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Autor Thema: Haldenbrände und Fossilien  (Gelesen 3596 mal)

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Offline Psaronius

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Haldenbrände und Fossilien
« am: 29 Mar 08, 12:54 »
Hallo,
beschäftige mich schon seit längerer Zeit mit den Fossilien und deren Erhaltungszustand nach Haldenbränden.
Habe einige dieser "Naturkeramiken" zusammengetragen.
Bin immer interessiert an Informationen über Lokalitäten, an den Abraumhalden brannten oder brennen.
Suche auch Belegmateria von solchen Örtlichkeiten...
Gruß
Psaronius

Offline smoeller

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Re: Haldenbrände und Fossilien
« Antwort #1 am: 29 Mar 08, 13:13 »
Hallo,

War 2001 mal in Freital auf der Halde des Carolaschachtes. Fossilien waren keine zu sehen. Das Material ist braunrot gefritteter Ton (ähnlich Ziegelstein), oft mit Gips und Schwefel besetzt.

In der Mineralien-WElt war mal ein Artikel zu brennenden Halden von Kopejsk (hoffe ich schreibe den Namen richtig, kann auch mit i statt j sein) in Russland. Da stand auch was zu Hölzern drin.

Glück Auf!
Smoeller

Offline -M-

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Re: Haldenbrände und Fossilien
« Antwort #2 am: 29 Mar 08, 13:56 »
Hallo,
von der Carola-Hld. kenne ich durchaus auch Fossiles - wenn auch nichts Spektakuläres - mir sind jedenfalls
diverse inkohlte Pflanzenreste aufgefallen. ( kann da leider nichts Konkreteres zu sagen, über die Fossilien
im Döhlener Becken allgemein, dürfte es aber z.B. im Netz genug zu finden geben )
Ansonsten fällt mir da die - vermtl. noch immer brennende - Steinkohlen-hld. bei Zwickau ( Wilkau-Haßlau ) ein,
auf der es Früher einiges an Fossilien gab ( hab selber z.B. die typ. Annularia Sphenophylloides, div. Farne,
und anderes Pflanzliches von dort ).
Als ich vor ein paar Jahren das letzte Mal dort war, war die Funddicht im Vergleich zu vor etwa 20 Jahren allerdings
nicht mehr sehr hoch ( außerdem ist dort das Sammeln mittlerweile auch nicht mehr erlaubt )

Gruß -M-

Offline Psaronius

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Re: Haldenbrände und Fossilien
« Antwort #3 am: 29 Mar 08, 19:09 »
Hallo,
kenne von eigenen Sammeltouren seit meiner Kindheit die Halden von Oelsnitz/Lugau.
Meine Großeltern wohnten nur 200m von einer solchen Abraumhalde entfernt.
Interssant ist für mich, dass die ursprünglich in Kohleerhaltung vorhandenen Fossilien regelrecht gebrannt wurden, - "Naturkeramik", und jetzt oft als Relief vorliegen, dass trotzdem noch wunderbar feinste Details überliefert. Habe auch u.a. auch Material von Trimmelkam in ähnlicher Erhaltung (Dank an Kilian !)..
Von eigenen Sammel-Exkursionen kenne ich auch etliche Kohlereviere in Ungarn, zu deren Erscheinungsbild brennende Abraumhalden gehören. Dadurch sind dort leider oft fossile Harze vernichtet worden ( Hab darüber mal in FOSSILIEN geschrieben...).
Habe mittlerweile auch einiges an Literatur zu dieser Thematik gesammelt, Den erwähnten Artikel aus der Mineralienwelt von einem Russen kenne ich aber nicht... Kannst Du da genauere Angaben liefern ?
Bin wie gesagt immer an Belegen interessiert, bei denen noch Fossilienreste nach dem Brand erhalten sind...
Gruß
Psaronius

Offline minuwe

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Re: Haldenbrände und Fossilien
« Antwort #4 am: 29 Mar 08, 20:54 »
Hallo Psaronius,

habe von Zwickau/ Oelsnitz noch paar Stücke hier, keine Ahnung, was für Pflanzen es sind. Die Fundsituation ist aber ähnlich wie vor 20 Jahren, da an den Halden nichts verändert wurde. Lediglich Salmiakkristalle findet man in den Fumarolen nicht mehr  :'(

Glück Auf
Uwe

Offline Psaronius

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Re: Haldenbrände und Fossilien
« Antwort #5 am: 29 Mar 08, 22:12 »
Hallo Uwe,
ganz interessant, - zumal meine Steinesammelei mit den Karbonfossilien aus Oelsnitz begann. Bin damals als Schüler in den Ferien immer auf den Halden rumgekrabbelt. Die dortigen prächtigen Fossilien hatten mich so begeistert, dass ich immer wieder gegen das Verbot des Betretens verstoßen habe...
Trotzdem glaube ich schon, dass sich die Fundsituation im Laufe der Jahre verändert hat, da mittlerweile das Material stark verwittert ist. Wenn ich jetzt in Sachsen bin,  inspiziere ich immer wieder meine alten Fundstellen und eigentlich bieten nur noch größere, nicht so stark verwitterte Schieferbröcken Fundmöglichkeiten.
Das gebrannte Material scheint  übrigens stabiler zu sein. In dem nun roten Gestein sind die Chancen fündig zu werden meist günstiger...
Mich würde ansonsten interessieren, was Du noch an Pflanzenmaterial aus dem Oelsnitz-Lugau-Zwickau-
Steinkohlenrevier hast...
Hast Du Fotos, oder willst Du das Material eventuell sogar abgeben ?
Gruß
Psaronius

Offline minuwe

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Re: Haldenbrände und Fossilien
« Antwort #6 am: 29 Mar 08, 23:49 »
Hallo Psaronius,

bin damals (1980) nur mal interessehalber auf diese Halden gegangen, da ich auf der großen am Deutschlandschacht Schwefel, Salmiak und Gips bzw. Anhydrit aufgesammelt habe . Da habe ich ohne gezielt zu suchen einige Teile mitgenommen, kann Dir mal Bilder machen, wenn ich dazu komme, ist aber nichts Besonderes. Es lag jedenfalls viel rum, und wieso soll es jetzt weniger sein? Gut, die schiefrigen Partien an der Oberfläche sind vom Frost sicherlich recht verwittert, kann mich aber an ein Stammstück, wohl Schachtelhalm erinnern, welches ziemlich hart und dicht ist, weiß aber nicht, ob das noch da ist.

Es ist richtig, dass der hartgebrannte Tonstein, welcher Indialit und Mullit enthält, sehr witterungsbeständig ist und somit auch die Fossilien sehr lange erhalten bleiben werden.

Glück Auf
Uwe

 

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