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Autor Thema: Unbekanntes im Quarz  (Gelesen 3872 mal)

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Offline Foeschber

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Unbekanntes im Quarz
« am: 10 Aug 08, 18:58 »
Hallo zusammen.

In einem unscheinbaren Quarz  zwei unbekannte xx. Siehe Bild.
Bitte um Hilfe zur Bestimmung.

Danke mit Gruß
Maria

Offline Philip Blümner

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Re: Unbekanntes im Quarz
« Antwort #1 am: 10 Aug 08, 19:18 »
woher? wie groß?

Offline Foeschber

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Re: Unbekanntes im Quarz
« Antwort #2 am: 10 Aug 08, 19:27 »
ups vergessen. Fundort Niederfischbach/Siegerland. Größe ca. 2mm.

Online Haspelknecht

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Re: Unbekanntes im Quarz
« Antwort #3 am: 11 Aug 08, 07:48 »
Hallo!

Das gelbliche, blätterige auf dem Bild dürfte Chlorit oder Serizit sein.
Ist am Fischbacher Werk nicht selten.

Gruß Markus

Offline Foeschber

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Re: Unbekanntes im Quarz
« Antwort #4 am: 11 Aug 08, 18:57 »
Hallo Markus,

Dank für die Bestimmungshinweise.
Ich tippe auf Serizit. Were mich belesen. Weisen die Vertreter der Chloritgruppe nicht alle einen grünlichen Schimmer auf?

Von unserem bekanntesten ehemaligen Eisenerz- und Bleierzbergwerk  "Fischbacherwerk" stammt der Fund nicht, sondern nahe der ehemaligen Grube Wilhelmine in Wüstseifen, damals zu Freusburg gehörig.
Heute ist Wüstseifen zu Niederfischbach eingemeindet.
Ab 1755 wurde Erz gefördert. 1871 wurde der Heinrichstollen angelegt. Um 1860 konsolidierte die Grube mit der Grube Hymensgarten. 1896 wurde ein Schacht angelegt, der ab 1899 in die Tiefe getrieben wurde. Er hatte eine Größe von 3,7 x 3,2 m und eine Teufe von 794,9 m. nach der Stilllegung wurde er nur teils verfüllt. 1905 bekam die Grube den Gleisanschluss Christeley. 400 Belegschaftsmitglieder waren beschäftigt. Am 22. Januar 1928 brach der Schacht, daraufhin wurde die Grube stillgelegt. Seit 1961 dient der Heinrichstollen für Trinkwasser.
Auch heute noch werden 2 ehemalige Grubenhäuser aus dem Heinrichstollen mit Wasser versorgt und sind nicht einem Wasserverband angeschlossen.

Genug Heimatkunde...sorry, wenn ich zu sehr vom Thema abgewichen bin.

Gruß, Maria

Online Haspelknecht

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Re: Unbekanntes im Quarz
« Antwort #5 am: 12 Aug 08, 09:06 »
Hallo Maria!

Ja, normalerweise haben die Chlorit-Mineralien einen grünlichen Farbton, durch Verwitterung geht der aber manchmal ins gelbliche. Ist auf dem Foto schwer zu erkennen.

Von Wüstseifen stammt also der Fund. Da habe ich außer einem gestreckten Bleiglanz-Kristall noch nie etwas gefunden.
Die Grube im Fischbacher Ortsteil Wüstseifen hat meines Wissens allerdings zunächst nicht Wilhelmine geheißen, sondern Wüstseifen (wie der Ortsteil). Später wurde Wüstseifen von der Grube Wilhelmine in Freusburg übernommen und von dort aus abgebaut.

Gruß Markus

Offline Foeschber

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Re: Unbekanntes im Quarz
« Antwort #6 am: 13 Aug 08, 12:53 »
Die Grube im Fischbacher Ortsteil Wüstseifen hat meines Wissens allerdings zunächst nicht Wilhelmine geheißen, sondern Wüstseifen (wie der Ortsteil).

Genau so ist es, Markus.

Gruß, Maria


 

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[erledigte Bestimmungen / completed determinations] Re: Koslenz ??? / FO nicht zuordenbar von Bruno80090 07 Feb 26, 18:29