Hi Leute,
jaja, das Etikettieren. Wer mich kennt, kennt mein Problem damit. Ok, Computer können das, und ich habe viele Jahre es so gemacht wie viele, die den PC als Druckmaschine missbrauchen. Mein Problem war, daß ich ein, zwei Etriketten brauchte, und dafür entweder einen ganzen Etikettenbogen versabbelte, oder ewig lang versucht habe dem schei..PC beizubringen, daß er in die Blattmitte drucken soll, denn da befand sich noch ein Etikett! Und wenn die Tintenpi..erpatrone mal nicht eingetrocknet war, kam sogar mal ein Etikett heraus.
Das Ende vom Lied war, daß ich zwar einige schöne Etiketten hatte (wenn der Drucker das Etikett nicht gefressen hat, Klebeetiketten auf Druckerandruckrolle ist ein Abenteuer der besonderen Art) aber die anderen 12ooo Stück nicht. Und alleine die Vorstellung der Arbeit hat mir fast den Verstand geraubt. Und wie das so ist, wechselten die Stile der Etiketten und die Sammlung sah aus, wie ein Wurschteldurcheinander der übelsten Art. Nachdem einige der hochertigen Etikketten anfingen gelb zu werden, herunterfielen usw. hab ich endgültig die Schnauze voll gehabt. Und das in Zeiten, wo im Jahr locker mal 500 bis 1000 Stücke dazu kamen. Zum Glück hat sich Letzteres gelegt, meine Abneigung gegen Etiketten auf Klasichdöschen aber nicht!
Seit dem, schreibe ich mit Eding den Fundort hinten auf die Döschen, die Dose selbst bleibt völlig unangetastet. Eines Tages werde ich mein Geschreibsel mit Klebeetiketten überdecken...eines Tages! Und die Vitrinenstücke bekommen ein Pappetikett hinten drauf geklebt
Nun erkenne ich zwar nicht mehr mit einem Blick, was in der Dose ist, aber was solls, schaue ich einfach zweimal hin. Es ist doch meine Sammlung, die steht bei mir zuhause und da brauche ich weder meinen Namen auf jedes Stück zu schreiben, noch irgendwelche Indexnummer drauf zu pappen. Die ändern sich Dank unserer rührigen Wissenschaftler eh alle zwei Jahre, was bedeutet, nach vier Jahren kann ich meine Sammlung neu etikettieren. Nöö! Und wenn ich mal partout was nicht finde, ist es auch egal, bei der Suche nach dem Objekt der Begierde sind mir zwei Dutzend andere Objekte aufgefallen die man sich durchaus mal wieder anschauen könnte. Und gut ist es!
Lustig finde ich immer, wenn Leute auf ihre Privatsammlungsstücke ihren Namen schreiben, deutlich lesbar auf einem Micromountetikett, aber dafür steht nach guter franz. Sitte als Fundort nur noch soetwas wie: Pad-Tist, 11..soll heissen Padern-Tistoulet im Departement Aude, Südfrankreich. Klasse, ich weis zwar von wem es kommt, aber nicht woher! Mir entgeht der tiefere Sinn einer solchen Tat.
Ganz toll ist " Martin Mustermann Collection", Collection ist ja so international, aber Schwefel auf dem Namesetikett. Ich kannte sogar mal jemanden, der hat seine in Deutschland befindliche Sammlung aus rein deutschen Mineralien mit den englischen Namen beschriftet! Man ist ja sowas von international...geradezu kosmopolitisch. Der hatte zwar keine Ahnung wo Tsumeb liegt, aber Galena klingt nun mal besser als Galenit oder Bleiglanz!
Und als Chaot der Sammlungskultur, pflege ichnatürlich auch keine Datenbank. Ich finde es immer wieder niedlich, wie Leute elend viel Arbeit darin investieren nur um das, was sie eh schon haben, schwarz auf weiss abzubilden. Welchen Sinn macht das? Und ehrlich, wenn ich nicht mehr weis, ob ich einen Anatas aus dem Val Val habe, ist es mir auch wurscht, wenn ich einen kriegen kann nehme ich ihn halt. Dann hab ich zwei, ist sowieso besser als einer!
Mein Hauptproblem mit der Datenbank war allerdings, daß bei meinem stetigen "rein und raus" der Sammlung mehr mit dem aktualisieren der Datenbank beschäftigt war als mit den Mineralien selbst. Diese sind zu Archivierungsobjekten verkommen.
Was ich aber in Kürze anfangen werde ist eine Literaturdatei. Ich nehme immer wieder ein Stüfchen in die Hand, und dann hab ich so daß Gefühl, über den Fundort mal was gelesen zu haben. Ist es nun irgendwo in den 30 Jahrgängen Lapis, in den 20 Record oder in den Mines&Minerals...oder war es doch in den Newsletter! Das ist zum verrückt werden. Meine Stüfchen dazu finde ich schnell, ich hab ja Zeit, es ist ja ein Hobby. Aber wenn ich was nachlesen will, und finde zum verrecken den Artikel nicht, dann werd ich....ungehalten!
So hat halt jeder seine Sammlungskultur..ich hab ne Sammlungssubkultur.
In dem Sinne, Glück auf
Ulrich