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Autor Thema: Zähigkeit von Jaspis, Carneol...  (Gelesen 3829 mal)

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Offline Uriger

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Zähigkeit von Jaspis, Carneol...
« am: 24 Jan 08, 17:03 »
Mich würde interessieren, welcher dieser Steine die höchste Zähigkeit hat, d.h. welcher der folgenden Steine gegen mechanische Stöße am widerstandsfähigsten ist: Achat, Carneol, Jaspis, Tigerauge oder Falkenauge? (Welcher hält demnach als Halsanhänger am meisten aus?)

Offline caliastos

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Re: Zähigkeit von Jaspis, Carneol...
« Antwort #1 am: 24 Jan 08, 19:08 »
also an sich sind es die faserigen gesteine die schlimmer sind. allerdings ist es bei der gruppe etwas schwer, da es alles keine einheitlichen minerale sind, sondern jedes in zig varianten vorkommt.
karneol wäre z.b. nur eine farbliche, spezielle achatvariante. jaspis ist auch nicht viel anders. tigerauge und falkenauge sind auch mehr oder weniger identisch, allerdings faserserpentin.

Offline trommeln

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Re: Zähigkeit von Jaspis, Carneol...
« Antwort #2 am: 24 Jan 08, 19:10 »
Hallo
also.. aus meinem Erfahrungskästchen... meine selbstgesammelten Karneole sind schnell zerbröckelt, .. die Qualität kann sich aber nicht mit "richtigen" Trommelsteinen messen...
Achate bekommen schnell Splitter, besonders wenn man zu ungeduldig sägt.. sie also zu heiss werden...
Tiegerauge wirken mit der Zeit schmutzig.. müssen nachpoliert werden.. Jaspis ist nicht gleich Jaspis.. davon gibt es viele verschiedene Sorten...

Da aber alle diese Steine im Billigstbereich sind... kauf was dir gefällt... am Hals machst ihn nicht kaputt.. vorher den Hals  ;D

Guck dir meine Halskettenanhänger einmal an:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,15893.0.html
ich zieh einfach jeden Tag einen neuen Stein auf... einfachste Kiesel.. tolle Achate.. was ich halt so finde...

Haldenschreck

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Re: Zähigkeit von Jaspis, Carneol...
« Antwort #3 am: 24 Jan 08, 20:08 »
hallo,
zähigkeit ist hier vielleicht der falsche begriff. angesichts mineralischer rohstoffe und fehlender plastischer verformung wäre sprödigkeit besser  ;)

haldenschreck


Offline Goldi85

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Re: Zähigkeit von Jaspis, Carneol...
« Antwort #4 am: 24 Jan 08, 20:17 »
Also die Belastung als Halsanhänger werden eigentlich alle gut durchhalten, da wird nicht viel Unterschied sein.
Außer man macht gleich 'nen Kerbschlagbiegeversuch ;)

Gruß  Daniel

Offline Uriger

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Sprödigkeit
« Antwort #5 am: 24 Jan 08, 23:12 »
Da ich vorher das falsche Substantiv verwendet habe (nämlich Zähigkeit), will ich jetzt noch mal fragen welcher Edelstein am wenigsten "spröde" ist?
Bergkristall und Diamant sind ja ziemlich spröde, oder?

Offline caliastos

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Re: Sprödigkeit
« Antwort #6 am: 24 Jan 08, 23:45 »
äh, da gibt es vielleicht ein problem: es gibt nicht den einen stein, der am sprödesten ist (allein das wort gibt es nicht mal wirklich). es gibt an sich nur spröde und nicht spröde, also elastisch. zwar wird auch mal von sehr spröde gesprochen, aber soviel unterschied is da nicht.

man kann es so sagen: sehr elastisch - elastisch - spröde - sehr spröde

zähigkeit gibt es übrigens auch, das heißt dann wie schwer sich etwas schneiden läßt. spröde meint wie leicht etwas abplatz bzw. zerspringt.

über die tenazität findet sich in jedem mineralienbuch etwas bzw. hier im lexikon und mineraleigenschaften.

guckste mal hier: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Tenazit%E4t
« Letzte Änderung: 24 Jan 08, 23:51 von caliastos »

Offline minuwe

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Re: Sprödigkeit
« Antwort #7 am: 25 Jan 08, 00:31 »
Hallo Uriger,

der Begriff "Zähigkeit" ist gar nicht falsch. Beschreiben doch diese Begriffe das Verhalten von Mineralen bei Einwirkung von Mechanischer Beanspruchung wie z. B. Druck. Man verwendet bei Mineralen meist die Begriffe Elastizität oder Plastizität. Auch gebräuchlich ist Tenazität.

Abhängig ist das Verhalten von den Gittereigenschaften des Stoffes, der Temperatur usw.

Die Frage, welcher "Edelstein" am wenigsten spröde, also am zähesten ist, ist schwer zu beantworten, denn man müsste sich zunächst einigen, was zu den Edelsteinen zählt. Edelstein ist ja kein genormter Begriff mit zugehöriger Mineralliste, es ist vielmehr ein Qualitätsanspruch, welcher willkürlich und subjektiv festzulegen ist. Besser gesagt: man muss sich auf eine Auswahl an Mineralen einigen.
Dann müsste man sich als nächstes die Elastizitätsmodule dieser Minerale anschauen. Je niedriger das Elastizitätsmodul, desto spröder ist normalerweise das Mineral. Da allerdings die meisten Edelsteine nicht mit einer Stahlnadel ritzbar sind, weil zu hart, kann man die Sprödigkeit (= Splitterverhalten beim Ritzen) bei solchen nicht prüfen. Wenn aber Elastizitätsmodule verfügbar sind, kann man meist Rückschlüsse auf die Zähigkeit und damit in etwa auf die Sprödigkeit ziehen.

Die Plastizität dürfte im Zusammenhang mit Edelsteinen keine Rolle spielen, denn plastische Verformbarkeit (=dauerhafte Änderung der Form nach Druckeinwirkung) ist bei Edelsteinen nicht erwünscht und somit nicht anzutreffen.

Glück Auf
Uwe

« Letzte Änderung: 25 Jan 08, 01:14 von minuwe »