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Autor Thema: Grünes Mineral?  (Gelesen 14808 mal)

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Offline stoanklopfer

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Re: Grünes Mineral?
« Antwort #15 am: 04 Oct 08, 04:47 »
Hallo guldgruva,

Du hast doch erwähnt, daß Du das Stück Nr. 1 als Flußgeröll nahe Ischgl gefunden hast (wofür ja auch die Form und Abrollung sprechen). Warum also die Frage nach dem "Muttergestein"? Ich nehme an, daß Du damit sagen willst, neben dem grünen Anteil ist an dem Geröll noch Kalk (Kalzit) festzustellen. Das wäre nicht weiter verwunderlich, solche Mobilisate enthalten neben Quarz und Feldspat auch häufig Kalzit als Bestandteil. Ist auch durchaus in "kristallinen" Gesteinen nichts Ungewöhnliches. Im Einzugsbereich der Trisanna um Ischgl ist es jedenfalls sehr unwahrscheinlich, Kalke als "Muttergestein" vorzufinden. Im ersten Foto glaube ich jedenfalls (im hinteren unscharfen Bildteil) eine gneisartige Textur zu erkennen. Trotzdem sind natürlich solche "Bestimmungen" anhand von Fotos immer mit Vorsicht zu geniessen.

mfG
stoanklopfer

Offline guldgruva

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Re: Grünes Mineral?
« Antwort #16 am: 04 Oct 08, 12:17 »
Hallo stoanklopfer,
Flussgeröll nahe Ischgl...ja das ist korrekt.
Nun als "Muttergstein" hab ich es bezeichnet, weil Kalk an dem Stück für mich den größten Anteil ausmacht. Für mich sieht es so aus, als bestünde das Stück aus Kalkstein mit grünen "Adern" durchzogen und z.T. grün überzogen. Der Überzug variiert in der Stärke schätzungsweise zwischen Bruchteilen von 1mm bis hin zu 2mm.
Ich habe mal noch ein Bild (5) reingestellt, da das "Muttergestein" auf den Bildern 1/2 nicht wirklich zu sehen ist. Das Bild ist während der Härteprüfung entstanden und es zeigt die noch fehlende Rückseite des ersten Stücks.

Als Gneis würde ich das zweite und das dritte Stück bezeichnen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich nur ein Laie bin, wenn auch ein sehr interessierter  :)
Ich habe mal noch ein Bild (6) davon angehangen.

LG und vielen Dank guldgruva

Offline stoanklopfer

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Re: Grünes Mineral?
« Antwort #17 am: 05 Oct 08, 04:45 »
Hallo guldgruva,

die neuen Bilder bringen etwas mehr Klarheit in die Geschichte. Das erste Stück dürfte ziemlich wahrscheinlich ein derartiges Mobilisat wie beschrieben sein, allerdings ist die endgültige Bestimmung immer noch mit Unsicherheit behaftet. Das zweite ist jetzt klar: eindeutig Amphibolit (dunkel: i.w. Hornblenden, hell: Feldspäte), das grüne sind dann Epidote auf einer Kluft.

Hoffe, etwas gehoflen zu haben

stoanklopfer

Offline guldgruva

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Re: Grünes Mineral?
« Antwort #18 am: 05 Oct 08, 10:35 »
Hallo stoanklopfer,

Dankeschön  :)
Das hätte ich nie selbst bestimmen können. Dann werde ich jetzt mal ein Etikett basteln. Die Unsicherheit der Bestimmung durch Bilder werde ich mit dem Zusatz "ziemlich wahrscheinlich" berücksichtigen  ;D
Ich danke auch allen anderen Helfern. Habe viel gelernt und kann mich jetzt an die Bestimmung meiner anderen Funde wagen. Wenn ich nicht weiterkomme weiß ich ja, dass mir eine nette Sammlergemeinde gerne weiterhilft.

LG guldgruva

 

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