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Mineral in der Kreide/Kalk - Neuburger Kieselweiss + "Inoceramenquarzit"
Helicat135:
Hallo,
ich war neulich in Neuburg an der Donau sammeln.
Dort suchten wir u.a. in einem Werk, in dem ich dachte, Malmkalke vorzufinden. Nun erfuhrt ich, dass dies sog, Kieselweiss ist, also KREIDE.
In der Kreide/Kalk (what ever) waren "Einsprenglinge" - sah etwas aus wie Hornstein, war aber deutlich rauher und mit glänzenden Partikeln. Vielleich etwas Richtung weisser Sandstein, vom otpischen.
Hat irgendwer eine Idee, was das ist?
Blackminer:
Um die Diskussion anzustoßen!
Schick mal ein Bild von dem zweifeilhaften Stück.
Den Begriff Hornstein würde ich erstmal nicht so einsetzen.
Der Begriff "Hornstein" gehört in die Quarzgruppe. Passt bei dir sicher auch z.T.
Doch gibt es Unterschiede in der Bezeichnung.
Lt. Rösler ist der Hornstein eine Variätät des "Feuersteins".
Im Erzgebirge werden viele Bildungen (ist schlecht zu beschreiben, muss man sehen) als Hornstein bezeichnet.
Also, kann Hornstein auch eine regionale Bezeichnung sein.
Viele Grüße!
Helicat135:
Also erstens, ich habe davon kein Foto alldieweil ich das Ding , oder besser eins davon, nicht mitgenommen habe.
Stell Dir mal bitte so einen Klak/kreiseklumpen vor, der ist reinweiss und hat diese Einsprenglinge. Von weitem sieht das aus wie auf Rügen der Flint. Nur weiss.
Nun hast Du es aber in der Hand und es ist rauh von der Oberfläche her. Und spröder als Flint. Im Sonnenlicht erkennst Du einzelne, verwachsene Kristalle und das ganze Ding klitzert. Kennst jemand den Laaser Marmor? So ähnlich wirkt das....
stoanklopfer:
Hallo!
Wenn ich "Kieselweiss" lese, dann gehe ich davon aus, daß es sich um ein "kieseliges" Sediment handelt, nicht um (karbonatische) Kreide. Ich kenne einige Vorkommen in Österreich, in denen sog. Diatomit abgebaut wird. Dabei handelt es sich um z.T. mächtige Ansammlungen von kieseligen Gehäusen von i.w. Diatomeen (Kieselalgen). Könnte es vielleicht sein, daß auch dieses Vorkommen ein Diatomit ist?
stoanklopfer
stoanklopfer:
Nochmals Hallo!
Habe mich soeben durchgegoogelt zu www.hoffmann-mineral.net (hätte ich schon vorher tun sollen). Scheinbar - nach den Materialspezifikationsblättern - handelt es sich um ein Quarz-Kaolinit-Gemisch, das hier gewonnen, veredelt und vertrieben wird. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß darin "hornsteinähnliche" Einschlüsse zu finden sind. Kaolinitische Erden entstehen v.a. durch tiefgreifende Verwitterung (speziell in tropischen Bereichen), bei der im fortgeschrittenen Stadium durchaus auch SiO2 frei wird und entweder aus dem System abgeführt (bei starkem Lösungsumsatz) oder in Form von kieseligen Knollen und Lagen angereichert werden kann (bei geringer "Auswaschung").
stoanklopfer
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