Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations
Smaragdstufe echt oder gefälscht? / echt
Klinoklas:
Hallo,
Vor vielen Jahren habe ich mir in Idar Oberstein diese Smaragdstufe gekauft.
Das Exemplar stammt aus der Carnaiba Mine, Minas Gerais, Brasilien.
Mittlerweile habe ich soviel von Fälschungen gelesen und gehört das ich
mir überhaupt nicht mehr sicher bin ob die Stufe echt ist oder nicht.
Ich habe mal zwei Fotos angehängt und hoffe das mir jemand etwas dazu sagen kann.
Meine fragen wären unter anderem:
a) sind das natürliche Wachstumslinien in dem Kristall?
b) passt die Matrix? Sieht irgendwie fettig aus!
c) Wie kann ich am besten die Echtheit überprüfen?
Gruß
René
-M-:
Hallo,
zu a) - kann man auf dem Bild irgendwie nicht so gut erkennen. Ne Querstreifung ist bei Smaragd, so weit ich weiß eher ungewöhnlich -
typisch dagegen für die bekannten Fälschungen aus Quarz-x - obwohl es mir nicht unbedingt nach "Klebe-kunst" aussieht
( wenn geklebt, dann sollte man das unter dem Bino eigentlich erkennen können - evtl. mal mit ner Nadel ein bißchen an den Kontakt-
rändern zum Quarz etwas rumkratzen )
zu b) - sieht mir nach Quarz aus - der kann nat. schon etwas fettig glänzen, falls er - wie wohl hin und wieder praktiziert - mehr oder
weniger vollständig mit Kleber überzogen sein sollte, um eben die Klebe-ränder zu kaschieren, sollte man dies auch mit ein bißchen
Nadel-kratzerei feststellen können. Quarz als Matrix scheint mir nicht ungewöhnlich zu sein.
zu c) - würde erstmal auf alle bekannten Fälschungsarten hin untersuchen, und nat. die Härte
Gibt es sonst noch konkrete Verdachts-momente, die dich an der Echtheit zweifeln lassen ?
Gruß -M
Klinoklas:
Hallo M,
das Stück war geölt und nicht zu wenig. >:(
Kann ja sein das es so gemacht wird um mehr Glanz zu erzielen.
Ich habe es jetzt gründlich gereinigt und bin der Meinung das es nun besser aussieht.
Also die Matrix besteht durchgängig aus Quarz und ist nicht mit Kleber überzogen.
Der Smaragdkristall sitzt fest in der Matrix und es ist kein Kleber zu erkennen.
In dem Kristall sind mehrere Linien zu erkennen. Und das ist es was mich stutzig macht.
Als würde er aus vielen Fragmenten bestenen. Ursprünglich waren es wahrscheinlich wohl noch mehr,
da sowohl an der Oberseite als auch an der Unterseite noch Reste zu erkennen sind.
So als wäre der Kristall dort zerbrochen. Die Vertiefung in der Matrix läßt auch auf die
ursprüngliche Länge des Kristalls schließen. Aber soetwas läßt sich bestimmt auch schleifen.
Wäre zu schade wenn der nicht echt wäre, außerdem wer bescheißt schon ein Kind! ::)
Neben den ganzen Schmuck, Ramsch und Esoterikläden in Idar Oberstein habe ich dieses Exemplar wirklich
bei einem Mineralienhändler gekauft. Aber auch das muss nichts heißen.
Gruß
René
Anbei noch ein Bild auf dem man die Wachstumslinien ziemlich gut sehen kann. Wenn es denn welche sind.
Der oberste Riss scheint durch Quarz gekittet zu sein. Die anderen sind unter der Oberfläche.
guefz:
Hallo,
bei den Beryllen, die ich im Bergell gefunden habe, sind solche verheilten Brüche sehr häufig. Ich habe da schon welche gefunden, bei denen die Bruchzone bis zu 2mm lang war und nicht vollständig mit Quarz gefüllt, sondern mit einzelnen Kriställchen im Hohlraum. Kann also durchaus natürlich sein.
Günter
Goldi85:
Hallo René,
Ich meine ebenfalls, diese Brüche und Trübungen im eingewachsenen Beryll sind normal. Es gibt ja öfters diese eingewachsenen Aquamarin-Kristalle aus Brasilien, die erreichen z.T. "ordentliche" Größen und weisen genau die gleichen Merkmale auf, auch die Matrix ist gleich. Irgendwo habe ich auch noch so einen in der Sammlung (ohne Matrix ::)), bei dem ist auch ein Querriss durch Quarz verheilt worden. Dachte lange Zeit, der wäre schlecht geklebt, weil der eine Teil auch winkelversetzt zu dem anderen ist. Nur in grün (also Smaragd) sieht man die nicht so häufig.
Gruß Daniel
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