Pforzheim... Muschelkalk! Da gibt es auch Hartgründe mit Bohrspuren und Grabgänge in ehemals semiplastischen Sedimenten. Oft wurde das ganze mit feinem Tonschlamm überdeckt und die Gänge damit verfüllt, der dann während der Diagenese zu weichem Tonstein wurde und im Aufschluss ziemlich zügig wieder abwittert, so dass die ursprünglichen Löcher wieder zu sehen sind. Es gibt diverse Typen von Bauten und Grabgängen, Wohnröhren etc., von den verschiedensten Verursachern. Dazu kommt, dass auch noch die Konsistenz des Sediments den Verursacher dazu zwingen kann, sein Grundmuster beim Graben zu modifizieren. Im Ergebnis gibt es ein Dickicht von Spurengattungen und -arten, zu denen man fast immer den Verursacher nicht kennt (gerade weiche Würmchen und andere völlig Panzerlose mussten sich ja im Sediment verstecken, und von denen bleibt fossil so gut wie nie etwas übrig). Ein mehr als umfassendes Selbststudium ermöglicht Schlirf, H. (2005): Revision and description of Keuper (Middle Ladinian to Rhaetian) invertebrate trace fossils from the southern part of the Germanic Basin and studies of related material. - 300 p., 135 fig., 5 tab.; Diss. Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Kann Dir gerne ne Kopie davon zukommen lassen.
Kollege "Loddah" hier im Forum ist absoluter Crack auf dem Gebiet der Spurenfossilien. Mach ihn doch mal auf Dein Stück aufmerksam.