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Autor Thema: Knochen im Phosphoritknollenhorizont / Oligozän  (Gelesen 13751 mal)

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Offline erbse

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Hallo Leute,

ich habe bei einer Exkursion im Tagebau Zwenkau unter anderem diesen kleinen Knochen im
Phosphoritknollenhorizont gefunden. Ich nehme an eine Bestimmung solcher Fragmente ist schwierig, oder?
Wie sollte man solche Funde reinigen und konservieren ?

Grüße, Erbse

[gelöscht durch Administrator]

Offline mkannenberg

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Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #1 am: 05 Oct 04, 23:14 »
im phosphoritknollenhorizont? dann nehme ich mal stark an, dass es schon einige zeit her ist. leider ist das bild wieder einmal undeutlich, aber mit hoher wahrscheinlichkeit ist es von einer schildkröte. im phosphoritknollenhorizont gibt es nicht sehr viele tiere mit größeren knochen. seekuhknochen sind massiv, schildkröten knochen sind porig, enthalten also viele kleine innenräume.

reinigen am besten mit einer weichen zahnbürste. vorher aber austrocknen lassen. konservieren braucht man diese stücke nicht. meine sind schon über 10 jahre alt und bleiben so wie sie am ersten tag aus der erde kamen. falls du doch etwas machen willst, gibt es verschiedene möglichkeiten. tränke die knochen in einer uhu-azeton lösung oder verwende tiefgrund oder sonst eine leimlösung. das reicht.

bist du öfters in den tagebauen unterwegs?

marco

achja, für all diejenigen, die keine ahnung zum fundpunkt zwenkau haben. der phosporitknollenhorizont gehört zu den böhlener schichten und ist in das rupelium (unteres oligozän) einzuordnen.
« Letzte Änderung: 23 Aug 13, 03:20 von oliverOliver »

Offline erbse

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Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #2 am: 08 Oct 04, 22:43 »
Hallo Marco,

der Knochen ist ziemlich porös, also wohl eher Schildkröte.
So lange ist der Fund noch garnicht her, im Sommer diesen Jahres war der Phosphoritknollenhorizont nördlich von Zwenkau noch gut zugänglich. Ich kann aber nicht sagen ob das jetzt noch so ist.
Aus beruflichen Gründen bin ich hin und wieder in den Tagebauen der Leipziger Gegend unterwegs, allerdings konzentriere ich mich mehr auf die Geschiebefossilien, wenn mal ein bisschen Zeit zum Sammeln ist.

Das Foto ist doch eigentlich gar nicht so schlecht, oder?

erbse

Offline mkannenberg

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Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #3 am: 08 Oct 04, 23:38 »
hast du noch was anderes gefunden? was bist du denn von beruf?

marco

Offline erbse

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Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #4 am: 08 Oct 04, 23:53 »
also:

Beruf - Vermesser

weitere Funde - ein kleiner Haizahn, schon ziemlich lädiert, mußte ich aber meinem Sohn überlassen (versprochen ist              versprochen!)
zwei Muschelsteinkerne und einer ganzer Eimer voll Knollen. die ich jetzt so nach und nach aufknacke.
Gefunden habe ich in den Knollen allerdings noch nichts, ist wohl eher selten was drin, oder ?

erbse

Offline mkannenberg

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Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #5 am: 09 Oct 04, 17:37 »
wie sah denn der zahn aus? war er grau oder wieß und aufgequollen?
wie sehen denn die phosphoritknollen in zwenkau aus?
ich war nur öfters in cospuden und regelmäßig in espenhain.

es kommt darauf an, welche form die knollen haben und aus welchem bereich diese knollen sind. dann können je nachdem gastropoden, haizähne, knochen oder krabben drin sein.

wäre schön, wenn du mal ein foto von den knollen machen würdest.

marco

Offline erbse

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Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #6 am: 13 Oct 04, 23:11 »
ich habe jetzt mal ein Foto gemacht (bisschen unscharf), links oben die Muschelsteinkerne und der Haizahn, der Rest Knollen verschiedener Formen und Größen.
Die Funde stammen alle direkt aus dem Phosphoritknollenhorizont.
Ein anderer Sammler hat an diesem Tag auch noch einen schönen Haiwirbel gefunden.
Im Hangenden gab es auch noch sehr schöne, große Muscheln in Schalenerhaltung bis ca. 7cm Durchmesser, allerdings nur sehr schwierig zu bergen, da sehr brüchig.

Wie geht man eigentlich am besten mit den Knollen um?
Ich hab sie bis jetzt immer einfach mit dem Hammer aufgeschlagen bzw. zertrümmert, aber ich schätze wenn dann wirklich mal was drinnen ist bricht es immer an der falschen Stelle.
Oder bricht mann sie besser mit dem Schraubstock auf?

erbse

[gelöscht durch Administrator]

Offline mkannenberg

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Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #7 am: 14 Oct 04, 21:06 »
mmhhh, also die rechten kannst due eigentlich fast vergessen, die chance, das darin etwas ist, ist sehr gering. am besten sind die ründlichen. das beste ist, der länge nach aufzuschlagen. es kann immer passieren, dass was kaputt geht. mit nem schraubstock hab ich es noch nie probiert. geht das überhaupt bei diesen knollen?

die großen muscheln sind arctica islandica rotundata (gibt glaube ich auch neuen namen dafür). es gibt zwei bänder in den böhlener schichten, wo diese arcticas dicht neben einander liegen.

scheint ja gut besucht zu sein, der tagebau zwenkau. in espenhain trifft seit zwei jahren keinen mehr an. obwohl ich noch so manch gutes stück heraus geholt habe.

sammelst du schon länger in den tagebauen? hast du auch was zum tauschen da?

marco

Offline erbse

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Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #8 am: 19 Oct 04, 23:44 »
Ich weiß jetzt ehrlich gesagt gar nicht so richtig was ich Dir zum Tauschen anbieten soll.
An was hattest Du denn dabei speziell gedacht? Hast Du ein Spezialgebiet, welches Dich besonders interessiert?
Ich sammle, wie gesagt, vorwiegend Geschiebefossilien, auch noch Kreide und Muschelkalk wenn ich mal in der passenden Gegend bin. Geschiebefossilien sind meistens Einzelfunde, die im oftmals auch "optisch" nicht so viel hermachen.
Allerdings müsste ich auch mal wieder Ordnung in meine Sammlung bringen, da ist in diesem Jahr viel liegengeblieben.
Ob der Tagebau Zwenkau gut besucht ist, kann ich nicht sagen. Ich war nur dieses eine mal dort, bei einer geführten Exkursion der FG Geologie in Leipzig.
Sind denn im Tgb. Espenhain noch Funde möglich, oder ist da schon alles überflutet?
Wenn Du aus der Leipziger Gegend bist (?) könnte man ja möglicherweise was gemeinsames planen?
erbse

Offline mkannenberg

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Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #9 am: 20 Oct 04, 19:02 »
naja, bin schon aus der leipziger gegend, arbeite jetzt aber in münchen und oft komme ich auch net heim.

mich interessiert alles aus dem tagebau zwenkau, da ich dort nur einmal sammeln war (obwohl man mit leeren händen nix gesammelt hat). aber es dient als vergleichsmaterial.

ich dachte, du wärst öfters unterwegs. gibt es denn die fg geologie noch? waren ja nur mineralien sammler damals.

wie es in espenhain ausschaut kann ich net sagen, war seit einigen monaten nicht mehr dort.

marco

Offline erbse

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Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #10 am: 25 Oct 04, 22:09 »
ja, stimmt schon, in der Leipziger FG sind hautsächlich Mineraliensammler, aber es gibt auch ein paar Fossilienfreunde.
Es wird auch versucht den Fossilienfreunden interessante Exkursionen anzubieten (Tgb. Zwenkau).
Leider habe ich nicht so oft Zeit an diesen Sachen teilzunehmen.

erbse
« Letzte Änderung: 23 Aug 13, 03:24 von oliverOliver »

Offline mkannenberg

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Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #11 am: 25 Oct 04, 23:07 »
da bin ich aber mal gespannt. wenn du nur einmal in zwenkau warst, hast du ja nicht viel zum tauschen  8). aber die haizähne würden mich dann evtl schon interessieren. mal abwarten.

wer war denn alles zur exkursion dabei? vielleicht kenn eich ja einige.

marco

Offline Chlamys

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Re: Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #12 am: 26 Oct 04, 05:20 »
Hallo
Was ist dieser Phosphorithorizont für eine Zeit. hier in Österreich gibt es auch solche Phosphoritvorkommen , in denen  ich sammle. hier ein Muschelkern. Kennt ihr ihn?

Offline erbse

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Re: Re: Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #13 am: 26 Oct 04, 08:42 »
Also wie oben schon mal von mkannenberg gesagt, der Phosphoritknollenhorizont im Südraum von Leipzig gehört ins Rupelium, Unteroligozän.
Was Du gefunden hast- kein Ahnung, kann man auch nicht so gut erkennen.

erbse

Offline mkannenberg

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Re: Re: Re: Knochen im Phosphoritknollenhorizont
« Antwort #14 am: 26 Oct 04, 20:22 »
hi chlamys,

soviel ich mich erinnere, sind die phosphoritsande in österreich miozän. mit dem muschelkern kan ich leider nix anfangen, ist für mich etwas undeutlich.

habe mal einige sachen aus dem phosphoritknollenhorizont aus dem tagebau espenhain.

erste bild ist eine Arctica islandica rotundata und auf dem zweiten ist eine Arrhoges speciosus.

marco

 

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