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Autor Thema: Pharmakolith von Kamsdorf  (Gelesen 8046 mal)

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Offline uwe

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Re: Pharmakolith von Kamsdorf
« Antwort #15 am: 08 Jan 08, 19:12 »
8 Minerale zur Auswahl.

Wie schön muß doch die Mineralogie vor hundert Jahren gewesen sein.

Uwe

Offline UlrichW

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Re: Pharmakolith von Kamsdorf
« Antwort #16 am: 08 Jan 08, 23:00 »
Hallo Stollentroll,

Nach meinen Erfahrungen wandeln sich Pharmakolite relativ häufig um, ich habe jedenfalls analysierte Stücke (z.B. von der 371, Hartenstein und von St. Johannes, Wolkenstein und Annaberg), die dies getan haben. Machmal geht die Umwandlung relativ schnell innerhalb von ein paar Monaten, manchmal kommt sie zum Stillstand und ein Teil bleibt farblos und manche Kristalle wandeln sich garnicht um.

Das ist mir neu, aber sehr interessant. An meinen Richelsdorfern und Vogesen-Pharmakolithen konnt ich deratiges bisher nicht beobachten, was aber nichts heissen mag.

Zitat
Eine Umwandlung/Entwässerung als einen Hinweis in Richtung Haidingerit oder Rösslerit zu sehen, würde ich so nicht bestätigen.
Alle von mir analysierten angeblichen Haidingerite oder Rösslerite aus dem Erzgebirge haben sich übrigens als Pharmakolit oder Sainfeldit oder Gips erwiesen.

Mal ne ketzterische Frage des Interesses halber: Wie hast Du denn die Pharmakolithe analysiert.

Was mir bisher nur bekannt war, war die Tatsache, daß gerade das was ich geschrieben hatte, immer wieder im Zusammenhang mit den CaMg-Arsenaten aus dem Erzgebirge (Niederschlema, St.Joachimsthal) beschrieben wurde. Bei meinen Funden der 207er Halde konnte ich einmal deutlich die ehem. Kristallform von Haidingerit und einmal die von Sainfeldit erkennen, da die weissen "Pseudomorphosen" scharfe Kristallkanten hatten. Die auf den Stüfchen befindlichen Pharmakolithe waren aber durchwegs klar und blieben unverändert.
Ich habe auch einmal ein paar Kleinstufen mit Pharmakolith um Silber vom 186er bekommen. Interessanterweise zeigen die xx eher eine lattenartige, spitz zulaufende Kristallform (entgegen den sonst eher typischen säulenförmigen xx) mit einer opalartigen weissen Farbe und Transparenz. Ob es sich dabei um Pharmakolith handelt oder nicht, da wage ich keine Aussage. Trotzdem finde ich diese Kristallisation hoch interessant. Weist Du da näheres?

Nochmals Danke für die interessante Diskussion

Glück auf
Ulrich

Offline stollentroll

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Re: Pharmakolith von Kamsdorf
« Antwort #17 am: 09 Jan 08, 00:39 »
Hallo Ulrich,
die Analysen sind mittels Röntgendiffraktometrie und z.T. noch mit EDX gemacht worden. Und dabei kam öfter mal etwas anderes raus als ich vorher dachte .....

Von der 186 und 207 habe ich bisher nichts analysiert, da kann ich leider nichts zu sagen.

Glück Auf

Offline altes-gebirge

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Re: Pharmakolith von Kamsdorf
« Antwort #18 am: 11 Jan 08, 20:29 »
Guten Abend Arzgebirchler,etwas vorweg:Auch ohne unsere Steene liebe ich als Leibzcher de Berch.Dei Stück von Gamsdorf:ich hab och so was.Gommt dei Stügg vielleicht vom Roden Berch?Tschuldigung fürn Dialegt,es kommen Heimatgefühle auf.18 Jahre bei Köln(der Rheinländer ist gemütlich,von Wegen!!!)Patienten!

Machs Gut
Marcus

Offline uwe

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Re: Pharmakolith von Kamsdorf
« Antwort #19 am: 11 Jan 08, 21:35 »
Hallo Marcus,

das betreffende Stück gabe ich getauscht, kenne also nicht genau den Fundpunkt. Ich weis, das ist ein Manko - sonst bin ich eher ein Fundort-Fundamentalist. Ich war schon viele Jahre nicht mehr in Kamsdorf sammeln.

Im "Aarzgebirch" wird sächsisch aber nur von den zugezogenen (wie ich einer bin) gesprochen, obwohl ich nur 20 Autominuten weit weg gezogen bin. Wenn Du aber Sehnsucht nach Sächsischen Lauten hast, dann schaue die Freitags 19:50 im mdr "Elefant, Tiger und Co." an. Hier gibts Leipziger Sächsisch vom feinsten.

Grüße aus der Heimat
Uwe

Offline UlrichW

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Re: Pharmakolith von Kamsdorf
« Antwort #20 am: 12 Jan 08, 02:08 »
Hallo Uwe,

solltest Du die Stufe von mir haben (ich hatte mal einige Posnjakite von dort), dann kommt sie aus dem Pfefferschacht!

CS
Ulrich

Offline uwe

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Re: Pharmakolith von Kamsdorf
« Antwort #21 am: 12 Jan 08, 14:17 »
Danker Ulrich, ja ich habe sie von Dir. Also Pfefferschacht.

Gruß
Uwe

 

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