Servus Juergen,
den Duthaler-Weiss wollen wir mal ganz schnell beiseite legen (Vorschlaege 3 und 6 sind ohnehin wenig sinnvoll) - das koennen wir schon von Berufs wegen besser, wenn nicht sogar sehr viel besser ...

Zur Entfernung von Bewuchs verwende ich i. a. einen stark alkalischen Laborglasreiniger: Reinigerkonzentrat zu entmineralisiertem Wasser geben um eine ca 5 %ige Loesung zu erhalten und mindestens 24h auf das zu reinigende Mineral einwirken lassen. Moose lassen sich danach leicht abspuelen oder abziehen,
bei hartnaeckigerem Bewuchs wie Flechten muss erwaermt und/oder die Einwirkdauer erhoeht werden. Danach koennen die Flechten, so sie sich nicht von selbst loesen, mit einer weichen Zahnbuerste entfernt werden. Das Ganze muss evtl. mehrmals wiederholt werden.
Uebrigens kann man alkalische Reiniger auch bedenkenlos in der Wanne eines Ultraschallbades benutzen

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Du kannst als Sachkundiger nach dieser alkalischen Behandlung und einem Waesserungsschritt ggf. die Stufe mit Chlorbleichlauge und Wasserstoffperoxid (35 %) behandlen, dies hilft oft, aber nicht immer um hartnaeckig haftende Bewuchsreste zu entfernen.
Wurzeln lassen sich so nicht entfernen, da hilft meist nur die Pinzette.
Nach beendeter Reinigung muessen die behandelten Stufen natuerlich noch gruendlich gewaessert werden.
Laborglasreiniger (Neodisher ist relativ teuer) sind im lokalen Chemiegrosshandel zu Preisen von ca 5 Euro/l im 5 l-Kanister erhaeltlich - am Besten nachfragen.
Quarz und viele Silikate sind in der verduennten Reinigerloesung stabil - zur Reinigung von Sekundaermineralien (z.B. Malachit, Azurit ...) sind alkalische Zubereitungen allerdings ungeeignet.
Viel Spass beim Probieren - Schutzbrille nicht vergessen
GA
Harald