Lexikon / Encyclopedia / Encíclopedia > Beiträge für das Benutzerlexikon

keine Vergrößerung angeben

(1/2) > >>

berthold:
Hallo,

immer wieder sehe ich, dass ein Bildmaßstab in Form einer Vergrößerung angegeben wird. Ich möchte darauf hinweisen, dass eine solche Zahl ohne weitere Bezugsgröße nutzlos/sinnlos ist. Da steht z.B. 10-fache Vergrößerung. Wie groß ist die Bidbreite dann? Also, wenn ich das Foto meinem Laptop ansehe, wird es mit ca. 26cm Bildbreite dargestellt, auf meinem PC-Monitor ist es ca. 17cm breit (klar, da habe ich höhere Auflösung). Bei 10-facher Vergrößerung wären das also 1,7 bis 2,6 cm Bildbreite im Original. Nach meiner Schätzung dürfte die tatsächliche Bildbreite aber so um 3-4mm liegen.

Woher kommt also die Angabe 10-fach? Ich denke, aus grauer Vorzeit, als Abbildungsmaßstab Objekt zu Film. In der Zeit als 24x36mm Kleinbildfilme Standard waren, war das noch verständlich oder nachvollziehbar. Nur, wie ist das heute? Wenn man nicht dazuschreibt wie groß der Sensor war - witzlos. Bei Bildausschnitten witzlos. Bei den zurzeit auf dem Markt angebotenen 10-Megapixelkameras variieren die Sensorgrößen von 7,2 x 5,3 mm (1/1,8") bis hin zu 28,1 x 18,7 mm, meine DCS14n hat sogar 36x24mm (Vollformatsensor). So ist ein Unsicherheitsfaktor von 5 gegeben, was bedeutet, dass ein Kristall 2mm oder 1cm sein könnte.

Präzise(r) sind Angaben der Bildbreite oder der Kristallgrößen. Zwar habe ich oft den Eindruck, dass die (oft mit unterschiedlicher Qualität) geschätzt werden, doch ist das noch allemal besser.

Gruß
Berthold

guefz:
Hallo,

ich habe sowohl mit meiner alten Kamera als auch mit der neuen Kamera vor allen Mineralien-Aufnahmen erstmal Testaufnahmen mit allen vorhandenen Optikkombinationen gemacht. Als Fotoobjekt nutze ich dabei ein kleines Stahllineal mit 0,5mm Teilung, was auch bei sehr starker Vergrößerung durch das Mikroskop noch recht genaue Angaben über die Bildbreite erlaubt. Schätzen muss ich eigentlich nur wenn ich eine Aufnahme mit der Kamera ohne Zusatzoptik mache und dabei nur einen Teil einer größeren Stufe abbilde. In solch einem Fall ist aber wohl etwas mehr Toleranz bei der Angabe der Bildbreite zu verschmerzen.

Günter

berthold:
Hallo Günther,

ja, das ist natürlich eine praktische Methode (ich habe früher Milimeterpapier genommen, heute nehme ich auch ein Präzisions-Stahllineal).  Was weniger schön ist, wenn das Lineal mitfotografiert wird (und einen erheblichen Teil des Bildes einnimmt). Kurios, nein peinlich, wenn durch optische Verzerrung das Kineal zur "Banane" wird. Auch von Streicholz, Zigarettenschachtel, Münzen und sonstigem Hausrat möchte ich abraten.

Gruß
Berthold

guefz:
Auf den Testfotos ist natürlich nur das Lineal und auf den Mineralienfotos nur das Mineral  ;)
Für Bildausschnitte >3mm ist sicher auch Millimeterpapier oder ein normales Lineal ausreichend genau. Wenn das dann alles dokumentiert ist, kann man später bei allen Fotos mit dem gleichen Aufbau die Bildbreite dabeischreiben. Bei Bildausschnitten lässt sich mit Hilfe des Verhältnisses der Pixelzahlen auch eine Breite angeben (so man den Dreisatz beherrscht  ;D )

Günter

MichaelP:
Aus den Größe des Kamerachips, der Vergrößerung des Kameraadapters und des Objektives sowie dem Zoomfaktor lässt sich die Bildbreite leicht errechnen.
Ich habe mir zu diesem Zweck eine Tabelle erstellt, aus der ich sofort ablesen kann, bei welcher Vergrößerung welche Bildbreite vorliegt.
Im Lexikon habe ich das alles mal unter der Seite http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Sichtfeld zusammengefasst.

Viele Grüße
Michael

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln