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Autor Thema: Eure Etiketten  (Gelesen 64972 mal)

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Haldenschreck

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #30 am: 05 Nov 08, 07:55 »
Eine Frage ist allerdings: der Vorschlag mit dem gefaltete Papierträger und dem andersfarbigen
Boden, dann müste ich ja die Stufe auf das Papier kleben. Die sitzt dann aber nicht ganz fest, oder klebt
man diesen Teil an den Boden der Dose. Letzteres ist allerdings noch mehr Arbeit... :-\
Ick wees nit, ick wees nit.

... es reicht aus, wenn man den karton (besser als papier) mit einer lochzange bzw. mit einem stanzeisen durchlocht, dann klebt der kitt direkt am dosenboden. ist eine sekundensache.
nachteil: manche kitte fetten leicht aus. dann gibt es manchmal einen unschönen randum das loch herum.

Offline uwe

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #31 am: 05 Nov 08, 20:12 »
Hallo Don,

mit der Kompatibilität uralter Programme habe ich keine schlechte Erfahrung gemacht.  Als ich mir vor etwa 14 Jahren den ersten Computer gekauft habe, war da als Office "Lotus" aufgspielt. Mit dem darin enthaltenen Datenbanksystem "Approach" habe ich meine Sammlung aufgebaut. Jetzt habe ich einen Computer mit 4 CPUs, 1000 GB und Vista als Betriebssystem. Appoach habe ich probemlos installiert und es läuft genau so gut wie vor 14 Jahren. Der einzige Nachteil ist allerdings, das vermutlich außer mir niemand mehr mit Lotus arbeitet.

Ich bin froh, niemals Mikrosoft Access benutzt zu haben.

Gruß
Uwe

Offline guefz

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #32 am: 05 Nov 08, 20:50 »
Hallo,

wenn man eine Datenbank verwendet, die in der Lage ist, die Daten als SQL zu exportieren, wird es auch möglich sein, diese in eine andere Datenbank Software zu importieren. Zumindestens habe ich auf diese Weise schon mal Daten von MySQL (Linux) nach MySQL (Irix) transferiert (für Fachleute: Little-/Big-Endian Problem).

Günter

Offline triassammler

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #33 am: 05 Nov 08, 22:47 »
Hallo,

Lotus (zumindest das Datenbankprodukt Lotus Notes) blüht und gedeiht - es soll sogar ganze Firmen geben, die ihre internen Abläufe damit verwalten *muhahahaaa*

Aber privat würde ich das nicht einsetzen. Entweder SQL-Datenbanken, oder der gute alte ANSII-Textexport mit festen Trennzeichen (csv).

Seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken, zusätzlich zu Etiketten bzw. direkt auf den Stein aufgebrachten Inventarnummern RFID-Tags einzuführen. Zugegeben, das ist eine reine technische Spielerei für denjenigen, der auch nach Büroschluss noch nicht den Kanal voll hat, aber ich verspreche mir damit ein wesentlich leichteres Auffinden einzelner Sammlungsstücke in den Schränken und dazu berührungsfreies (!) Auslesen der wichtigsten Daten zum Objekt. Die physische Haltbarkeit und die Datenbeständigkeit der Tags ist ähnlich gut - oder schlecht, je nach Blickwinkel - wie der von CDs oder DVDs zur Datensicherung. Wichtig ist mir dabei, dass Objekt und Information direkt miteinander verbunden sind, indem das Tag bspw. per Heißkleber auf der Rückseite des Steins oder, wenn nicht anders möglich, zumindest in der Dose/Schachtel angebracht wird.

Über einige allgemeine Überlegungen zum Thema und der dazu benötigten Hard- und Sofware bin ich aber noch nichtr rausgekommen. Primär ist mein Problem, dass ich noch keinen Anbieter gefunden habe, der Tags in annehmbar kleinem Format in hohen Stückzahlen günstig anbietet. Vielleicht hat da jemand einen Tipp? Ansonsten warte ich auf die weitere Miniaturisierung samt Preisverfall  8)

Gruß,
Triassammler

Offline uwe

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #34 am: 06 Nov 08, 13:57 »
Hallo Triassammler,

das Problem mit den Nummern auf der Rückseite der Stufe habe ich wie folgt gelöst:

Mit dicker Latexfarbe weiß male ich mit Hilfe eines kleine Pinsels auf einer geigneten Stelle der Rückseite eine annähernd rechteckige Fläche. Nach dem Trocknen schreibe ich mit einem Fineliner die Nummer darauf und decke nach dem abermaligen Trocknen mit farblosen Lack ab. Das mach ich aber nur mit größeren Stufen, die bei mir nicht eingedost werden.

Ich vermute Lotus ist so alt, daß sich Mikrosoft nicht die Mühe macht dagegen mit einer Systemunverträglichkeit anzukämpfen. Es läuft aber wirklich wie geschmiert ohne daß ich jemals Probleme hatte.

Gruß
Uwe

Haldenschreck

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #35 am: 06 Nov 08, 16:55 »
Seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken, zusätzlich zu Etiketten bzw. direkt auf den Stein aufgebrachten Inventarnummern RFID-Tags einzuführen.

hallo triassammler,
na das nenne ich innovativ. hut ab, tolle idee. :)

 ich hatte 'mal mit dem gedanken gespielt, auf die stufen barcode-aufkleber anzubringen und bei bedarf abzuscannen, um so alle informationen sofort dargestellt zu bekommen. abgehalten hat mich bisher die "optische verschandelung" der stufe. besonders bei vitrinenstufen müßten die barcodes frontal sichtbar sein, das gefiel mir nicht. bei "dosenware" ist das kein problem.

haldenschreck

Offline triassammler

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #36 am: 06 Nov 08, 19:14 »
Hallo!

@uwe:
Zitat
Mit dicker Latexfarbe weiß male ich mit Hilfe eines kleine Pinsels auf einer geigneten Stelle der Rückseite eine annähernd rechteckige Fläche [...]
Ja, genau so mache ich das auch. Das mit dem RFID ist ja nur eine Spielerei - brauchen tut man es nicht wirklich.

@Haldenschreck:
Zitat
auf die stufen barcode-aufkleber anzubringen und bei bedarf abzuscannen
Das hatte ich mir früher mal überlegt, aber hatte dann - neben der Größe der Kleber - auch Bedenken, was die Beständigkeit (Stichworte: Abschabungen, Reaktion mit ggf. verwendeten Fossilkonservierungsmitteln) angeht. RFID-Tags hätten den Vorteil, dass es sie als kleine, neutral gefärbte Kunststoffchips gibt, in denen die Elektronik ziemlich sicher eingebettet ist. Der Gag besteht dann im berührungsfreien Auslesen der Daten - je nach Einstellung der Empfindlichkeit des Scanners auf einer Distanz von 0,01 bis 10 m. Mit der Methode wüsste ich auf einen Schlag, in welchem Raum sich ein gesuchtes Stück befindet :D. Weiters gibt es Tags mit unterschiedlichen Datenkapazitäten (hier liegt dann leider auch der Preisunterschied begründet) - vom Billigtag für ein paar Cent, das eine vom Hersteller hartcodierte, weltweit eindeutige ID transmittiert (quasi das Gegenstück zu einer Inventarnummer) bis zu Chips, in die sich etliche hundert Textseiten beliebig einspeichern und auslesen lassen. Ideal wäre natürlich, den kompletten Datensatz der Sammlungskartei zu dem Stück auch auf dem Chip ablegen zu können. Dann kann der PC Feuer fangen, die DVD mit den Sicherungskopien zerkratzen usw., aber solange das Sammlungsstück an sich noch existiert, gibt es auch die Daten. Üblicherweise werden als Haltbarkeit um die 100.000 Lese- und 10.000 Schreibvorgänge angegeben - das sollte ziemlich lange vorhalten ;D

Gruß,
Triassammler

Offline zampano

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #37 am: 06 Nov 08, 21:50 »
Ich bin ebenfalls fasziniert von der RFID-Idee.
Wir alle werden ja bald auch erfasst, warum dann nicht unsere Sammlungsstücke  :)

Ne, wirklich coole Idee.
Vielleicht können wir uns ja zusammentun und dann per Großmengen die Preise reduzieren?
Ich hatte mich noch nicht mit der Technologie näher befasst, wir werden denn die Dinger bespielt,
gibt es da extra Schreib-/Lesegeräte dafür (wohl schon) und wie aufwändig ist das?

Obergenial wäre natürlich auch noch ein Datenabgleich vom PC in alle Sammlungsschränke, wenn sich
z.B. die Systematiknummer ändert  ;D

Ungeahnte Möglichkeiten.
Ach triassammler, was hast du da nur angestellt, noch mehr Gehirnjogging...


Offline Krizu

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #38 am: 06 Nov 08, 22:01 »
Hallo,

der Bürokollege hat mal die Machbarkeit für Proben-ID per RFID in der mich bezahlenden Firma untersucht.  Denn kann ich gegen KAffee bestimmt löchern!

Also:
1.) Wo gibt es die günstig?
2.) Welche würde er empfehlen (ich wette die einfachen Read ohne Write ;-) ) ? Er liebt Datenbanken und Verknüpfungen

Sammlungsgröße würde ich mit 100 bis 1000 angeben 8)

Sonst noch Fragen?

MfG

Frank

Offline limestone

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #39 am: 06 Nov 08, 22:31 »
Hallo,
George Orwell lässst grüßen, vielleicht könnte man ja noch das Wetter vom Fundtag und den Blutddruck beim ersten Anblick der Stufe mit speichern, wäre doch toll.
Ich bleibe bei den altbewährten Papierchen, ist zwar altmodisch, aber schon seit vielen Jahren bewährt.
Glück Auf
Ralf

Offline zampano

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #40 am: 06 Nov 08, 23:35 »
Naja, es geht immerhin um tote Materie und nicht Menschen, da mache ich schon Unterschiede.
Und die Möglichkeiten einer Systematisierung von Sammlungen haben sich in den letzten Jahrhunderten auch entwickelt.

"Schon seit vielen Jahren bewährt" heißt ja nicht, dass es nicht anders oder besser geht.
Ich denke wir müssen über den Sinn solcher Aussagen nicht diskutieren, denn dann wärst du nicht in diesem Forum, sondern
würdest uns Briefe schreiben... ;)

Und vor allem spricht nichts gegen Mehrgleisigkeit, denn eins muss man Papier lassen: es hält
Jahrhunderte oder zumindest mehrere Jahrzehnte, während sich die ersten CDs bereits verabschieden.
Redundanz ist heute das Speichermedium Nummer 1.

Offline triassammler

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #41 am: 07 Nov 08, 00:06 »
@zampano: Das ist der richtige Enthusiasmus ;D
Zitat
wir werden denn die Dinger bespielt, gibt es da extra Schreib-/Lesegeräte dafür (wohl schon) und wie aufwändig ist das?
Genau das. Entweder (semi-)stationär mit PC-Anschluss, oder mobil mit Display und PC-Interface. Vor allem letzteres geht je nach Ausstattung mit mehreren 100 € ins Geld, während man bei ersterem die Logik in die PC-Software ausgelagert hat und entsprechend schlankere Geräte bauen kann. Da geht schon was unter 100,-
Zitat
Obergenial wäre natürlich auch noch ein Datenabgleich vom PC in alle Sammlungsschränke
Was meinst Du, warum mich das Thema so heiß macht? Im Idealfall schreibt man eine Änderung in der PC-Datenbank natürlich auf die Tags zurück. Dabei können einzelne Tags explizit adressiert werden, sprich, Du bestrahlst den ganzen Schrank, es werden aber nur die gewünschten Tags umgeschrieben. Ohne, dass Du die Stücke heraussuchen musst. Hier haben wir natürlich eine der beliebten Katastrophenquellen durch übereifrige Anwender...  ;D

@Krizu: Deine Adresse hab ich ja, ich lege dann noch eine Packung Kaffee bei. Irgendeine spezielle Sorte, oder ist er Informatiker - hauptsache schwarze Brühe mit Koffein in der Tasse, egal woraus hergestellt? ;D
Zu 1) Korrekt!
Zu 2) Nur Read kommt nicht in Frage, dann sind wir ja bei den UniqueID-Tags, die nur eine vom Hersteller vergebene Nummer enthalten. Die kann ich auch weiter mit Edding auf Lack pinseln. Die unterste Klasse bei Write-fähigen Tags bietet m. W. 512 Byte Kapazität (jaja, lacht nur, aber ich hab das Internet auch mal mit einem 1200 baud-Modem angefangen, damals nach dem Krieg gab es ja nichts anderes 8))... Im Ernst: In 512 Zeichen bringt man Inventarnummer, taxonomische Angaben, Fundort und Altersangabe in Kurzfassung durchaus unter. 1 KB wär schon toll, und 2 KB sind m. W. noch ziemlich teuer.
3) Das Format: Ideal wäre 25x25 mm oder kleiner. Den Löwenanteil der Tag-Fläche verbraucht ja dummerweise die Antenne...

Sammlungsgröße: Eher so 2000-3000  :P

@limestone:
Zitat
George Orwell lässst grüßen, vielleicht könnte man ja noch das Wetter vom Fundtag und den Blutddruck beim ersten Anblick der Stufe mit speichern, wäre doch toll.
Warum nicht? Speicherplatz kostet ja nichts mehr...  ;) Je mehr Infos zu einem Stück vorhanden sind, umso wertvoller ist es jedenfalls. Ich denke da allerdings weniger an Wetter und persönliche Befindlichkeit, sondern an Literaturverweise, Profilreferenzen sowie Bearbeitungshistorie der Datensätze. Die Bearbeitungshistorie eines Datensatzes sind die Brandspuren, Kaffeeflecken und Mäusebisse der alten Papieretiketten  ;)

Es geht doch nicht um 1984, sondern a) um eine pflegeleichte Sammlungsinventarisierung und b) um den Spieltrieb des Kindes im Manne  ;D

Alles, was mit der Digitalisierung und Speicherung persönlicher Daten zu tun hat, sehe ich dagegen recht kritisch...

Gruß,
Triassammler

Offline Krizu

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #42 am: 07 Nov 08, 12:36 »
So, das Lesegerät liegt gerade bei mir auf dem Schreibtisch.

Der Kollege schwört auf die 125kHz Technik. Der Preis für die beschreibbaren ist in keiner Relation zum Nutzen. Er programmiert da lieber die Datenbank mit der Unique-ID Zuordnung.

Ein Problem ist die Größe der Tags. Die hier sind rund und wie 2€ groß.  Hinweis auf Firmen gebe ich lieber per PN.

Mfg

Frank

Offline uwe

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #43 am: 07 Nov 08, 18:53 »
Da habt Ihr ja ein äußerst interessantes Thema angeschnitten.

Es wäre zu wünschen, wenn jemand (der ohnehin damit zu tun hat) die Sache im Hinblick auf eine Sammlungsverwaltung (Chip-Beschaffung, Lese- und Schreibgeräte, Preise etc.) im Auge behält und die zusammengefassten Ergebnisse an interessierte Forumsmitglieder auf Anfrage per PM weidergibt. Auch wenn im Moment die Finelinernummen auf weißer Latexfarbe noch üblich sind, wird sich das in den nächsten Jahren sicher ändern. Als ich anfing zu sammlen hatte vermutlich nur die NASA einen Computer.

Gruß
Uwe

Offline Krizu

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Re: Eure Etiketten
« Antwort #44 am: 07 Nov 08, 19:27 »
Hallo,

das Problem ist die Tag-Grösse für die 125kHz. Das sind 2Euro-Grosse Teile und kosten in der einfachen Variante etwas über 1€. Das Lesegerät liegt bei 100€.

Beispielbilder sind bei http://www.easyident.de/ zu sehen. Das soll keine Wertung oder Empfehlung sein!

MfG

Frank

 

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