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Farbverlust von Mineralien

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felsenmammut:
Glück Auf!

Das Problem, wenn ein Mineral gar nicht drinne steht, habe ich gelegentlich auch. Manchmal kann ich auf meine chemischen Kenntnisse zurückgreifen, häufig muss ich aber doch das eine oder andere Stück opfern, um das Reaktionsverhalten herauszubekommen. Wenn man dann nur ein oder zwei Stücke mit dem Mineral hat, wird es wahrlich haarig. Bisher hatte ich noch nicht diesen Ernstfall. Zugegeben, das ist dann schon deutlich schwieriger, da man für die Lösung des Problems eigentlich eine Literaturstelle braucht, die am besten das Mineral von der Fundstelle enthält. Und das wird wohl die Ausnahme bleiben. Eine allgemeine Auskunft zum Reaktionsverhalten des Minerals muss dann eben reichen, falls man diese überhaupt bekommt.

Eine Möglichkeit zur Behandlung, wenn man gar keine Literaturhinweise hat, wäre mit den schwächsten Reagenzien anzufangen. Falls sich nichts tut, kann man zu stärkeren Lösungsmitteln übergehen. sobald sich etwas tut, kann man es dabei belassen bis alles weg ist oder man traut es sich zu und geht noch einen Schritt weiter, um den Lösungsprozess eventuell noch zu beschleunigen.

Die Kritik, dass aus den Tabellen nicht zu entnehmen ist, welche Minerale nachgewiesener Weise stabil sind, ist daher natürlich berechtigt. In dem Punkt stimme ich dir auf jeden Fall zu, dass es nützlich wäre zu wissen welche Minerale untersucht wurden, keine Beeinflussung zeigen und daher eher bedenkenlos behandelt werden können. Ich habe mir dazu auch mal die von dir genannte Internetseite angeschaut. Erst einmal danke für den Link, da mir die Seite noch nicht bekannt war. Inhaltlich sind die Tabellen ähnlich aufgebaut wie in dem Buch. Die Reagenzien sind hier einzeln aufgelistet, während sie in dem Buch teilweise zusammengefasst sind. Es sind zudem 2 Säuren mehr enthalten, die auch ich häufiger einsetze. Vorteilhaft ist auf der Internetseite zweifelsfrei, dass auch die Minerale enthalten sind, die gar keine Reaktion gegenüber allen aufgeführten Reagenzien zeigen. Nachteilig ist allerdings, dass auf der Internetseite nicht zu erkennen ist, welches Reaktionsverhalten noch nicht untersucht wurde. In dem Buch sind die nicht untersuchten Reaktionen mit "?" gekennzeichnet.
Vom Ansatz her müssten die Reaktionsverhalten sämtlicher Minerale in Kombination mit den verschiedenen Chemikalien erst einmal als unbekannt angenommen und auch so gekennzeichnet werden. Aus der Literatur und durch eigene Erfahrungen kann man dann die vielen Felder ausfüllen, so dass man erkennt, welches Mineral wie reagiert (unter vorher definierten Bedingungen). Trotzdem kann das gleiche Mineral, von einer anderen Fundstelle als das untersuchte Material, ein anderes Reaktionsverhalten zeigen. Dieses Problem ist nur sehr schwer in den Griff zu bekommen. Wenn ich die Tabellen aus dem Buch und der Internetseite so miteinander vergleiche, ergeben sich zum Teil gewaltige Differenzen. Aus eigener Erfahrung würde ich mal dem Buch, mal der Internetseite Recht geben. Dieses Problem zeigt womöglich auch wieder wie unterschiedlich gleiche Minerale von verschiedenen Fundorten sein können. Vielleicht waren die Versuchsbedingungen aber auch einfach nur sehr unterschiedlich. Zudem fehlen auf der Internetseite besonders im Bereich Schwefelsäure viele Kreuzchen.
Als Fazit kann man sagen, dass sowohl die Tabellen im Buch als auch auf der Internetseite gut, aber noch verbesserungsbedürftig sind.
Ich würde die Tabellen in dem Buch als Grundlage nehmen und gegebenenfalls die Infos aus der Internetseite hinzuziehen. Das Buch hat zudem einen umfangreicheren und mit vielen nützlichen Infos gespickten Textteil zu den einzelnen Behandlungsmöglichkeiten, der sich häufig als sehr hilfreich erweist.

Das Felsenmammut

cmd.powell:
Ich halte es für ziemlich Unsinnig, bei diesem Thema auf sowas wie "Gottes Wort" zu hoffen: Das Mineral XYZ, nach Möglichkeit auch noch was richtig seltenes wie Samsonit, ist in Chemikalie A, B und D löslich, in C und E nicht - - - boff, wer soll sowas den bitteschön untersuchen ? Die Tabellenwerke sind gute Nachschlagewerke und geben nützliche Hinweise, mehr nicht. Da jetzt auf eine verbindlich Allgemeingültigkeit zu hoffen, ist doch sehr Blauäugig.
Wie schon erwähnt wurde, muß man immer erstmal Vorsichtig vorgehen, vielleicht auch mal das gedruckte Wort in Zweifel ziehen und selber experimentieren. Wenn man zu einem gescheiten Ergebniss gekommen ist, sollte man das aufschreiben - fertig.

Merapi:
Hallo Mineralienfreunde,

das Buch gibts auch bei http://www.krantz-online.de


Liebe Grüsse, merapi

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