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Autor Thema: Mineral Ritterzeche  (Gelesen 2513 mal)

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Offline uwe

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Mineral Ritterzeche
« am: 17 Apr 08, 19:19 »
Mein Abstecher zur Ritterzeche hat mir wieder ein Problem beschert, welches ich mit Euch beraten möchte. Es handelt sich im "Körner" im lockeren Bismutit. Die "Körner" haben eine dünne Rinde aus einem dunkleren Mineral. Im Inneren sind gelbe, wachsglänzende, taflige bzw, spätige Aggregate. Die Farbe ist dunkler und hat einen anderen Farbstich als der Bismutit. Die Härte ist gering - soweit man das bei den winzigen Aggregaten feststellen kann unter 4. Der Glanz ist wachsartig.

Ich tippe entweder auf Beyerit oder Walpurgin, wobei man als Finder natürlich meistens eine Ebene zu hoch liegt. Was haltet Ihr von der Sache ? Ich hänge 3 Bilder unterschiedlicher Vergrößerung an. Die Bildbreite auf dem letzten (stärkste Vergrößerung) beträgt etwa 1 mm.

Gruß
Uwe  ???

Offline Stänlsucher

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Re: Mineral Ritterzeche
« Antwort #1 am: 17 Apr 08, 19:48 »
Glück Auf Uwe,

die dünne Rinde könnte Preisingerit und wenn der Kern nicht Bimutit oder Beyerit ist,die wurden von der Ritterzeche schon bestimmt,könnte es sich auch dabei um Sillenit handeln.Sillenit wurde schon sehr oft übersehen und ist dem Anschein nach in Schneeberg nicht all zu selten.Diese Umhülungsphseudomorphosen sind in der Oxidationszone von Bi recht häufig hier.Siehe Stbr.Wolfsgrün oder Roter Berg u.s.w.Ich denke,genaueres kann nur eine Untersuchung aussagen,bei der Größe und Verwachsung bekommt man keinen Strich hin und Test mit Säure ist auch schlecht zu machen.

Glück Auf aus Schneeberg
Lutz

Offline smoeller

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Re: Mineral Ritterzeche
« Antwort #2 am: 17 Apr 08, 22:59 »
Hallo,

Würde auch am ehesten Preisingerit sagen. Der Glanz ist recht typisch.

Glück Auf!
Smoeller

Offline uwe

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Re: Mineral Ritterzeche
« Antwort #3 am: 18 Apr 08, 15:33 »
Ich habe heute mal ein winziges Krümmel unterm Mikro mit Salzsäure versetzt. Alles löst sich unter heftigem Aufbrausen. Somit ist im Inneren ein Karbonat. Das Auflösen der äußeren Schicht - falls Preisingerit - geht in dem Sprudel unter, wobei ich mal annehme, das Wismutarsenat nicht säureresistenter als andere Arsenate ist. Nun ist immer nach die Frage, ob innen Bismutit (wahrscheinlich) oder Beyerit (eher unwahrscheinlich) ist.

Immerhin, ich werde das Stück mal aufheben.

Gruß
Uwe

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Mineral Ritterzeche
« Antwort #4 am: 18 Apr 08, 18:29 »
Ohne Analyse wird da nix zu machen sein. Bei sekundären Bi-Mineralien erlebt man oft Überraschungen.

Offline Stänlsucher

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Re: Mineral Ritterzeche
« Antwort #5 am: 18 Apr 08, 22:32 »
Glück Auf Uwe,
wenn ich von allem was ich an sekundären Bi-Mineralien liegen habe eine Analyse machen lassen könnte(wo ich mir nicht sicher bin und das ist oft :'(),würde wahrscheinlich ein Wissenschaftler lange Arbeit haben und da sind noch die unzähligen anderen Sek.mineralien!!!Aber die Zeit wirds bringen,nicht alles,aber viel hoffe ich.

Mf Glück Auf
Lutz

Offline minuwe

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Re: Mineral Ritterzeche
« Antwort #6 am: 18 Apr 08, 22:47 »
Der Zeitfortschritt bringt auch neue Technik. Digitale Mikroskope (Video) in bisher nichtgekannter Auflösung und Qualität werden zu erschwinglichen Preisen zu haben sein, so dass auf den heimischen PC- Bildschirmen oder mit Stereobrillen das Vordringen in die Mikrowelt der eigenen Mineralstufen so manches Geheimnis offenbaren wird.

Glück Auf
Uwe

Offline uwe

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Re: Mineral Ritterzeche
« Antwort #7 am: 19 Apr 08, 12:20 »
Lutz und Uwe,

da bin ich genau Eurer Meinung. Wichtig ist Fundort und Fundzeit gut dokumentieren. Was für ein Mineral es ist, läßt sich auch in 500 Jahren noch bestimmen, Dann höchstwahrscheinlich auch billiger und genauer - wenn nicht vorher der Yellowstone-Monstervulkan ausbricht oder ein Asteroid kommt.

Gruß
Uwe

 

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