Hallo Stollentroll,
Nach meinen Erfahrungen wandeln sich Pharmakolite relativ häufig um, ich habe jedenfalls analysierte Stücke (z.B. von der 371, Hartenstein und von St. Johannes, Wolkenstein und Annaberg), die dies getan haben. Machmal geht die Umwandlung relativ schnell innerhalb von ein paar Monaten, manchmal kommt sie zum Stillstand und ein Teil bleibt farblos und manche Kristalle wandeln sich garnicht um.
Das ist mir neu, aber sehr interessant. An meinen Richelsdorfern und Vogesen-Pharmakolithen konnt ich deratiges bisher nicht beobachten, was aber nichts heissen mag.
Eine Umwandlung/Entwässerung als einen Hinweis in Richtung Haidingerit oder Rösslerit zu sehen, würde ich so nicht bestätigen.
Alle von mir analysierten angeblichen Haidingerite oder Rösslerite aus dem Erzgebirge haben sich übrigens als Pharmakolit oder Sainfeldit oder Gips erwiesen.
Mal ne ketzterische Frage des Interesses halber: Wie hast Du denn die Pharmakolithe analysiert.
Was mir bisher nur bekannt war, war die Tatsache, daß gerade das was ich geschrieben hatte, immer wieder im Zusammenhang mit den CaMg-Arsenaten aus dem Erzgebirge (Niederschlema, St.Joachimsthal) beschrieben wurde. Bei meinen Funden der 207er Halde konnte ich einmal deutlich die ehem. Kristallform von Haidingerit und einmal die von Sainfeldit erkennen, da die weissen "Pseudomorphosen" scharfe Kristallkanten hatten. Die auf den Stüfchen befindlichen Pharmakolithe waren aber durchwegs klar und blieben unverändert.
Ich habe auch einmal ein paar Kleinstufen mit Pharmakolith um Silber vom 186er bekommen. Interessanterweise zeigen die xx eher eine lattenartige, spitz zulaufende Kristallform (entgegen den sonst eher typischen säulenförmigen xx) mit einer opalartigen weissen Farbe und Transparenz. Ob es sich dabei um Pharmakolith handelt oder nicht, da wage ich keine Aussage. Trotzdem finde ich diese Kristallisation hoch interessant. Weist Du da näheres?
Nochmals Danke für die interessante Diskussion
Glück auf
Ulrich