Glück Auf
Dieses bei Bergleuten und Sammlern gebräuchliche "Glück Auf" wird oftmals leichtfertig dahingesagt, ohne sich der Bedeutung bewusst zu sein. Die Menschen, die sich durch ihre Tätigkeit täglich einer Gefahr aussetzten, wussten, warum sie sich Glück wünschten.
Trotzdem, oder gerade deshalb, hat man sich bereits vor Jahrhunderten nicht auf das Glück verlassen, sondern Regeln aufgestellt und Richtlinien erlassen. Waren es früher die Handwerksinnungen u. a., so sind es heute die Berufsgenossenschaften, die auf Einhaltung der Verordnungen und Gesetze achten, bzw. die Einhaltung von ihren Mitgliedern einfordern.
Immer wieder und in letzter Zeit immer häufiger wird darüber geklagt, dass die Betreiber von Steinbrüchen den Mineralien- Sammlern gegenüber "Unverständnis" zeigen, Verbote erlassen und das sammeln kategorisch verbieten.
Das ist Quatsch! Das betreten fremder Grundstücke, egal welcher Art, war immer schon verboten. Das betreten von Steinbrüchen und sammeln von Mineralien/Fossilien war prinzipiell immer schon illegal. Eigentlich müssten wir Sammler im nachhinein den Betreibern dankbar sein, das sie uns so lange stillschweigend geduldet haben.
Damit ist es in Zukunft vorbei. Der Grund liegt nicht in angeblich liegen gelassenem Werkzeug oder Bierdosen. Der Grund liegt ganz woanders....
http://www.stbg.de/aktuell/vorstand2007.htmDamit dürfte auch das Verhalten der Betreiber in Holzen, Bleiwäsche, Iserlohn und sonstwo erklärbar sein. Die Leute MÜSSEN uns wegjagen, wenn sie uns sehen. Andernfalls machen sie sich strafbar, können ihren Job verlieren oder von den Sachversicherungen in Regress genommen werden.
Ich möchte trotzdem an dieser Stelle die Frage stellen, welche Möglichkeiten es in Zukunft für uns geben kann/geben könnte.
Positive Beispiele gibt es ja......eine Sammelgenehmigung für Gruppen zu bestimmten Zeiten unter Aufsicht einer versierten Fachkraft des Betreibers. Dieser Mitarbeiter verursacht dem Unternehmen für die Dauer seiner Aufsicht natürlich Kosten. Nicht jedes Unternehmen wie RK kann sich das leisten. Also müssen andere Wege gefunden werden.
MIRO wirbt ja für Nachwuchs bei Geologen, Mineralogen u. a.. Nur, wo soll der Nachwuchs herkommen, wenn interessierten schon in jungen Jahren ihre Begeisterung für "Steine" genommen wird? Wer soll junge Leute noch an unser Hobby heranführen, wenn Papa nirgends mehr sammeln kann? Wer hat denn in all den Jahren die Museen dieser Welt mit Steinen versorgt, wenn nicht die Sammler?
Es gibt ja auch Widersprüche innerhalb der Industrie. Auf der einen Seite der hier beschriebene Zustand, auf der anderen Seite dieses hier:
http://www.kalk.de/304.htmlWer, bitteschön, hat denn was zu dieser Ausstellung beigetragen?
Mir persönlich fällt für uns nur folgendes ein:
Was wir dringend brauchen, ist ein "runder Tisch". Hier sollte uns die Gelegenheit gegeben werden, vor der Berufsgenossenschaft, den Sachversicherern und den Betreibern unsere Belange vorzubringen. Wichtig wäre mir die Teilnahme von Herausgebern von Fachzeitschriften/Fachbüchern zum Thema. Weiterhin von Mitarbeitern des "GD- NRW" (oder eben anderer Bundesländer).
Sollte so etwas, oder etwas in anderer Art, nicht machbar sein, wird unser Hobby komplett illegalisiert.
Glück Auf