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Autor Thema: Gonderbacher Platten  (Gelesen 3375 mal)

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Offline berthold

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Gonderbacher Platten
« am: 17 Mar 08, 21:05 »
Hallo,

ich suche Info's über die sog. Gonderbacher Platten, also Galenit in dieser Form. Besonders interessiert mich Kristalltracht, Habitus, Paragenese und Bildungsbedingungen (Temperatur, Lösungsgenossen, ...). (Wissenschaftliche) Literatur dazu wäre auch nicht schlecht.

Gruß und vielen Dank vorweg
Berthold


Offline minuwe

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Re: Gonderbacher Platten
« Antwort #1 am: 18 Mar 08, 12:39 »
Hallo Berthold,

http://web.uni-marburg.de/zv/news/archiv/muj22/UJkomplett.pdf  edit Mod.: Link gebrochen

in dem verlinkten Dokument auf Seite 47 ist ein Bild und eine vielleicht interessante Adresse. Der hat das Stück selbst gefunden, sollte also auch mehr darüber wissen.

Glück Auf
Uwe

edit: Paar Hinweise auf Literatur im Forum der GAG: http://forum.untertage.com/viewtopic.php?f=1&t=3131

« Letzte Änderung: 28 Jul 24, 18:21 von oliverOliver »

rolex90

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Re: Gonderbacher Platten
« Antwort #2 am: 18 Mar 08, 12:46 »
Hallo Berthold,

hätte hir noch
http://www.grube-gonderbach.de/plaintext/geologie/mineralien/index.php    edit Mod.: Link gebrochen

aber besonders viel steht da auch nicht ansonsten nur noch die Adresse von minuwe.

Glück Auf
« Letzte Änderung: 28 Jul 24, 18:21 von oliverOliver »

Offline smoeller

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Re: Gonderbacher Platten
« Antwort #3 am: 18 Mar 08, 13:43 »
Hallo,

Gonderbacher Platten sind letztlich stark verzerrte Oktaeder. Dabei werden zwei parallele Flächen zu den Tafelflächen.

Entstehung: hydrothermal in Erzgängen.

Kann zur Paragenese jetzt nur was zu meinem Fund von der Grube Clara beitragen. Da war Quarz dabei und wenig Gersdorffit. Wenn mir eines gelingt, kommt vielleicht heute Abend noch ein Foto davon.

Glück Auf!
Smoeller


Offline berthold

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Re: Gonderbacher Platten
« Antwort #4 am: 18 Mar 08, 13:59 »
Hallo,

vielen herzlichen Dank für die Hinweise.

Zu dem Thema habe ich im Aufschluss (2000, S.211) gelesen, dass "Gonderbacher Platten" eine Zwillingsform von Bleiglanz wären. Andere, ältere Literatur spricht von verzerrten Kristallen mit {111} Vormacht.   

Verzerrt oder/und verzwillingt, das ist die Frage. Weiterhin, ob diese sonderbare Form durch Kristallisation oder Auflösungerscheinungen entstanden ist.

Gruß
Berthold


Offline ruebezahl

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Re: Gonderbacher Platten
« Antwort #6 am: 28 Jul 24, 21:31 »
Glück auf,

Zu dem Thema habe ich im Aufschluss (2000, S.211) gelesen, dass "Gonderbacher Platten" eine Zwillingsform von Bleiglanz wären. Andere, ältere Literatur spricht von verzerrten Kristallen mit {111} Vormacht.   

Verzerrt oder/und verzwillingt, das ist die Frage. Weiterhin, ob diese sonderbare Form durch Kristallisation oder Auflösungerscheinungen entstanden ist.

Letzteres ist mW sicherlich nicht maßgeblich. Es handelt sich um Kristallzwillinge mit Zwillingsebene (111), deren Habitus erheblich durch plattige Verzerrung, hier Dominanz von (111) und (-1-1-1) bestimmt wird.

Man beobachtet schon bei Galeniten hier und da rundliche, "geflossene" oder kavernöse Formen,  auch bei diesen Zwillingen. Diese Erscheinungen können die Form etwas nachgestalten, genetisch maßgeblich ist das aber nicht. Sie sind auch nicht zwingend auf Auflösung zurückzuführen.

Was nun reproduzierbar abgesichertes Wissen über Kristallkeimsituationen, Chemie des Mediums, Druck. Temperatur und evtl deren Verläufe angeht, habe ich leider keine Kenntniss diesbezüglicher Arbeiten.

Spaß: Gonderbacher Platten aus dem Autoklaven wären auch mal spannend...  :.(

Viele Grüße Uwe

« Letzte Änderung: 28 Jul 24, 21:39 von ruebezahl »