Fossilien / Fossils / Fósiles > Kopffüßer / Cephalopoda

Doppelpack aus Mistelgau / Cotteswoldia, Jura

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hermann:
Schönes Stück. Haben die Dinger Schale?

Mit dem Lias happert es bei uns.


grüsse

Reynolds:
hallo,
tja, gute Frage. Ansich sind die Mistelgauer Ammoniten ja mit einer Pyritschicht überzogen (also zumindest was die unteren Schichten anbelangt) und die Schale is wech (siehe Lobenlinien). Tatsächlich finden sich aber auch Spuren (siehe Bild) von Schalenresten (das bräunliche ist doch Schalenrest, oder? - vielleicht weiß jemand mehr?)  ::)

Gruß
Reynolds

triassammler:
Hallo Reynolds,

ich möchte noch was zum Thema Sexualdimorphismus sagen. Ich glaube, amaltheus hat seine Bemerkung


--- Zitat ---Mix Sexualdimorphismus hat Pleydellia-Cotteswoldia jedoch nichts zu tun - eher mit Irrtümern
und Missverständnissen, die in der Vergangenheit entstanden sind ... und von nachfolgenden
Forschern übernommen oder wieder zurückgenommen wurden.
--- Ende Zitat ---

eher auf diese beiden Gattungen bezogen und nicht auf das Dimorphismus-Thema allgemein.
Dazu sei mal gesagt, dass es zahlreiche Gattungen bzw. Arten gibt, die man als Makro- bzw. Mikroconch zusammenwerfen kann. Das Thema ist eben immer ein bisschen schwammig, weil man den Tierchen ja leider nicht mehr live beim Nachwuchszeugen zusehen kann. Einfach den Phragmokon aufzubrechen und zu schauen in wie weit sich bei zwei verschiedenen Formarten die Morphologie vor der angenommenen Geschlechtsreife bzw. Adultstadium ähnelt war da mal das Mittel der Wahl; dabei gab es zu viele Unsicherheiten, weil man das wichtigste Kriterium - das gemeinsame erste und letzte Auftreten beider Formarten - entweder nicht genügend berücksichtigt hat oder schlicht exakte Informationen dazu nicht vorlagen, sei es wegen schlechter Aufschlussverhältnisse, unsicherer stratigraphischer Abgrenzung der Fundschicht etc. Speziell in den letzten 2 Jahrzehnten hat sich das aber stark verbessert, nicht zuletzt durch horizontierte Aufsammlungen bzw. Grabungen und Fortschritte in der Abgrenzung und zeitlichen Auflösung stratigraphischer Einheiten und auch der physikalischen Altersdatierung. Der historisch gewachsene Vorbehalt bleibt aber, und man zieht es vor, nur gut abgesicherte Dimorphismuspaare zusammenzuwerfen und seine Bedenken bei unsicheren Kandidaten deutlicher zum Ausdruck zu bringen. Eine fundierte Aussage kann man also am besten für solche Formen treffen, die relativ häufig vorkommen, deren zeitliche und räumliche Verbreitung gut bekannt ist, und die sich in diesem Verbreitungsraum nicht uferlos in Untergattungen und Übergangsformen aufspalten, so dass man sie noch gegeneinander abgrenzen kann.

Gruß,
Triassammler

hermann:
tja in dem falle umgewandelte
Schale zu Pyrit.  Wie stabil sind diese Pyrit-Ammos?

Hatte zuhause ein paar Franzosen die blühten aus. Nachdem wurden sie mit dem Pyritkonservierer von Kranz behandelt, seither war Ruhe im Tannenwald.



Gruss

Reynolds:
Hallo Triassammler,
danke für Deine ausführlichen Kommentare. Dann hab ich Thomas wohl falsch verstanden - gut zu wissen.

An hermann: ich sammel noch nicht soo lange und von daher kann ich nur etwas über einen Zeitraum von 1-1.5 Jahren sagen - hier ist keinerlei Veränderung an den Mistelgau-Ammos zu sehen (sogar bei denjenigen, die ich zu Anfang mit Wasser gewaschen hab  :P) und die meisten (die noch nicht zu lange der Witterung ausgesetzt waren) sind bombenfest - da bröselt oder bricht nix.  Ich benutze (noch) keinen Konservierer.

Gruß
Reynolds

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