Hallo,
Zuerst mal würde ich bei den Zeolithen mal nach der Form schauen. Nadelige, blättrige (tafelige) und isometrische (gerundete oder würfelartige )Formen können dabei unterschieden werden. Bei letzteren, aber auch bei der 2. Gruppe empfiehlt es sich, an einem kleinen Bruchstück eines Kristalls oder einer unauffälligen Stelle einen Test mit 10 %-iger Salzsäure (Essigessenz tuts zur Not auch) zu machen. Wenn es schäumt oder sprudelt, ist es kein Zeolith, sondern Calcit.
Nadelige Zeolithe sind meist Natrolith, aber auch Mesolith, Skolezit und Thomsonit (meist in etwas dickeren Stengeln) gehören hierzu. Die Gruppe der Blätterzeolithe umfasst Heulandit, Stellerit und Stilbit als häufigere Arten; die dritte Gruppe Chabasit. Auch Apophyllit, ein Mineral, dass nicht zur Zeolithgruppe zählt, kann oft als weiteres Mineral mit den Eigenschaften der dritten Gruppe vorkommen.
Zur Erkennung der Arten: Grundsätzlich sicher nur per Analyse, gerade die Kationenverhältnisse (Teil der neuesten Zeolith-Nomenklatur) sind nur analytisch bestimmbar, aber auch Natrolith-Mesolith-Skolezit und Stilbit-Stellerit sind nur analytisch (z.B. Röntgendiffraktogramm) zu unterscheiden.
Nadelzeolithe sind grundsätzlich eher nur per Analyse zu bestimmen. Ausnahme: Thomsonit bildet dickere Stengel, kaum Nadeln.
Heulandit bildet Kristalle, deren Prismenflächen ( größte Flächen am Kristall) meist schräge abgeschnittene Spitzen haben. Stilbit/Stellerit hingegen bilden meist Tafeln mit eher stumpf zulaufenden Enden (wie Paddel). Ohne Bild etwas schwer zu erklären.
Chabasit hat Glasglanz, Apophyllit hat auf den Basisflächen einen auffällig schimmernden perlmuttartigen Glanz.
Glück Auf!
Smoeller