Der Beitrag wurde schon ein paar mal gesendet und wird anscheinend regelmäßig auf verschiedenen Sendern wiederholt.
Ist auf jeden Fall sehr interessant, weil der Beitrag wenigstens einmal grob andeutet, welche immense Bedeutung und Ausmaße der Bergbau auch im weltweiten Maßstab über die Jahrhunderte im Erzgebirge hatte, und welche (auch unangenehmen) Folgen damit heute noch verbunden sind.
Naja, und dieser "Schwarzbefahrer" (Schwarzbefahrer gibt es streng genommen in Sachsen seit 2002 nicht mehr), war wohl der einzige, den sie vor die Kamera bekommen haben. Generell ist die "Branche" aus mitunter nachvollziehbaren und manchmal auch nicht nachvollziehbaren Gründen eher geheimniskrämerisch. In verschiedenen Gegenden mit viel offen stehendem Altbergbau tummeln sich die unterschiedlichsten Gestalten im Berg. Vom ernsthaften Bergbauinteressierten und Grubenarchäologen bis hin zum schon fast geschäftlich organisierten Mineralienabbau und mitunter leider auch der "Gewinnung" von alten Lachtertafeln o.ä. ist da in verschiedenen Abstufungen alles vertreten. In strukturschwachen Gebieten suchen auch nicht wenige, mitunter auch recht dilletantisch, ihr Glück immer noch im Berg, so als kleines Zubrot. Andere Kreise sind da wiederum ganz anders organisiert und ausgestattet. Gerade die zahlreichen Fluorite aus dem Erzgebirge, die überall angeboten werden, müssen ja irgendwo herkommen. Dass dies dann wieder andere Probleme und Konflikte mit sich bringt, bleibt da nicht aus. Der Normalsammler bekommt meist nicht allzuviel davon mit. Leidige Folge sind aber für den ernsthaften Sammler immer wieder bewußt falsch angegebene Fundorte, um den "eigenen" Fundpunkt vor Konkurrenz zu schützen. Dem kann man mitunter nur schwer beikommen. Viele Sammler interessiert dieses Problem auch gar nicht weiter. Immer mehr Sammler, mich eingeschlossen, läßt dieses Problem der Fundortfälschung aber zunehmend Abstand von diesem, objektiv durchaus schönen Material, nehmen, wenn die betreffenden Anbieter sich nicht dazu durchringen können, den wirklichen und nachvollziehbaren Fundort anzugeben.