Arbeitsmittel / Means for work > Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto

Kameravergleichstest

<< < (7/7)

aca:
Hallo,


--- Zitat von: trommeln am 28 Dec 07, 21:31 ---Darf ich rein neugierigkeitshalber die Superfotografen bitten mir ein Foto eines glänzenden Steins zu zeigen? Ev. Trick verraten wie man die Steine zum glänzen bringt auf dem Foto? Was macht ihr, dass nicht nur ein Spiegeln zu sehen ist? Bin nämlich nicht zufrieden mit den Fotos meiner Trommelsteine. Wurden halt mit einer Digicam gemacht, jedoch mit einer guten.

--- Ende Zitat ---
@trommeln
Da könnte man wohl einen eigenen thread aufmachen.
Wenn ich mal Zeit und Muße habe, werde ich mal was zu der Wirkung
diverser Lichtquellen (diffus vs punktförmig etc.) und zu Reflektoren schreiben, mit Bildern etc.
Habe ich schon lange vor - wird auch noch lange brauchen; ist vielleicht auch besser so,
weil ein Superfotograf bin ich noch lange nicht.

Bis dahin: Deine Frage zielt wohl auf getrommeltes und mugelig geschliffenes ab.
Was mich betrifft, sind das eigentlich die einfachsten Objekte,
wenn man sich einmal damit abfindet, dass es mindestens eine
kleine "ausbrennende Reflexion" gibt, um einmal Bertholds Jargon zu gebrauchen.

Ich verwende meist 1 oder 2 punktförmige Lichtquellen, die das Objekt von 1 oder 2 Seiten beleuchten (also schräg von einer oder von beiden Seiten), zusätzlich ein diffuses Licht von hinten oben, dass wesentlich schwächer ist und dem Stein "Kontur" gibt. 

Im angehängten ersten Foto sieht man:

- Obere Reihe:
1 punktförmiges Licht von rechts
1 punktförmiges Licht von links
1 diffuses Licht von hinten oben.

Im oberen linken Bild sieht man eine diffuse Reflexion an der Unterseite,
weil das Stück auf Glas gelegen hat, ein falscher Fehler :-[.
Es gibt schwach reflektierendes Glas, oder man befestigt die Steine
auf einem dünnen Ständer und stellt sie nachher digital "frei"
(d.h. man retouchiert den Ständer weg).

- Unten links:
1 punktförmiges Licht von links
1 diffuses als Balance und zum konturieren von rechts oben

- Unten rechts:
1 punktförmiges Licht von rechts
1 leicht diffuses Licht von links oben

Im zweiten Bild mit den Tigeraugen sieht man, dass so eine Beleuchtung für Steine
mit deutlicher Oberflächenstruktur auch gut geeignet ist.

Einige Leute schwören bei mugeligen und glänzenden Objekten auf sogenannte "Lichtwürfel"
mit denen man das Objekt mit diffusem Licht gleichmässig ausleuchtet,
aber damit habe ich selbst keine Erfahrungen.

Das gesagt gilt übrigens nur für durchscheinde und undurchsichtige Objekte.
Wenn man Durchsichtiges fotografieren will, muss man auf diffuse Beleuchtung
und/oder diffuse Reflektoren wechseln.

Damit das Posting nicht ganz den Bezug zum Thread verliert:
Bei dem Tigeraugenfoto habe ich anscheinend nicht alles falsch gemacht.
Wenn jemand mich beim Fotografieren an dem Abend besucht und statt meiner Kamera
seine Billig-Digicam auf mein Stativ geschraubt hätte, wäre das Bild auch nicht
schlecht geworden. Es gibt schon einen Unterschied, aber den sieht man meist erst bei
widrigen Lichtverhältnissen und bei hoher Auflösung.

Gruss
Amir

Schluchti:
So, habe nun auch mal etwas mit dem neuen Equipment herumgespielt und ein paar Bilder gemacht:

Kamera: Canon EOS 400D
Objektiv: Canon EF-S 60mm 2.8 USM Makro
Alle Bilder mit Blende 13
Beleuchtung: 2 x Halogen
Alle Bilder in RAW geschossen, als Tiff gespeichert, Tonwertkorrektur und 1mal nachgeschärft

Als erstes das 2 EUR Stück auf 450x450 verkleinert

und dann noch ein 1:1 Bildausschnitt

Schluchti:
Als nächsten Test wieder mit dem EF-S 60mm 2.8 USM Makro, diesmal in max. Abbildungsleistung

Als erstes den vollen Bildausschnitt resized

und dann ein 1:1 Crop

Schluchti:
Schließlich nochmal eine Raynox MSN-202 Makrolinse  vor das EF-S 60mm 2.8 Makro gesetzt:

Als erstes wieder ein verkleinert Vollbild, hier sieht man, daß die Münze nicht ganz parallel zur Sensorebene war

dann ein 1:1 Bildausschnitt

Elsie:
Bin zwar kein Superfotograf, aber um Glanz auf Bildern zu vermeiden, kann man, denke ich, Polfilter verwenden. Weiß das von einem Bekannten, der viel fotografiert und auch für mich schon Mineralien abgelichtet hat. Er hat allerdings keine Ahnung von Mineralien und lichtet die Stufen unter ganz anderen Aspekten ab, als das ein Sammler täte. Schreibe mal seine HP rein:
  www.schian-hannover.de
Bei speziellen Fragen gäbe er sicher bereitwillig Auskunft. Weiß auch, daß er bei den Fotouristen (www.fotouristen.de) einen Beitrag zu Polfiltern geschrieben hat.Diesen Beitrag habe ich auch und könnte ihn evtl. per E-Mail schicken.
Selbst kann ich leider keine Tipps geben, bin momentan dabei, ein Makroobjektiv (1:1) an einer EOS 400D auszuprobieren. Dabei stelle ich immer wieder fest, daß Mineralien fotografieren gar nicht so einfach ist. Zumindest, wenn man zu guten Resultaten kommen will.

Navigation

[0] Themen-Index

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln