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Autor Thema: Anfänger braucht Hilfe: Pegmatit oder eine Granitart + Horn  (Gelesen 3357 mal)

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Offline Finchen

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Hallo Listenmitglieder!

Ich bin neu und möchte mich kurz vorstellen. Ich komme aus Schwedt (Oder) / Land Brandenburg / Landkreis Uckermark. Zu meinen Interessen zählen: Genealogie, Heraldik, Hochmittelalter und Regionalgeschichte. Euer Interessengebiet gehörte bisher nur am Rande dazu. Als Kind hatte ich mir mal eine kleine Mineraliensammlung zugelegt. Beim Garten meiner Eltern fand ich damals außerdem auch Muschelkalk und einen Stein mit Farnabdruck. Irgendwann wurde es meinen Eltern jedoch zuviel, dass ich ihre Durchreiche mit "Klamotten" zweckentfremdet habe und sie entsorgten alles.

Als ich kürzlich am Strand von Kap Arkona Fossilien fand, war die alte Leidenschaft wieder da.

Also nahmen wir die alte stillgelegte Mini-Kiesgrube um die Ecke in Beschlag und fanden neben ein paar Fossilien auch diesen Stein. Laut Bildvergleich könnte es ein Pegmatit oder eine Granitart sein. Es enthält viele schöne große Glimmerbestandteile.

Wenn es kein Granit ist - lässt sich der Stein gut gearbeiten, ohne zu zerbrechen?

Zum zweiten stammt aus der gleichen Kiesgrube dieses "Horn", was ich anfänglich für ein Fossil gehalten habe (was es vermutlich aber nicht ist). Es ist 83 mm lang, 30 mm breit, 18 mm hoch und SEHR LEICHT. Im Anschnitt sieht es "kreidig" aus. Die Oberfläche ist rau und an einigen Stellen von dünnen ockerfarbenen Adern durchsetzt.

Aber Kreide/Kalk würde doch auf Essig reagieren? Das war aber nicht der Fall.

Nun bin ich ratlos. Wer kann weiterhelfen? Die Fossilien habe ich in einer anderen Rubrik dieses Forums eingestellt.

Vielen Dank im voraus!

Manuela

Offline minuwe

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Hallo Manuela,

mache mal den Anfang und begrüße dich herzlich in diesem guten Forum.

Stück 1, völlig richtig, Granit- Pegmatit. Deutlich erkennbar sind der rote Orthoklas, der weiße Quarz und der silbrige Muskovit- Anteil.

Stück 2, hier wäre tatsächlich ein Test auf Kalk hilfreich. Zwar reagiert Kalk auch auf Essig, ist aber schlecht sichtbar. Man nimmt am besten verdünnte Salzsäure, wenn der Stein unter einem Tropfen aufbraust, ist es schon mal Kalziumkarbonat. Die Adern werden dann wohl aus Limonit bestehen. http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Limonit

Das Pegmatitstück ist eher schlecht bearbeitbar, da wegen der Grobkörnigkeit Bruchgefahr besteht.

Glück Auf
Uwe


Offline Psaronius

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Hallo Finchen,
herzliche Grüße nach Schwedt.
Finde es gut, dass hier im Forum auch einige Teilnehmer existieren, die nicht alle nur in Süddeutschland wohnen. Ich selbst lebe im Uecker-Randow-Kreis, also nicht allzu weit weg von Dir, und bin desöfteren mal in Schwedt...
Im vergangenen Jahr hatte ich übrigens im Schwedter Stadtmuseum die Ausstellung "400 Millionen Jahre Wald - Fossilien erzählen Geschichte" realisiert... Hast Du die gesehen ?
Dein Interesse in Sachen Mittelalter ist auch bei mir existent.
Vielleicht kannst Du Dich mal melden...
Ansonsten Fossilien und Gesteine bestimmen... Sammle zwar schon zig Jahre, bin aber nicht so begeistert von solchen "Fernanalysen".
Trotzdem weiter viel Spaß mit den Steinen,
Gruß
Psaronius

Offline caliastos

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typisch für einen pegmatit sind die großen kristalle, wie man sie hier auch sieht. granite werden niemals so grobkörnig. zudem sind im pegmatit minerale der restschmelzen zu finden, da pegmatit reich an inkompatiblen elementen ist, die bei der kristallisation in der restschmelze verweilen.

an sich ist sowas immer gut bearbeitbar. generell wenn es was kristallines ist. zerbröseln tut was nur, wenn der kornverband spürbar schwach ist, verwitterung da ist,, die minerale weich, das stück beschädigt ist. usw.

Offline Finchen

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Vielen Dank für die schnellen Antworten! Da kann ich ja fröhlich weitersammeln, wenn mir so schnell geholfen wird!   ;o)

Schöne Grüße

Manuela

Offline Finchen

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Hallo Psaronius,

herzliche Grüße zurück. Die Ausstellung haben wir natürlich gesehen! Sie war sehr schön gestaltet.

Du kannst gern bei uns vorbeikommen, dann würden wir aus der "Fernanalyse" der Steine eine "Nahanalyse" machen. Das würde uns sehr helfen, da wir absolute Anfänger sind. Da auch Interesse für´s Mittelalter besteht, hätten wir auch gleich das nächste Gesprächsthema.

Ich habe gelesen, dass es einen geologischen Garten in Stolzenhagen gibt . www.geologischer-garten.de Stolzenhagen liegt im Unteren Odertal zwischen Angermünde, Eberswalde und Bad Freienwalde. Warst Du da schon? Lohnt sich das Hinfahren?

Die Eiszeitausstellung vom Pehlitzwerder (bei Parstein, Lkr. Barnim) wurde in das "Haus Chorin" verlegt. Da wollten wir (eigentlich) auch mal hin. Ab 2008 ist sie dann wieder in Brodowin http://www.haus-chorin.de/de/freizeit/freizeit-ausstellung-eiszeit-oekodorf.php .

Über eine Nachricht wären wir sehr erfreut. Die E-Mail Adresse habe ich hinterlassen (siehe Profil + Brief).

Schöne Grüße

Manuela

« Letzte Änderung: 17 Nov 07, 18:08 von Finchen »

Offline Psaronius

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Hallo Manuela,
danke für das Lob !
Die erwähnte geologische Sammlung kenne ich leider auch nur aus der Literatur.
Ansonsten bekommen wir ein Treffen mit "Steinebegutachtung" bestimmt mal realisiert. wenn wohl auch erst 2008.- Momentan habe ich beruflich etwas viel Stress, hoffe aber, dass es irgendwann ruhiger wird.
Also bis demnächst,
mit freundlichen Grüßen
Psaronius

 

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