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Gonderbacher Platten, wie geht das eigentlich ?
stollentroll:
Es handelt sich nicht um eine Verzwilligung von einem Oktaeder mit einem Würfel, sondern um eine Kombination von Oktaeder + Würfel, die nach 111 verzwillingt ist, also um zwei Oktaeder und zwei Würfel. Im Goldschmidt ist unter Bleiglanz so ein Exemplar von Gonderbach abgebildet.
Glück Auf
cmd.powell:
Oktaeder und/oder Würfel sind letztlich auch nur makroskopischen Erscheinungen. Die Zwillingsbildung findet schon auf der Größenordnug des Kristallgitters statt, in diesem Falle ist das die "Oktaederebene" [111]. Wir nennen die nur Oktaederfläche, weil ein nur von solchen Flächen begrenzter Körper eben einen Oktaeder bildet. Allerdings hindert erstmal nicht den Kristall daran, trotz der Verzwillingung nach [111] auch Würfelflächen auszubilden. Welche Flächen ausgebildet werden hängt von vielen chemischen und physikalischen Faktoren ab. Nach meinem letzten Kenntnissstand sind die noch gar nicht vollständig Verstanden. Die äußere Erscheinungsform eines Kristalls wird immer von den Flächen bestimmt, die am langsamsten wachsen (kleinste Verschiebungsgeschwindigkeit). Warum die langsamsten ? Weil die schnell wachsenden Flächen schlicht herauswachen und auf den Kanten oder Ecken verschwinden.
Collector:
Gonderbacher Neufund 2007/2008. Leider nicht aus Gonderbach.
Gruß
collector
Philip Blümner:
sondern? Madan, oder?
Collector:
Nein, kalt.
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