Für den Sammler radioaktiver Minerale ist letzlich nur Eines Interessant: Alpha-Strahlung kommt nicht durch das dünnste Papier hindurch, wird also von jeder Plastikdose vollständig abgeschirmt. Auch in der Luft ist die Reichweite sehr begrenzt (ich meine mich erinnern zu können, dass das Maximum bei einem Thoriumistotop auftritt und bei ca. 9 cm liegt). Auch Beta-Strahlung ist nicht wirklich durchdringend. zwar kommt sie durch Papier, die Plastikdose sollte aber reichen, notfalls tut es eine Blechdose. Gamma-Strahlung lässt sich praktisch nicht mehr effizient Abschirmen, allerdings ist hier die Wechselwirkung mit der Materie begrenzt (darum durchdringt sie ja auch so gut). Was Gefährlich ist, ist die Inkorporation von radioaktiven Teilchen, da hier die besonders schädigende Alpha-Strahlung tief im Körper wirken kann. Dies gilt es also zu vermeiden und das kann man ganz gut, wenn man sich an die Regel von berthold hält: Nicht essen, trinken, rauchen, nach dem Umgang mit radioaktivem Material gründlich Hände waschen und bei stark staubendem Material Mundschutz verwenden ! Stark staubendes Material am Besten vor Ort (also am Fundort) formatieren oder sonst wie im Freien arbeiten. Man will sich ja nicht die Bude verstrahlen. Lagern sollte man radioaktive Stufen am Besten nicht in Wohnräumen, allerdings kommt es hier letztlich auch auf die Menge an. Wer viel altes buntes Porzellan aus dem Erzgebirge hat, brauch die Autunitstufe auch nicht mehr im Keller parken...
PS.: Kommt das Gamma-Quant beim Beta-Zerfall nicht aus der Annihilation von Positron/Elektron zustande ? Demnach gäbe es Gammastrahlung nur beim Beta+-Zerfall, welcher allerdings bei weitem der häufigste Beta-Zerfall ist.