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Geotop pro und kontra

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endeavour-minerals:

 uuups, da ist ja mein Beitrag wieder, na super.Er wurde dann wohl verschoben.

Nun zur Fundstelle am Seebachfelsen worum es eigentlich ging. Diese Fundstelle ging nach der Wende wie auch ein Großteil des Thüringer Waldes an den Fürsten, zum Austausch gegen das Gothaer Schloss. Bis vielleicht Mitte bis ende der 90er war sammeln gegen eine Gebühr dort erlaubt. Auch Löcher buddeln!!! Das Areal hat etwa eine Größe von 1Hektar.Nach dem einige Sonntagssammler ihren Unrad wie Bierbüchsen usw. dort liegen gelassen haben, hat man dies als Vorwand genutzt die Fundstelle "dicht" zu machen. In der Zeit wo dort sammeln erlaubt war kam es zu keinerlei Unfall und meines Wissens danach auch nicht. Wer die Fundstelle kennt weiß das es je nach Teufe sich der Inhalt der Kugeln ändert, ab ca 3m kommt dann auch noch Fluorit dazu. Übrigens wollte auch die Bergakademie Freiberg dort eine Grabung vornehmen, was aber an dem schwierigen Gelände scheiterte.
Heute finden so gut wie keine Grabungen mehr statt, das Verbot macht tiefe und somit auch sichere Grabungen unmöglich. So das nun zu den Hindergrundwissen welches ich zu Thematik habe. Wobei man noch dazu sagen muss, das die Suhler Gruppe diesbezüglich am intervinieren ist, das Ergebnis ist da aber noch offen.

Nun zu den Geoparks: Diese sind keine Behördenwillkür, sondern hier stehen handfeste wirtschaftliche Interessen dahinter. Die wirtschaftlichen Interessen sind Tourismus und der hat in der Region Friedrichroda durch aus Bedeutung. Zuerst sind es Politiker und dann kommen erst die Ämter, in diesem Fall das zuständige Geologische Landesamt. Ein solche Projekt muss bei der zuständigen EU Kommission eingereicht werden und wird von dort auch dann finanziert. Das Regelwerk für Geoparks lässt sammeln wie wir es kennen nicht mehr zu und gilt Bundesweit ,sogar  EU weit. Ich habe die Geopark Geschichte auch hier in Nordhessen schon durch. Der Status kann aber auch wieder aberkannt werden.

Nun zu dir caliastros: Ich habe in keinen Beitrag Heulerei festgestellt, in der Form wie du es anderen Unterstellst. Was soll das also! Du bringst mit deinen Beiträgen die Sammlerschaft erst recht in Verruf. Deine Mutmaßungen, deine Rückschlüsse usw. sind einfach an den Haaren herbei gezogen. Der Mensch verallgemeinert nun mal sehr gerne und somit sind halt schnell alle Sammler Kriminelle. Ich hoffe das dir dein Verhalten klar ist.

So und damit ist das Thema für mich erledigt.

Gruß Ingo , der aber nicht grundsätzlich gegen Geopark´s ist

caliastos:
die müllsache ist für einen privaten grund genug verbote zu erlassen. generelles verbot verhindert halt auch den müll. deren entscheidung. da kann man sich ruhig auf den kopf stellen. wie und warum steht halt nur zur diskussion, wenn man nichts zu melden hat. auf dem eigenen grund kann man machen was man will. das ist kein vorwand, sofern einen die buddelei nicht mit der zeit störte. und wenn man keine fremden haben will dann bitte. deren entscheidung.

wenn die behörden sich von parks geld versprechen, nun, dann ist das deren sache wenn nichts rüberkommt. allerdings hat der sammler auch hier nix zu melden. wo sammeln erlaubt ist kann man es machen und wo nicht war's das.

und nur so als tipp: ich würde private anfeindungen mal in eine pm verfrachten.
wenn ich allgemeine vormulierungen anstelle spreche ich dabei keinen direkt an. nur mal ließt in jedem dieser themen immer unterschwellig mit wie unfair es doch ist, was andere mit ihrem grund anstellen, was den eigenen vorteil schmälert. und nicht zu knapp auch noch wie wenig das einen an sich interessiert was andere vorschreiben, solange es den eigenen ansichten entgegensteht. das ist keine mutmaßung.

und es ist sicher keine erfindung, daß sehr wohl viele illegal graben und das sich immer bei den gleichen fundstellen lauthals beschwert wird. warum sind das immer schneekopf, waldhambach und vielleicht selten st. egidien? da bringe ich nichts in verruf. das sind eben die sammler die sich so wie angeprangert verhalten. also soll man die schwarzen schafe stillschweigend ihr werk tun lassen. na klasse. dann werden alle sammler zu heimlichen akteuren.

wenn dann distanziert man sich davon und sagt eben, daß man mit denen (wenn es so sein soll eben "kriminelle") nichts zu tun haben will. das stellt klar, daß die nicht in die gruppe der sammler zählen, sondern zu denen, die ganz andere namen verdienen. da schadet man niemandem. gäbe es die rücksichtslosen seiten nicht wäre kein problem da. es gibt sie leider und das nicht zu knapp und steigend. da kenne ich inzwischen genug beispiele auerhalb des forums. und es sind bei weitem nicht vorwiegend jüngere sammler, die es nicht besser wissen oder geld suchen.

aber wozu führe ich das auf wenn's eh nur wenige interessiert.

berthold:
Hallo,

unabhängig von bestimmten Fundstellen: Bitte nicht alles in einen Topf werfen: Geotop, Geopark, Fundstelle.

Geotop
Zunächst bleibt mal festzuhalten, dass (in den meissten oder allen Bundesländern ?) alleine der "Geotop"-Status keinen Schutzsstatus darstellt. Wenn die Lokalität nicht gleichzeitig z.B. Naturdenkmal oder Naturschutzgebiet o.ä. ist dann bestehen keine weieren Einschränkungen was z.B. das Mineraliensammeln betrifft. Die wenigsten Geotope sind übrigens Mineral/Fossilfundstellen  nur einige wirklich herausragende sind als Naturdenkmal/Naturschutzgebiet geschützt. Und wären die nicht geschütze - ich behaupte, die wären nicht mehr da oder böten ein Bild das keiner will. 

Geopark
Das ist eine regionale Oraganisation die versucht Interesse für die Erdgeschichte anhand der vorhandenen Geotope zu wecken. Die haben keine -über des Jedermannsrecht hinausgehende- Möglichkeiten. Auch "Geopark-Rancher" sind keine Polizisten die gegen Mineralien- oder Fossiliensammler vorgehen könnten sondern (Fremden-)Führer mit Geo-Wissen.

Fundstellen
Mineral- und Fossilfundstellen ziehen leider nicht nur Sammler, Geotouristen und Wissenschaftler an. Es sind von grenzenloser Raffgier getriebene Typen, die einmal in eine Fundstelle eingefallen, alles kaputt machen. Da werden metertiefe Löcher gegraben - und offen gelassen, da werden Bäume untergraben bis die kreuz und quer liegen, da werden alte Stollen aufgemacht - und offen gelassen, da wird gesprengt, da wird Saat und Anpflanzungen zertrampelt. Alles natürlich ohne Erlaubnis, möglichst als Nacht- und Nebelaktion, man will sich ja nicht erwischen lassen. Ich könne in den über 35 Jahren meiner aktiven Sammlertätigkeit viele Fundstellen aufzählen wo das so gelaufen ist. Die Entwicklung lässt sich oft dadurch erahnen, dass auf den regionalen und überregionalen Börsen plötzlich mehrere Tische vollgepackt mit oft guten Funden einer Fundstelle auftauchen. Durch den sehr aktiven "Abbau" sind zu dieser Zeit die Funde gut, aber nicht lange. Spätestens wenn der Raubbau offensichtlich wird, wenn Unfälle auftreten oder land- oder forstwirtschaftlicher Schaden die Tolenranzgrenze der Eigentümer überschreitet ist es vorbei. Manchmal konnten die Reste unter Naturschutz gestell und als Geotop erhalten werden, häufiger leider nicht.   

Gruß
Berthold

Psaronius:
Hallo,
können wir den letzten Beitrag von Berthold nicht als eine Art Schlußwort gelten lassen ?!
Irgendwie artet das hier wieder in eine endlose Diskussion aus, die nichts bringt (Weil einige keine Argumente akzeptieren wollen ?!) und die in ähnlicher Form hier schon einige Male ablief...Falls einer noch Probleme hat, soll er die vorherigen Beiträge nochmal intensiv lesen und ganz unvoreingenommen die Argumente für sich selbst prüfen...
Gruß
Psaronius

caliastos:
dito, ok, vorschlag angenommen. paßt ja auch sehr gut.  8)

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