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Autor Thema: Friedrichssegen Mineral  (Gelesen 19049 mal)

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Offline Robin

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Friedrichssegen Mineral
« am: 15 Sep 04, 19:02 »
Hallo,

Jetzt auch mal von mir etwas zum bestimmen. :)

Der abgebildete Stufe stammt von die Halden der Grube Friedrichssegen, Lahngebiet. Das unbestimmte Mineral ist farblos und klar. Die xx sind immer miteinander verwachsen. Eine leichte Längsstreifung ist manchmal wahrnehmbar. Als Begleiter tritt nur Schulenbergit auf. Die schwarze Covellin-Krusten sind später zu Hause entstanden (leider).

Irgendwie kommt das Mineral mir bekannt vor. Ich dachte zuerst an Cerussit oder Hemimorphit, aber die Ausbildung ist nicht gerade typisch. Vielleicht wäre Lanarkit eine Möglichkeit? Na, mal sehen was ihr davon denkt..

Gruß Robin

[gelöscht durch Administrator]

Offline McSchuerf

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #1 am: 15 Sep 04, 19:57 »
Hallo Robin,

also mein allererster Eindruck bevor ich überhaupt noch Deinen Beitrag durchgelesen hatte, war Cerussit! Ist für mich auch nach dem 2. Blick eindeutig! Lanarkit - nein.. ;)..der müsste dann schon eher nadelig auftreten, denke ich..

Gruß Peter

Offline McSchuerf

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #2 am: 15 Sep 04, 20:04 »
Nachtrag ..

Cerussit zeigt meist Verwachsungen oder Verdrilligungen; dadurch ist wohl die 'Längsstreifung' zu erklären.
Hemimorphit bildet die typisch hemimorphen Endungen aus aber keine Zwillinge - meines Wissens (Längsstreifung bei Hemimorphit ist mir auch nicht bekannt).
Lanarkit-Test: Fluoreszenz: gelblichweiß bis gelb unter langwelligem UV.. Teste mal..

..aber Lanarkit bildet auch keine Zwillinge aus (nur Einzelkristalle - siehe Lapis-Steckbrief 83/9 -); kommt auch nur mit sehr zugespitzten Enden vor..nicht so wie im Bild..und ist meist mehr trübe und nicht so schön farblos...  ;D

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 15 Sep 04, 20:07 von McSchuerf »

Offline Robin

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #3 am: 15 Sep 04, 20:20 »
Hallo Peter,

Danke für deine schnelle Antwort.

Die Vermutung Lanarkit hatte ich weil etliche Bilder auf Mindat.org recht gut passen (http://www.mindat.org/picshow.php?id=17268 und http://www.mindat.org/picshow.php?id=1957) - Längsstreifung, farblos, klar, nur nicht die gleiche Verwachsungen. Also ich wird mal der Fluoreszenz testen, das soll ja deutlichkeit verschaffen.

Bezügl. Cerussit: die Verwachsungen erinnern ja auch ein bißchen an Schneestern-Cerussit...

Gruß Robin

Offline McSchuerf

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #4 am: 15 Sep 04, 20:32 »
Gern geschehen.. :)

..die Mindat.org-Seite braucht mir nur zu lange im Moment um aufzugehen.. :-\ ;)

Offline Robin

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #5 am: 15 Sep 04, 20:45 »
Hallo Peter,

Habe gerade der Stufe unter langwelligem UV gehalten. Das Ergebnis: keine Fluoreszenz, oder nur sehr leicht....

Gruß Robin

Offline McSchuerf

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #6 am: 16 Sep 04, 07:18 »
Hallo Robin,

dann wird's wohl doch Cerussit sein.. :)

Gruß Peter

Offline McSchuerf

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #7 am: 16 Sep 04, 15:04 »
Falsch!

Cerussit KANN Fluoreszenz (grünlich, bläulich unter UV -KW) und (schwach rosaorange in UV- LW..und auch nicht zitronengelb!) im Rahmen der Luminiszenz aufweisen. Die Definition hatte ich ausführlich für das Lexikon vorbereitet bzw. eingepflegt. Da steht unter anderem, dass die Luminiszenz nur dann in Erscheinung tritt, wenn sich im Kristallgitter Beimengungen fremder Atome oder deren Gruppen befinden..

..dann frage ich mich nänmlich auch, weshalb bei der Hälfte aller meiner Cerussite auch keine UV-LW auftritt obwohl ich die entsprechende Lampe dafür habe!

Die Friedrichssegener Cerussite fluoreszieren dann eben nicht, weil sie 'zu rein' dafür sind! Hier liegt für mich eindeutig Cerussit vor .. jedenfalls nach dem Foto..

..nur den Lanarkit hatte ich ausgeschlossen, denn der hätte fast immer Fluoreszenz zeigen müssen..jedenfalls nach meinen Unterlagen!

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 16 Sep 04, 15:08 von McSchuerf »

Offline Robin

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #8 am: 16 Sep 04, 20:55 »
Hallo,

Ich habe soeben auch mal eine Stufe mit Rohdenhaus-Cerussite unter LW-UV gehalten und könnte eine schwach-rosa Fluoreszenz wahrnehmen. Dies war sicherlich nicht der Fall bei die unbestimmte Stufe. Ich werde weitertesten mit Cerussiten von die Gruben Wildermann und Clemenslust.

Edit: Die Cerussite von die Grube Wildermann ergeben eindeutig ein zitronengelber Fluoreszenz....

Bis später,
Robin
« Letzte Änderung: 16 Sep 04, 21:21 von Robin »

Offline Robin

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #9 am: 16 Sep 04, 21:33 »
Also jetzt kann es fast kein Cerussit mehr sein! :o Auch meine Friedrichssegener Cerussite haben eine deutliche zitronengelbe Fluoreszenz (und ich habe verschiedene getest).

Gruß Robin

Offline McSchuerf

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #10 am: 18 Sep 04, 22:09 »
...ja schwach violett oder eher deutlich violett auch bei einigen meiner Cerussite zu sehen: NUR: Ich will ganz ehrlich sein: Ich halte die violette Färbung für eine ganz simple Reflektion auf das ohnehin violette UV-Lampenlicht..(jedenfalls bei meiner Lampe)..ich habe diese violette Reflektion auch schon bei anderen Mineralen unter meiner UV-Lampe festgestellt.

Ich halte auch, aus den anfänglich genannten Gründen, die Luminiszenz als Bestimmungsmerkmal für völlig unangebracht, da unterschiedliche Beimengungen zu unterschiedlichen UV-Farben führen können..

Bestimmungsmerkmale wie Härte, Strichfarbe, Verzwilligung, Streifung halte ich für viel geeigneter..und alleine wenn ich mir das Foto betrachte, lande ich immer wieder bei CERUSSIT..aber irren ist ja bekanntlich menschlich..habe mich ja auch schon des Öfteren geirrt.. ::).. ;)

Gruß Peter

Offline McSchuerf

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #11 am: 18 Sep 04, 22:16 »
o.k.

Pferd anders herum aufgezäumt..

ich habe hier eine Liste mit allen Mineralien die in Frage kommen könnten und eine GELBE FLUORESZENZ im Sinne einer LUMINISZENZ aufweisen:

darunter zählen:

Gips, Phosgenit, Leadhillit, Quarz, Aragonit, Witherit, ..

nun suche aus.. :)..also ich bin aber davon überzeugt, dass auch Cerussite hin und wieder eine andere Fluoreszenzfarbe zeigen können..eben je nach Beimengung..

wenn überhaupt käme noch GIPS in Frage..und Sulfate kommen ja von dort vor..

« Letzte Änderung: 18 Sep 04, 22:20 von McSchuerf »

Offline Erik

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #12 am: 19 Sep 04, 08:53 »
mmh, zu Gips würde auch die Verzwillingung (Schwalbenschwanz) passen...

Vielleicht ist es doch so einfach? ::)

Gruß, Erik

Offline Robin

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #13 am: 20 Sep 04, 17:24 »
Hallo,

Peter, natürlich hast du recht wenn du sagst daß die Fluoreszenz oft kein guter Bestimmungsmerkmal ist. Ich werde mich deswegen nicht auf die negative Fluoreszenz-Test verlassen. Cerussit finde ich immer noch eine gute Möglichkeit. Gips..ja, ist im Prinzip auch möglich, aber irgendwie paßt die Ausbildung und Glanz nicht.

Die Paragenese mit Schulenbergit läßt eher auf ein Cu/Pb/Zn Carbonat oder Sulfat schließen (da würde Cerussit gut passen).

Gruß Robin

Offline McSchuerf

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Re: Friedrichssegen Mineral
« Antwort #14 am: 22 Sep 04, 20:14 »
Zitat
"Bilder sagen mehr als 1000 Worte"

-ja, da ist auch kein Verlass mehr drauf. Da hätte ich mir den Aufwand sparen können, die Cerussite bei normalen Tageslicht und im Vergleich im langwelligen- UV- Licht mal aufzunehmen.

Also, wer absolut nicht farbenblind ist, wird die zitronengelbe Farbe des großen Prismas im Vordergrund deutlich wahrnehmen können.

Das Violett hat überhaupt nichts mit Lumineszens zu tun, sondern ist halt das UV-Licht.

Das nächste mal spar ich mir so nen Aufwand, wenn nicht sein kann, was nicht sein darf.

Gruß Peter

Das Zitat ist doch nicht von mir! Was soll denn dieser Blödsinn? Wieso steht da ..'Gruß Peter' drunter.. ???

,.und ich habe nie davon gesprochen, dass das Violette Luminiszenz darstellt..thotie Du verdrehst mir alle Worte..ich bins langsam wirklich leid.. >:(

der untere Teil stammt nicht von mir!!
« Letzte Änderung: 22 Sep 04, 20:27 von McSchuerf »

 

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