Hallo Maria!
Das kann durchaus sein! Mangan ist neben Eisen ein sehr häufiger Bestandteil von Gesteinen und den Böden, die sich daraus gebildet haben. Wie Eisen bzw. dessen Oxide und Hydroxide wird es unter sauerstoffarmen Bedingungen im Grundwasser gelöst und an geeigneten Stellen in höherer Konzentration wieder ausgefällt. Geeignete Stellen sind dabei alle Punkte, an denen Sauerstoff ins Grundwasser gelangt (z. B. an Quellaustritten, Gesteinsklüften) oder der pH-Wert der Lösung verändert wird (z. B. durch Pflanzenwurzeln und ihre Ausscheidungen, oder durch verrottendes organisches Material). Mangan kann dann poröse Aggregationen bilden.
In größeren Mengen entstehen Manganablagerungen im Redox-Bereich von Böden, das kann oft der Bereich sein, wo das verwitterte Gestein (bodenkundlich: C-Horizont) in den eigentlichen Boden (B-Horizont) übergeht. Dieser Bereich ist mal von Vernässung (Reduktion -> Mobilisierung von Mangan und Eisen) und mal von Austrocknung (Oxidation -> Ausfällung von Mangan und Eisen) betroffen. Die Manganaggregierungen umschließen dann auch verwitterte Gesteinsfragmente, so ist vermutlich der Einschluss in dem abgebildeten Stück dort hineingekommen.
Zum Alter: Solche Prozesse laufen natürlich ständig in Böden und oberflächennahen Gesteinskörpern ab; Mangan- und Eisenanreicherungen lassen sich auch in Böden und darunterliegenden Gesteinskörpern beobachten, die erst in historischer Zeit durch Änderung der Nutzungsart in eine Form überführt wurden, die solche Anreicherungen zulassen. Es geht also eher um Jahre und Jahrzehnte als um Jahrmillionen...
Gruß,
Triassammler