gebe meine anonymität auf: ich heiße fridolin h.  ;)

haldenschreck

caliastos:
also ich versuche grundsätzlich so wenig wie möglich daten preiszugeben. in PMs allerdings bin ich da dann etwas freier. aber so in foren als nick und so. nein.

damit habe ich einfach schon schlechte erfahrungen gemacht. und einmal reicht mir.

minuwe:

--- Zitat ---Nein mit dieser Begründung nicht, auch nicht, wenn bei "S" um 2 Uhr noch Licht brennt...
--- Ende Zitat ---
Habe ich anders gelernt. Wenn nach 4,5 Std. Schlaf ein Arbeitsfehler auftritt, kann dies in Zusammenhang gebracht werden, der AN hat seine Pflicht, sich für den Dienst zu erholen verletzt, und die Abmahnung wäre gerechtfertigt (bei Lapalien natürlich nicht).
Na ja, ist nur ein Beispiel, es gibt die verrücktesten Sachen. Mir wäre auch lieber, man könnte die volle Offenheit herrschen lassen. Mit entsprechendem Aufwand bekommt man natürlich einiges heraus, aber darum geht es hier weniger.

--- Zitat ---die Aktivität/Uhrzeit ist sicher grenzwertig, sollte man meiner Ansicht nach rausnehmen).
--- Ende Zitat ---
Ganz meiner Meinung. Wozu ist das auch wichtig?

--- Zitat ---würde mal jedem empfehlen seinen Namen / Daten (oder den von Bekannten) über Suchmaschinen zu suchen. Man wird überrascht sein, was man da alles findet
--- Ende Zitat ---
Aber eben Zeug, was mit einem selbst nix zu tun hat, denn die eigenen Daten sind ja nicht eingegeben. Wie gesagt, Hacken ist wieder was anderes. Auch ist entscheidend, wie man in der Gesellschaft positioniert ist. Es ist ein Unterschied, ob man Politiker ist, oder z. B. ein Rentner, dem niemand ans Leder will.
Es gibt z. B. Foren, in denen man sich über eigene, teils heftige Krankheiten austauscht. da will ich den Menschen sehen, der seinen Namen darunter setzt, trotz dass man ja alles irgendwie herausfinden kann....
Ein Seiten- Betreiber muss sich natürlich anders offenbaren.

Gruß
Uwe

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