Wäre es an der Stelle nicht sinnvoll, einen kleinen nasschemischen Versuch zu machen? Z.B. eine Probe auf Fluorid-Gehalt (Kriechprobe) oder wechselweiser Nachweis auf Fluor und Silizium mithilfe der Wassertropfenprobe...
Als ich mir mit einem Galenit mal nicht sicher war, habe ich den kurz geröstet (wenns nicht geht, etwas Salpeter dazu), und dann mit einem ganz einfachen Trennungsgang isoliert und Unmengen an Blei gefällt, sonst nichts. Der Aufwand ist zeitlich gar nicht mal so hoch...
Davon ab: Ich schließe mich der Fluorit-These an. Man beachte die zahlreichen einspringenden Winkel und die (m.M.n.) Wölbung der Kristallfläche unten im Bild. Das gute Stück ist verwachsen ohne Ende.. Da wundert es mich nicht, wenn einige Kristallkanten nicht die gewünschten Soll-Längenverhältnisse aufweisen. Aus meiner Sicht sind das völlig verzogene Oktaeder.
Und apropos Preis: Wenn ich mich nicht gewaltig täusche, sind viele Spitzen/Kanten auf der Stufe bestoßen.
Ich habe selber indische Apophyllitkristalle mit einer Größe von fast 6 cm auf einem Trödelmarkt entdeckt und mir von den wenigen gut erhaltenen was rausgeangelt. Für alles in allem 5 Handstufen habe ich dann 3 Eur bezahlt (waren auch noch andere Stufen von anderen Fundorten dabei). Wühlkisten sind nicht das Schlechteste, auch wenn da oft 95% Müll bei ist.