Hallo,
Rhodochrosit ist auf Friedrichssegen durchaus denkbar, da als Sekundärprodukte ja auch andere Manganminerale vorkommen (Oxide). Allerdings ist der Rhodo nicht immer ohne Weiteres bestimmbar, denn er bildet gerne Mischkristalle mit Smithsonit (Zn), Siderit (Fe) und anderen Mineralen dieser Gruppe. Die Rhodos sind dann nicht immer schön rot sondern mitunter gelb, farblos oder weiß (eben wie Siderit und Smithsonit).
So kenn ich z.B. Rhodochrosit-Smithsonit-Mischkristalle (inkl. beide Endglieder) von der Grube Brüche in Müsen (xx bis 1 - 2 mm), die man mit Glück dort immer noch finden kann (um auf das ursprüngliche Thema dieses Diskussionsfaden zurückzukommen. Schöne hellrosa Kugeln bis 1 cm im Durchmesser hat vor wenigen Jahren ein Bekannter beim Abtransport von Haldenmaterial der Grube Frauenberger Einigkeit in Neunkirchen gefunden. Ich selbst hatte dort überhaupt kein Glück. Ansonsten findet man gelblichbraune Rhodos mancherorts im Mangan reichen Brauneisen im Siegerland - doch mittlerweile sehr, sehr selten. Bei Grube Wolf ist - meines Wissens - überhaupt nichts mehr zu holen, die Rhodos sind allesamt aus der aktiven Abbauzeit.
Gruß Markus