Hallo Yoscha,
Wenn du Zeit findest, dann nimm sie dir ruhig und schau dir einige schöne Aufschlüsse der typischsten Gesteine der Region an.
Verstehe ich mit diesem Satz richtig, das ich mir offene Erde (Steinbruch) anschauen soll um zu verstehen auf was ich gehe?
Um mal einen etwas übertriebenen Vergleich zu machen;
Du willst wissen, was ein Tisch ist.
Dann schaut man sich zu erst den Tisch (das Ausgangsgestein) an, lernt die verschienen Tische (Gesteine) kennen und wenn man das kann, dann ist es auch kein Problem ein einzelnes Tischbein (Gerölle und Gesteinsbruckstücke) einem bestimmten Tisch zuzuordnen.
Wenn ich hier an Weser in Kiesgruben nach beispielsweise schönen roten Kieselgesteinen schaue und auch noch welche finde, dann kann ich ersteinmal nicht wirklich sagen, woher es kommt. Ist es ein roter Feuerstein? Oder ist es ein Karneol, den die Weser aus dem Mittelgebirge mitgeschleppt hat?
Wie lerne ich den Unterschied kennen? Indem ich mir Gegenden anschaue, in denen eindeutig rote Feuersteine bzw. Karneol vorkommt.
Meine Karneole habe ich z.B. von einem Aufschluss in der Nähe der Werra, wo alle roten Kieselgesteine eindeutig Karneole sind.
Meine roten Feuersteine habe ich aus den Moränen der Saaleeiszeit rings um Bremen.
Jetzt habe ich beide Möglichkeiten unverfälscht kennengelernt.
Wenn ich jetzt wieder rote Kieselgesteine in Weserkiesen finde, weiß ich worauf ich achten muss, um die beiden Möglichkeiten auseinander zu halten. Warum? Weil sie im Weserkies nicht eindeutig waren, aber an ihren Herkunftsorten waren die Gesteine allein schon aus der Geologie eindeutig

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