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Gonderbacher Platten, wie geht das eigentlich ?
giantcrystal:
Danke...so allmählich wird es klarer :D
Aber warum heißt es dann immer "Zwillinge nach dem Spinellgesetz"...dieses Gesetz, das ja wohl für Oktaeder - und nur für Oktaeder gilt - findet ja dann hier wohl keine Anwendung...oder ?
Immer noch nicht ganz durchblickend
Thomas
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---Aber warum heißt es dann immer "Zwillinge nach dem Spinellgesetz"...dieses Gesetz, das ja wohl für Oktaeder - und nur für Oktaeder gilt
--- Ende Zitat ---
Besonders häufig treten solche Zwillinge eben bei Spinell auf, daher der Name. Und nein, gilt nicht nur für Oktaeder. Die häufigste Zwillingsform von Fluorit-Würfeln ist z.B. auch nach dem Spinellgesetz.
Gruß
Berthold
cmd.powell:
--- Zitat von: berthold am 18 Jul 08, 11:09 ---Hallo,
im einfachsten Fall kommt man zu 6-eckigen Flächen vom Oktaeder wenn man zwei gegenüberliegende Flächen parallel zum Zentrum verschiebt. (das geht ohne Zwillinge und Würfelflächen, siehe Anhang). Ich glaube das war das, was cmd.powell gemeint hat.
Gruß
Berthold
--- Ende Zitat ---
Jau, das war genau das, was ich meinte. Ein Bild sagt eben doch mehr als tausend Worte...
--- Zitat von: stollentroll am 18 Jul 08, 08:29 ---Den sechseckigen Umriss erreicht man bei einer Kombination von Oktaeder und Würfel und (111) als Zwillingsebene. Dann gibt es auch keine einspringenden Winkel.
Ein Bild aus dem Goldschmidt (a = Oktaederflächen, P = Würfelflächen):
--- Ende Zitat ---
Genau das hatte ich auch noch überlegt, hab es vor meinem geistigen Auge nicht mehr auf die Reihe bekommen. War schon zu müde...
giantcrystal:
Pardon, wenn ich etwas penetrant bin, aber ich habe immer noch meine Zweifel...
Also, fassen wir zusammen :
Gonderbacher Platten entstehen durch Verzwilligung von Einem (?) Oktaeder mit Einem (?) Würfel nach der 111 Ebene. Richtig ?
Fragen hierzu :
- Wie entstehen Oktaeder und Würfel direkt nebeneinander bei gleichem Chemismus...okay, ich habe schon so etwas bei Galenit gesehen, aber dann waren zumindestens ein paar Zentimeter "Luft" zwischen Würfel und Oktaeder. Oder ist die Verwzilligung von Kuboktaedern -. also der Ausgleichsform zwischen Würfel und Oktaeder - gemeint, die hier einen Zwilling nach 111 bilden. ?
- Und wie habe ich mir - falls kein Kuboktaeder vorliegt - die Zwillingsbildung eines Oktaeders mit einem Würfel - also zwei kristallographisch völlig unterschiedlichen Formen - vorzustellen. Trotz langjähriger Sammlerei habe ich so etwas bisher noch nie beobachten können...
- Weiß immer noch nicht, warum das dann bei den Gonderbacher Platten "nach dem Spinellgesetz" heißt. Spinell zeigt eigentlich fast immer reine Oktaeder - Kristallformen, bestenfalls in Kombination mit anderen kubischen Formen. Folglich sehe ich da kein Spinellgesetz im Einsatz...mag sein, das Fluorit sich auch so verzwillingt - kann bitte jemand mal ein Bild einstellen, wie so etwas beim Fluorit aussieht ? - aber sicherlich bildet Fluorit nichts, was wie Gonderbacher Platten aussieht...
Wie gesagt, sorry, wenn ich auf dem Schlauch stehe. aber irgendwie blicke ich immer noch nicht durch...
Danke und Glück Auf
Thomas
giantcrystal:
Habe passend zu dem Thema noch im Goldschmidt etwas entdeckt :
http://www.meinemineraliensammlung.de/victor/goldschmidt/band_1.html
Bitte Tafel 212 aufrufen : In der zweiten Reihe gibt es einen Oktaederzwilling nach dem Spinellgesetz, wenn ich mich nicht irre
In der dritten Reihe ganz rechts dann eine Gonderbacher Platte...die sieht aber völlig anders aus und überhaupt nicht nach Spinellgesetz, oder ?
Glück Auf
Thomas
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