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Löslichkeit von versch. Mineralien
Axinit:
Servus,
Juergen, Du hast natuerlich recht - der GMELIN. Gibt's mittlerweile, d.h. eigentlich schon seit Jahren "online" - hat aber leider, leider wie (fast) alles Gute seinen (gesalzenen) Preis 8).
Da bleibt dem wissendurstigen Mineralienfreund nur der Weg in die naechste Uni-Bibliothek (viiiiiel Zeit mitbringen um zu verstehen, wie der Gmelin aufgebaut ist) und dann froehlich suchen ... ;D
Ich koennte mir vorstellen, dass dann die tatsaechliche Relevanz verschiedener Fragen schnell gegen Null tendiert ;D
Was nun die Loeslichkeit von Argentopentlandit angeht , wuerde auf Grund der generellen Zusammensetzung davon ausgehen, dass das Mineral in Salpetersaeure loeslich ist. Andere Mineralsauren scheiden wegen des Ag-Gehalts aus, ansonsten muesste man die Probe mit einem Schmelzaufschluss fuer Sulphide in Loesung bringen. Auch hierzu gibt es in der naechstgelegenen UniBib ein sehr gutes Standardwerk: Bock - Aufschlussmethoden der analytischen Chemie.
In diesem Sinne - wie immer - Chemie verlass' mich nie
Harald
jürgen lange:
hallo wegwerfit, ich wollte dich nicht verhöhnen oder so.. tatsächlich, die gmelin geschichte ist nichts für outsider. und du wirst wohl kaum ein fast unbekanntes mineral finden.
axinit hat dir sicher einen richtigen weg beschrieben.
wichtig wäre zu wissen, wozu du deine frage gestellt hast. wenn du vergleichen willst, wäre der ansatz ok. testen löst sich oder löst sich nicht. allerdings gehören dann konzentrationsangaben und temperaturen noch dazu... gut wäre es, wenn du mit aktuellen material die löslichkeit vergleichen könntest..
wenn du dein mineral auf zusammensetzung untersuchen willst, solltest du erst mal mit wasser anfangen, erst kalt, dann erhitzen, bei nichtlösen, vorsichtig zu dieser probe nach erkalten etwas konz. salzsäure geben (damit du eine verdünnte salzsäure bekommst). ggf. dann etwas salpetersäure geben. so kannst du mit wenig substanz viele tests machen und mit erfahrung die geschichte eingrenzen.,. du kannst dann auch sehen, ob carbonate drin sind. manchmal macht auch der umgekehrte weg sinn, erst salpetersäure,wenn du z.b. einen test auf chlorid mit silbernitrat machen willst.
besorgen dir für die zweite fragestellung mal ein buch über den analytischen trannungsgang...
gruß und noch einmal sorry glück auf jürgen lange/de
Wegwerfit:
Ich will verschiedene Erze auflösen, um die darin enthaltenen, selteneren, Mineralien herauszuätzen. Dabei handelt es sich um Erze mit Jakobsit + Reppiait / Chalkopyrit + Argentopenlandit / Magnetit + Spinell.
Auf meinem Programm für schweizer Fundorte ("wipertech" heissts) wird angegeben, dass Reppiait auf Oxalsäure und Schwefelsäure reagiert, Argentopentlandit auf Phosphorsäure, Salpetersäure, HCl und Schwefelsäure. Ich bin erstaunt, dass diese Angaben so präzis sind, denn bis jetzt habe ich noch keine anderen Angaben gefunden, die dasselbe, wenn überhaupt, sagen. Ich dachte vielleicht weiss jemand von euch mehr.
Gruss,
Wegwerfit
heli:
Um das ganze zu entwirren.
Ich glaube, dass die Frage falsch und unvollständig gestellt wurde. Wenn bestimmte Mineralien herausgelöst werden sollen, ist die gesamte Paragenese zu beschreiben.
Nur dann macht es Sinn,darüber zu diskutieren, welche Säure das umgebende Material wegätzt, die gesuchten Mineralien aber erhalten bleiben.
Wegwerfit:
Ok, also: Die (relevanten) Paragenesen sind 2 Beiträge weiter oben aufgeführt. (ersteres = Erz, zweiteres = Einschluss in ersterem)
Was an der Frage falsch ist verstehe ich nicht ganz, denn wenn ich die jeweiligen Säuren kenne, kann ich mir ja selber zusammenreimen, welche Säure geeignet ist.
Gruss,
Wegwerfit
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