Hallo,
ich bitte um Hilfe von Quartärfachleuten. Unten abgebildeten Zahnrest fand ich in einem hiesigen Muschelkalk-Steinbruch auf einem Fahrweg, der auch dazu benutzt wird, den Abraum aus Keuper und überdeckendem Lößlehm auf die Halden zu karren. Sicherheitshalber habe ich noch einen Bauschutt-/Erdaushubhaufen auf der gegenüberliegenden Seite des Wegs abgesucht, um sicher zu sein, dass der Zahn nicht von eventuell dort deponiertem Aushub aus alten Abfallgruben stammt. Soweit ich sehen konnte Fehlanzeige, keine Spur von Knochenresten.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ich den Zungentest schon gemacht habe, und der Zahn klebt deutlich an der Zunge. Das muss aber meiner Meinung nach nicht viel heißen, wenn er aus einem entkalkten Lößlehm stammen sollte, denn dann ist er natürlich auch entkalkt und entsprechend porös.
Bisher wurde das Stück nur mit Wasser und Bürste gereinigt. Die noch anhaftenden Sedimentreste sind fest mit dem Zahn verbacken und ließen sich allein damit nicht ablösen. Sichtbar sind Partikel, die dem oberen Bereich des C-Bodenhorizonts an der Lokalität entsprechen - Tonsteinplättchen aus der Verwitterung des unter dem Boden anstehenden Keupers. Speziell die Zementation lässt mich ein höheres Alter als nur einige Jahrhunderte annehmen.
Maße: ca. 6x3x3 cm
Kurzes Nachschlagen brachte mich auf Equus oder Bos, aber ich komme mit den Unterschieden in Wurzelform und Lamellenverfaltung nicht ganz zurecht. Kann mir jemand bitte weiterhelfen?
Gruß,
Triassammler