hallo,
sammler von mikromounts zerkleinern ihr rohmaterial meist sehr klein, so dass am ende manchmal sehr kleine brösel-stufen entstehen, die vielleicht 1-3 mm groß sind und gerade noch mit der pinzette zu fassen sind. in der regel erfolgt die montage im mm-dosendeckel. um die kleinstfunde aber von allen seiten betrachten zu können, sind sockelkonstruktionen notwendig, die das stüfchen über den mm-dosendeckelrand herausheben. klebt man die brösel direkt in den deckel, kann man unter dem bino nur kleine bereiche der stufe studieren.
bei den sockeln sind keine grenzen gesetzt: manche montieren auf borstenhaaren, balsastäbchen, streichhölzern usw. das ist für mich zu viel bastelarbeit, ich greife da gerne auf industrielösungen zurück: ganz edel sehen brünierte senkschrauben aus, wobei in den schlitz des schraubenkopfes ein kleiner mm-kittball gedrückt wird, der dann in den dosendeckel gedrückt wird. so erhält man einen sockel, bei denen man die befestigung zur dose nicht mehr sieht.
meine neuste "entwicklung" möchte ich hier vorstellen (da mir die schrauben und vor allem das brünieren zu teuer wird): mm-sockel mit aderendhülsen. die idee kam mir gestern in benachbarten conrad-laden. die aderendhülsen gibt es im fachhandel bereits ab 1 cent/st. manche sind düsenartig ausgebildet und teilweise farbig. grundidee auch hier ist, den hohlraum in der hülse zum "verstecken" des kittes oder klebers zu nutzen (unten im dosendeckel, oben zur montage der bröselstufe). da es diese hülsen in etlichen durchmessern und längen gibt, sind vielfältige möglichkeiten gegeben.
denkbar ist es auch, in die hülse ein glasfaserstäbchen einzubringen mit dem ziel, kristalle von innen zu beleuchten, wenn man den mm-dosendeckel auf eine lichtquelle setzt.
frohes basteln wünscht
haldenschreck
NACHTRAG: ein weiterer vorteil ist der sehr sparsame einsatz von kitt/kleber. vorbei die zeiten, in denen für 0,5 cm3 Stufe gleich 2 cm3 Kitt eingesetzt werden - bei manchen händlern auf börsen öfters zu sehen