Meine Handstufen bekommen einen Gewebeklebestreifen (Betriebsmittel Kennzeichnungssystem aus dem Vorcomputerzeitalter für Schaltgeräte). Diese sind fast 50 Jahre alt und kleben seit fast 40 Jahren ohne Abstriche zu machen immer noch sehr gut. Die Beschriftung der kleinen Schildchen erfolgt mit einem feinen Permanentfilzstift. Ich schreibe hier nur den Fundort auf. Die Schilder halten mindestens noch 50 Jahre. Dann wäre ich 120 Jahre alt. Sollten sie dann dennoch abfallen stört mich das nicht mehr. die Handstufen kommen auf einen Plexiglas Sockel. Dieser Sockel bekommt dann einen weißen Streifen aus Klebefolie, die vorher als A4 Etikettenfolie mit genauer Beschriftung ( Mineral und Fundort) auf einen Laserdrucker wasserfest gegenüber Tintenstrahldrucker)ausgedruckt wurde. Das Plexiglas beziehe ich aus einer Eissporthalle. Die Banderolen aus dem Plexiglas sollen Zuschauer vor fliegenden Pucks schützen. Diese müssen nach fast jeden Eishockeyspiel ausgetauscht werden, wenn ein Puck sie getroffen und beschädigt hat. Das Plexiglas geht ansonsten in Sperrmüll. Ich säge mir passen de Sockel mit der Stichsäge zurecht und schleife und poliere dann die Kanten.
Die Beschriftung meiner Mikromount Dosen erfolgt ebenfalls über die Klebefolie für Kopierer. Ich habe als Vorlage für die verschiedenen Döschengrößen mir in Word Textfelder mit schwarzen Rand und den Worten Mineral und Fundort erstellt. Diese fülle ich dann mit dem Text. Die Klebeetikettenfolie (ungeschlitzt in A4) formatiere ich in pdf- Format und drucke sie dann mit dem Laserdrucker aus. Die bedruckten A4 Seiten erhalten dann noch eine Kaschierung mit tansparenten Paketklebeband und werden anschließend ausgeschnitten. Das Klebeband macht die Oberfläche abriebfest und hat somit eine dauerhafte Schutzfunktion. Wichtig ist das bedrucken mit einem Laserdrucker, da die Tinte beim Tintenstrahldrucker nicht wasserfest ist und in den Klebestreifen eindiffundiert, was eine verschwommene braune Schrift zur Folge hat. Es muß darauf geachtet werden, daß die A4- Folie eine ausgewiesene gute Haftung besitzt und hochwertig ist. Die Kaschierung mit Klebeband erlaubt es bei Wechsel des Etikettes dieses als Ganzes abzulösen und nicht in vielen kleinen Fetzen.
Meine Sammlung in den Vitrinen habe ich regional gestaltet. Die Beschriftung als Oberbegriff, z.B. Harz oder Erzgebirge habe ich ebenfalls mit der A4 Klebefolie erstellt. Hierzu klebe ich die entsprechenden Streifen auf Stücken eines weissen Kunststoff L-Profil (10x10mm) und stelle es zu dem entsprechenden Themenbereich in die Vitrine.
Meine Micros sind ebenfalls nach Region geordnet. Diese beware ich in A4 -Hartkartons ehem. Prospektkartons), die vorne ein Klebeschild mit dem Fundgebiet (z.B. Namibia haben) auf. Die Unterteilung in den einzelnen Kartons werden dann noch einemal mit kleinen selbstgeferigten Kartons nach den diversen Fundorten (z.B. Tsumeb, Berg Aukas, Aris usw.)unterteilt.
Zur Kennzeichnung erhalten diese Unterkartons einen beschrifteten Streifen auf weissen Karton der als L-gefaltet in diese gestellt wird.
Da die A4- Kartons alle gleiche Größe haben, kann ich sie im Schrank übersichtlich mit der Beschriftung nach vorne Stapeln.
Ich halte diese Art von Beschriftungen besser als nur eine Datenbank die regelmäßig einen Backup unterliegen muß.
Lose Beschriftungszettel unter einer Stufe sind Mist. Eine wunderschöne und hochwertige Mineraliensammlung geschenkt. Der Erbe hat in Unkenntnis die meisten Schilder entfernt und sie ins Altpapier getan. Die Stufen wurden dann unverpackt in einen großen Karton gelegt und sollten dann entsorgt wrden.
Ein anderer Kollege hat eine Mineraliensammlung bekommen, die ein Britischer Händler zum grössten Teil aufkaufte.
Die Stufen waren nummeriert und es gab dazu ein Begleitheft. Die Stücke, welche nicht in die Zielgruppe des Händlers passten (große Stufen, heimische Stufen und Kleinstufen) bieben zurück. Das Heft aber war in England. Zum Glück haben wir es dann zurückgeschickt bekommen.
Fazit: Stücke sollten einzeln beschriftet, wenn auch nur mit Fundort, werden. Die Etiketten sollten mindesten doppelt ausgeführt werden.
Dies verhindert traurigen Geomüll.
Liebe Grüsse Frank-Detlef Paul