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Frage zur Tiefenschärfe mit und ohne Vorsatzlinse

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Psaronius:
Hallo Michael,
Du hast zwar mit Deiner Behauptung Schärfentiefe - Abstand Aufnahmeobjekt Recht, aber der abgebildete Gegenstand ist bei größerem Kameraabstand auf der Aufnahme auch kleiner !
Wenn man dann per Ausschnittvergrößerung das Objekt wieder größer ins Format setzt, ergibt sich praktisch wieder eine Unschärfe durch das "Vergrößern"... 

Troglophiler:

ich hab vor einigen Tagen eine Seite mit schönen Mineralienbildern vielen hilfreichen Tipps zur Digitalfotografie gefunden. Sind übrigens Stufen von unserer Elsie.  :)

http://www.schian-hannover.de/mineralien.html

MichaelP:
Hallo Psaronius,
Schärfentiefe und die Unschärfe, die bei der Ausschnittsvergrößerung entsteht, sind zwei paar Schuhe.
Die Unschärfe bei der Ausschnittsvergrößerung entsteht, weil das Auflösungsvermögen der Optik an die Grenzen gestoßen ist.
Dieses Auflösungsvermögen hängt vom Öffungswinkel ab, in dem das Licht vom Objekt auf die Linse trifft.
Je weiter das Objekt von der Kamera entfernt ist, desto kleiner dieser Winkel und daher auch die Auflösung.
Bei der Ausschnittvergößerung können dann die einzelnen Punkte vom Auge nicht mehr als getrennt wahrgenommen werden und erscheinen unscharf.

Psaronius:
Hallo Michael,
 Deine Erklärungen sind richtig. Habe auch nie das Gegenteil behaupten wollen, nur bemerkt, dass bei einem zu großem Abstand Kamera-Aufnahmeobjekt auch wieder "etwas unscharf wird oder unscharf erscheint"... Wäre dem nicht so, brauchte man im Nahbereich sich ja nicht mit der Problematik Tiefenschärfe rumplagen...
Wir sind also einer Meinung !
Gruß
Psaronius

Helmi:
Hallo,
Im Grundprinzip stellt jede Aufnahme einen Kompromiss dar. Mehr Schärfentiefe erhält man z.B. auch durch verkleinern der Blende (Autoblende aus, statt Blende 11 die 16 wählen) Folge: die Helligkeit nimmt ab. Im Grundprinzip haben alle Verbesserungen eines Parameters Verschlechterungen anderer zur Folge, die man irgendwie ausgleichen muß (im Beispiel : zusätzliche Beleuchtung oder längere Belichtungszeit). Um bestmögliche Ergebnisse zu bekommen sollten meiner Meinung folgende Bedingungen erfüllt sein :
- Kamera sollte manuelle Einstellung aller Werte ermöglichen (Auto mindestens für Blende aus!)
- das zukünftige Bild sollte 100%ig genau im Sucher bzw.LCD betrachtbar sein (Digital- oder Spiegelreflexkamera)
- Stativ oder feste Unterlage für die Kamera 
Man verändert die Blende solange bis das Vorschaubild den Ansprüchen genügt. Besser ist jedoch mittels Bilderserie mit verschiedenen Einstellungen das beste Bild zu ermitteln. Am besten sind dafür Kameras mit digitalem Bildspeicher geeignet. Bei extremen Nahaufnahmen (starke Vergrößerung der Optik) sollte beachtet werden, daß physikalisch bedingt der Schärfenbereich mit zunehmender Vergrößerung immer kleiner wird. Abhilfe: zwei Aufnahmen mit unterschiedlichen Schärfeeinstellungen (Mitte,Rand) und digitales übereinanderlegen der Bilder (Bildverarbeitungsprogram).
Grüße Helmi

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