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Unfall beim Sammeln
Bernd G:
hier dauerts bestimmt auch nicht mehr lange bis was passiert.
in steinhardt ,gang im hang an der sandgrube so ca. 4m in den berg gegraben im sand ............... ???
Kilo:
Boah... ist das Foto aktuell?
Ich meine, dazu wäre hier im Forum schon mal was gekommen.
Da darf man sich nicht wundern wenn eine Sammeltour ein letales Ende findet. An der Stelle hab ich auch schon mal gebuddelt, da wars aber noch alles oberflächlich und gut zugänglich, ungefähr im Juni 2004. Es gab schöne Muscheln, die aus Baryt-XX zusammengesetzt waren. Sozusagen Schnittstelle Mineralogie/Paläontologie. Aber das alles ist es nicht wert, sein Leben in Gefahr zu bringen!
Gruß Kilo
Bernd G:
jups, das foto ist älter, aber als wir vor 2 wochen dort waren, konnte man sehen das dort aktiv gergaben wurde !!
gruß bernd
Troglophiler:
Hallo
zu diesem traurigen Thema sind noch zwei Zeitungsartikel erschienen:
Tödliche Schatzsuche am Schneekopf
GEHLBERG. Um 12.05 Uhr wurden am Sonnabend die Gehlberger Bergwacht und Feuerwehr alarmiert. In einer Höhle an der Güldenen Brücke seien zwei Personen verschüttet worden. Doch der Unglücksort war keinesfalls eine Höhle, wie es sie in der Nähe der Güldenen Brücke tatsächlich gibt, sondern eine mehrere Meter tiefe Grube unterhalb des Schneekopfes, die zwei Männer aus Erfurt und einer aus Holzhausen auf der Suche nach den berühmten Schneekopfkugeln gegraben hatten.Trotz der nicht exakten Ortsangabe brauchen Bergwacht und Feuerwehr nur gut 20 Minuten bis zum Unglücksort. Das Areal ist bekannt als Grabungsfeld für Mineraliensammler beziehungsweise -händler. Zudem bleibt den Rettern eine größere Suchaktion erspart. Sie treffen, so erzählt Hans Lehrke, Bürgermeister und stellvertretender Chef der Bergwacht, später, schnell auf den Mann, der den Hilferuf abgesetzt hat.
Der 48-jährige - er soll aus Holzhausen sein - befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls außerhalb der Grube, wollte Essen aus seinem Rucksack holen, als sich plötzlich am Rand des mehr als drei Meter tiefen Lochs Erde und Geröll lösten. Ein 50-Jähriger konnte sich noch mit Hilfe des Dritten herauswühlen, musste nur kurzzeitig im Krankenhaus Ilmenau behandelt werden. Für den anderen Mann in der Grube, einen 60-Jährigen, gab es keine Rettung. Er wurde Opfer bodenlosen Leichtsinns, da sind sich die Männer von Feuerwehr und Bergwacht einig. Das Graben nach Schneekopfkugeln ist verboten.
Gegen 13.30 Uhr verlassen Rettungswagen und Notarzt den Unglücksort. Man wartet auf die Kripo - und die Männer erzählen. Dieses Areal gilt als besonders reich an jenen bei Mineraliensammlern begehrten Gesteinskugeln, in deren Hohlräumen sich Bergkristall, Amethyst oder auch Achat finden - mitunter. Hier versuchen sich seit Jahrzehnten Hobbyschatzgräber. Ein ehemaliger Busfahrer erinnert sich: "Wenn zu DDR-Zeiten Leute mit Rucksack an der nahen Haltestelle ausstiegen, dann wusste man genau, was die vorhatten". Es gibt Dutzende Gruben, sagt einer der Polizisten, teilweise nur mit Reisig abgedeckt und damit gefährlich. Aber so etwas war noch nie passiert, zumindest in den zurückliegenden 40 Jahren nicht, so lange ist Hans Lehrke bei der Bergwacht.
Ringsum liegen buchstäblich haufenweise die Reste der Mineraliensammler. Aufgeschlagene Schneekopfkugeln, deren Inhalt nicht befriedigte und die weggeworfen wurden. Nach Kyrill gab es hier einen Boom. Hunderte Bäume waren umgebrochen, die Wurzelteller gaben Schneekopfkugeln zu Tausenden frei. Doch dadurch wurde auch Erdreich gelockert. Möglicherweise wurde dies in Kombination mit der Feuchtigkeit der letzten Tage den Schürfern zum Verhängnis.
Immer wieder rieselt Erde von den Wänden in das Loch. Die Feuerwehrleute haben Stempel zugeschnitten, ein altes Türblatt als Schalung besorgt, bei der riskanten Bergung des Toten soll das ihr Leben schützen. Gegen 14 Uhr geben die Kriminalbeamten ihr Okay, die Bergung beginnt. Die Stempel wurden eingeschlagen, Seile daran befestigt, die von Feuerwehrleuten gehalten werden. Gut eine Stunde müssen sie ausharren. Auf der anderen Seite liegen gleichfalls Seile bereit, damit soll der Tote aus dem Loch gezogen werden. Doch die Erde hält ihn fest. Mühsam versuchen die Feuerwehrleute den Leichnam freizulegen, beseitigten Geröll, herabgestürzte Felsbrocken - in zwei, schließlich in drei Meter Tiefe.Ein großer Stein hatte die Beine des Toten blockiert. Die Stützen drohen wegzurutschen, ein Riss an der Oberfläche wird größer, obwohl die Männer an den Halteseilen sich mit den Absätzen ihrer Stiefel ins Erdreich stemmen. Erst nach 15 Uhr gibt der Berg den Toten frei. Zwischenzeitlich war nicht nur Geröll aus der Grube geworfen worden, auch Werkzeug der Schürfer - Meißel, ein NVA-Klappspaten. Ein paar Meter daneben, unter einer Plane, der Tote. Die Männer von Feuerwehr und Bergwacht atmen durch. Überhängendes Erdreich wird vorsichtshalber weggeschlagen, poltert in die Grube. Mehr können und wollen sie nicht tun. "Lasst es so als mahnendes Beispiel", sagt Feuerwehrchef Ulf Thermann und nimmt den Helm ab. Es ist Samstag, 15.15 Uhr.Gerd SCHMIDL / 04.11.2007
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Troglophiler:
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