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Ist das Schlacke?

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Gerdchen:
Hallo

Bleibe bei meiner Meinung, es ist keine Schlacke (weder Eisen- noch Glasschlacke). Habe derzeit viel mit Eisenschlacke aus der keltisch-römischen, etruskischen und auch mittelaterlichen Verhüttung zu tun und diese Schlacke ist schon vom optischen Eindruck ganz anderst. Die von uns hier Aufgefundenen Verhüttungsplätze so wie die etruskischen Verhüttungsplätze von Populonia (Toskana) und die keltischen Verhüttungsplätze in der Nähe von Braga (Portugal) enthalten keine Schlacke die mit oder im Sandstein sind, mit Ausnahme von Ofenwandresten an denen die Schlacke noch anhaftet.

Sollten Hohlräume vorhanden sein, sollte man diese nach Fayalitkristallen durchsuchen, denn die entstehen bei der Verhüttung von Eisenerzen in der Schlacke (müssen aber nicht unbedingt vorhanden sein).


Ist zwar merkwürdig, dass das "Erz" magnetisch ist, kann aber vorkommen. Möglicherweise ist der Magnetit nur Erzmikroskopisch feststellbar.

Gruß
Gerdchen

Druide:
Hallo,
hier noch mal die Steine die ich in der Nähe gefunden hatte.
Hilft vielleicht auch weiter
Danke für eure Geduld
Maria

smoeller:
Hallo,

Der letzte ist definitiv angeschmolzen. Könnte Schlacke sein.

@Gerdchen: Nur ein Teil der Schlacken enthält Fayalitkristalle in den Hohlräumen. Sammle Schlackenminerale aus Joldelund und habe mehrere Wagenladungen bearbeitet. Da waren vielleicht die Hälfte mit Fayalit. Der Rest hat glatte Blasen ohne Minerale, dafür aber interessante Fließformen.

In der Gegend um Hildesheim gab es Glassandgruben im Bereich der Unterkreideschichten. Der Hilssandstein dort führt auch Fe-Oxid in geringeren Mengen und ist gelblich bis rosa gefärbt, verwittert durch Limonit rostbraun. Wie gesagt, man verwendete Mn-Oxid (Pyrolusit), um die grüne Farbe des Glases rauszukriegen.

Das man sich die Mühe machte liegt insbesondere an der territorialen Zersplitterung Deutschland bis 1806. Es gab bis zu 330 Einzelstaaten mit Zollgrenzen. Möglicherweise war der nächste Quarzgang schon in einem anderen Staat. Da wurde dann halt auch Sandstein verarbeitet. Nicht auszuschließen ist allerdings auch eine Anreicherung von Fe-Erzen (Hämatit) im Sandstein, die früher abgebaut wurde. Kenne solche Lagerstätten unter anderem aus dem Schwarzwald.

Glück Auf!
Smoeller

Druide:
Hallo Trommeln,


--- Zitat von: trommeln am 02 Mar 08, 09:39 ---Also nach deiner letzten Beschreibung sind da natürlich ganz andere Möglichkeiten offen.. ich denke an Sinther..
Also Tropfstein.

--- Ende Zitat ---

Nach allem was ich jetzt gehört und gelesen habe wäre das eine gute Lösung.... ;)

Gruß Maria

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