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Laune der Natur oder Werkzeug
caliastos:
nun, wenn die sage schon älter ist, stellt sich die frage wie alt. denn an sich wandern steine nicht auf dem berg herum. aber alte kulturen haben durchaus vorlieben dafür gehabt. man schaue nur die ganzen monolithischen steinkreise, die moais usw. kann sein, daß der stein aus so ner zeit stammt.
minuwe:
Genau- ein Bild vom wahren Ursprung zu bekommen ist sehr mühsam. Manchmal hilft, alte Leute zu befragen, manchmal erinnert sich jemand. Manchmal weisen Namen von Wegen, Straßen, Gütern, Hügeln, Waldstücken auf eventuelle frühere Tätigkeiten wie Eisenverarbeitung oder Gesteinsabbau hin.
Ehemalige Eisenteile sind die abgebildeten Stücke nicht, dazu sind sie wieder zu sehr geröllmäßig und zu rot. Stark korrodierte Eisenteile sehen mehr gelb bis braunschwarz aus (was ich gesehen habe). Innen sind sie gammelig schwarzbraun (da ist das Eisen noch nicht so stark in Limonit umgewandelt und ist zum Teil noch magnetisch. Eher könnten Reste von Eisenschmelzerei in Frage kommen.
Theoretisch denkbar wäre magnetithaltiger Sandstein. Kenne zwar nur Limonit- und Hämatit- haltigen, aber magnetithaltigen kann es theoretisch auch geben. Es stand ja schon mal die Frage im Raum, wie die Dinger innen aussehen. Müssten innen deutlich dunkler sein, wenn magnetithaltig. Oder es sind eben magnetithaltige Basaltstücke. Denkbar, wenn auch recht unwahrscheinlich ist, dass es sich um Hämatitsandstein handelte, welcher von Menschen bereits geglüht wurde, so dass sich das Hämatit zu Magnetit reduzierte, wodurch er erst magnetisch wurde. Anschließend verwitterte die Randschicht wieder zu Hämatit/ Limonit. Aber das ist schon recht spekulativ.
Es wären mal Bilder von halbierten Stücken, also das Innere interessant.
Was die umherliegenden Blöcke betrifft, ist alles mögliche denkbar. Von Verwitterungsschutt über zerfallene oder zerstörte Bauwerke wie Wälle, seitwärts angelegte Lager abgebauter Steine, Formatierungsplätze (die habe noch keine Festplatten, sondern eben Blöcke formatiert :D , ). Wenn in der Nähe ein Steinbruch war, ist das meistens zu erkennen, wenn er nicht völlig verfüllt wurde.
Also doch bissel Forschungsarbeit für's WE :D
Glück Auf
Uwe
Druide:
Hallo Caliastos,
ich komme aus der Nähe Miltenberg und unser Dorf sitzt auf dem oberen Buntsandstein 381,5 Meter, das weis ich jetzt, habe geologische Karte :D
Auffällig ist, das die Steine in einer Höhe von 350 Meter (pi mal Daumen) erst anfangen Kreuz und Quer zu liegen
Eine besondere Anordung kann ich nicht sehen.
Was mir aber eben einfällt ist, das ich die Eisensteine vor fast 4 Jahren mit anderen Magnet anziehenden Steinen eingeschickt habe. Die Kügelchen besitzen Magnetit.
Sorry das hatte ich völlig vergessen. Da war ich noch Laienhafter als heute und konnte gar nix mit anfangen, heute nicht viel mehr;)
Was mir noch zu der Klinge einfällt ist, das am Hang wo die Erde weg gerutscht ist und der Boden zu sehen ist, gröllhaltiger Lehm ist. Nix mit Blocksteinen. Wenn ich das auf der Karte richtig erkennen kann, ist das Ende der Klinge auf der Karte dort wo Quarzitischer Hauptbuntsandstein ausgezeichnet ist. Die Klinge fällt steil ab bis auf 273 Meter im Tal. Gegen Westen fällt die Gemarkung fast rund herum ins Tal. Ach und ein Kohlbach gibt es auch. hat er sein Name vielelicht von Kohle?Möglicherweise helfen diese Infos weiter.
Vielleicht fällt mir noch was ein.
Ich bedanke mich schon mal für eure Geduld, die ihr mir entgegen bringt
Maria
Samstag:noch eingefallen ......
@Caliastos
Es wird erzählt das in diesem Gebiet wo die Steine liegen, Sand geholt wurde.
In der gegengeseten Richtung, im Osten liegt Hang abwärts Lösslehm.
Auf der Karte als dl gezeichnet.
In nördlicher Richtung der Klinge liegt ein ähnlicher Schutthaufen auf dem Berg, (Laufradius von ungefähr 20 min) er ist nicht aufgetürmt sondern eher flach. Ab da gibt es dann erst einmal keine großen Steine mehr. In westlicher Richtung auf der anderen Seite des Berges gibt es weitere solche Steinquader. Einer hat den Namen Heunensitz. Ein Steinquader mit einem Abdruck als wäre ein Riese darin gesessen und daneben tiefe Kratzer als hätte er etwas "ausgebürstet".
Maria
Druide:
Hallo Uwe,
ich habe alle alten Leute durch gefragt. da blieb keiner verschont ;D
Wenn geschmolze wurde, dann vor vielen Hundert Jahren.
Der "alte" Steinbruch liegt im Norden und ist als steilabfallendes Loch bekannt, das schon lange gefüllt wurde. Die Klinge wird nur erwähnt im Zusammenhang als "einfach vorhanden". Die war scho immer do ;)
Was ich jetzt erst erfahren habe ist, das der Berg neben der Klinge Weinberg heist.
Ich habe ab 1700 vieles durchwühlt was die Gemarkung betrifft. Aber von einer Eisenschmelze ist nichts bekannt. Auch nichts von Weinanbau.
Maria
minuwe:
Aha- Magnetit in den Kügelchen. Und Quarzit in der Nähe. Es könnte sich also um sogenannten Magnetitquarzit handeln. Das müsste aber jemand bestätigen, der die Gegend geologisch kennt, oder die Steine in die Hand nehmen kann. Magnetitquarzit ist, einfach ausgedrückt ein Gestein, welches aus Quarz und Magnetit besteht. Da du schon mal angegeben hast, der wäre recht hart, kann das passen.
--- Zitat ---Ich habe ab 1700 vieles durchwühlt was die Gemarkung betrifft.
--- Ende Zitat ---
Nun kenne ich dein Alter! ;D ;D ;D
Respektvollen Gruß
Uwe ;D
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