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Autor Thema: Unbekanntes gelbgrünes Sekundärmineral von Schacht 371 Hartenstein  (Gelesen 3862 mal)

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Offline Schluchti

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Schließlich noch mal eine Frage in die Runde. Auf der 371/II kommen ja in letzter Zeit massenweise Löllingitgangstücken in Vergesellschaftung mit einem hellgrauen Schiefer , Dolomit und mitunter bräunlichem Arsen (und wenn man Glück hat Silberdendriten). Diese Brocken sind ja überwiegend charakteristisch gelblich angewittert. In Kluftzonen scheinen sich da mitunter derartige gelbliche, stellenweise auch leicht grünliche Beläge anzusammeln. Habe selbst unter dem Bino noch keine Anzeichen für Kristallbildung erkennen können.

Hat jemand diese Beläge schon einmal analysiert? Ich habe den starken Verdacht, dass es sich möglicherweise um derben bzw. mikrokristallinen  Karibibit handeln könnte.

In Bou Azzer sind die Karibibit-Bildungen ja auch an angewitterte Dolomit-Brocken mit Löllingit gebunden. 
« Letzte Änderung: 23 Apr 08, 21:39 von Schluchti »

Offline minuwe

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Ja, diese grüngelblichen dünnen Krusten sind wirklich typisch für die dort tonnenweise in der Schüttung liegenden Löllingitbrocken. Würde mich auch sehr interessieren.

Pharmakolith, Weilit o. ä.?

Offline Schluchti

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Ich werfe mal noch ein paar weitere denkbare Kandidaten in den Raum:

Fahleit
Juanitait
Lukrahnit
Walentait


Offline stollentroll

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Ich habe derartiges Material auch gefunden und mal untersucht, es ist röntgenamorph.

Etwas grünliches Material ist z.T. auch amorph, z.T. Skorodit.

Glück Auf
der Stollentroll

Offline smoeller

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Hallo,

Pitticit oder ein dem Pitticit nahestehendes Eisenarsenat dann wohl.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Haspelknecht

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Ich würde auch auf Pitticit tippen. Ist auf einem solchen Erz zu erwarten. Muscheliger Bruch, krustig, manchmal kugelig-nierenförmig. Kann durch Kupferaufnahme auch grünlich sein.


Offline Uwe Kolitsch

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Stimme Stollentroll zu: Skorodit oder was Amorphes.
Karibit hat völlig andere Farbe & Aussehen.

Offline minuwe

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Da will ich anmerken, dass sich die Krusten (eher dünne Beläge) nicht außen auf den Brocken, wie bei Skoroditbelägen, welche sich im Haldenklima bilden typisch ist, sondern stets in dünnen Spalten in der Mineralmasse selbst, wo keine Bewitterung erfolgen konnte, befinden.

Glück Auf
Uwe

Offline uwe

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Die Einflüsse der Haldenwässer sind meines Erachtens gerade in Rissen eines Erzes recht stark, da durch die Kapillarwirkung das Medium gut eindringt und hier vor Austrockung geschützt lange Zeit einwirken kann.

Gruß
uwe

 

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