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(Holz und) Fisch / Kreide, Brasilien
Helicat135:
Wenn es Dir nur darum geht, dass Zeug loszuwerden und jemanden ne Freude zu machen, dann stelle es bei Ebay ein.
Wenns dann noch etwas einbringen soll, dann hänge eine entsprechend toll klingende Beschreibung dran. Klappt ja scheinbar immer wieder.
Vielleicht ist ja wer bereit, dafür einigermassen was hinzulegen, weil ihm die Stücke gefallen oder er anhand der Beschreibung denkt, es ist was ganz tolles.
Mit einer möglichst realen Aussage über Herkunft und Wert wirst Du wohl nicht sehr weit kommen...
caliastos:
die wertfrage ist wahrlich relativ. denn was du z.b. haben möchtest, weil du sagst es ist das wert, bedeutet das nicht, daß es jemand anderem das gleiche wert ist.
so ein fisch mag vielleicht öfters mal so zwischen 50-100€ angeboten werden. dann aber gibt es läden die verlangen dafür dann gleich 300€. selbst würde ich vielleicht 15-30€ ausgeben, da es nicht wirklich mein fall ist. so, ist das ding nun 15€ oder 300€ wert?
du kannst sammlerwert nicht mit marktwert vereinbaren. wenn dann fragt man nach dem wert einen gutachter oder einen fachhandel. dumemrweise verschätzt sich selbst ein gutachter (der auch sammler sein darf) nicht selten. der fachhändler wird den preis sagen, zu dem er vielleicht kaufen würde oder zu dem er verkaufen würde. bei letzterem kannst du dann 50% mindestens abziehen, da der händler gewinn machen will.
bestimme doch so mal den wert des stückes. das geht halt nicht.
bei dem farnstück ist es ähnlich. da bestimmen, wie bei achaten die fundorte und seltenheit den preis. dazu kommt dann noch farbe, in dem fall noch erhaltung, vollständiges schnittbild, qualität des schliffes. auch nicht so einfach.
bei schliffen mache ich es immer so, daß ich bei stücken, die ich verkaufe erst mal den wert an den kosten festmache. also was haben das material + verarbeitung + versand mich selbst gekostet. das ist für mich der wert mit dem ich stücke in die sammlung übernehme.
wenn ich stücke abgebe versuche ich auf +/- null herauszukommen um in andere investieren zu können. tauschen mache ich ungern, da ich nur selten stücke direkt selber sehen kann. ei schliffen stört mich meist der schliff. viele käufe (außer bei bestimmten personen) lasse ich manchmal teuer nacharbeiten. durch die mehrkosten steigt mein eigener wert.
so, somit habe ich den eigenen materialwert. das heißt aber noch lange nicht, daß ich stücke zu dem preis abgebe. manche nicht mal wenn die kosten bei sagen wie 15€ lagen und man einem 200€ für das stück geboten hat. das hatte ich schon paarmal.
das endet dann darin daß ich bei manchen stücken sage: die selbstkosten +10% aufschlag beim verkauf +evtl. faktor X% wenn ungewöhnlich, besondere farben oder seltener fundort. so, auch nicht so einfach das zu sagen. dann gibt es stücke, die einen bestimmten betrag gekostet haben, der es mir wert war, die ich aber nie zu dem preis losbekäme.
wie also will man nun den preis festlegen? das macht jeder für sich selbst. jemand anderen danach zu fragen ist nicht unbedingt sinnvoll. man kann nach dessen meinung fragen, aber das hilft nur bedingt.
was das farnstück angeht: da würde ich wohl höchstens 20€ hinlegen. zum einen nicht vollständif und die schliffqualität kann ich nicht sehen.
MEG:
Danke danke.
Also, es ist mir nicht neu, dass gute alte Problem mit dem Wert eines Stückes.
Ich weiß, dass immer persönliche Emotionen an nem Stück dranhängen, und so weiter...
Habe oft das selbe Problem.
ABER, in diesem Fall war es ganz einfach ne Frage mit welchem Preis ich die Stücke guten Gewissens hier reinstellen kann.
Ergebnis: 25€ für beide Stücke und fertig.
Vielen Dank allen für eine tolle Diskussion
Gruß
Stephan
Psaronius:
Hallo,
muss bloß noch mal nachhaken, nachdem über die Preisgestaltung so intensiv diskutiert wurde:
Noch ein Beispiel zu der Problematik.
Vor Jahren fuhr ich mit meinem Pkw hier aus den Norden in Richtung Lausitz zum Achatesammeln in die Kiesgruben. Der Fahrweg hin und zurück ca. 600 km. Dann 6 - 8 Stunden suchen, - mit etwas Glück vielleicht 20 - 30 Funde, die etwas versprachen... Zuhause die Stücke trennen, übrig blieben meist nur maximal 5 akzeptable Stücke, die das Schleifen lohnten. Zum Schluß dann meist drei Achate, die in die Sammlung kamen. Die Stücke selber oft nur walnußgroß.
Wenn Du so ein Stück verkaufen wolltest und würdest alles (Zeit, Spritkosten, Arbeits- und Materialaufwand usw.) berechnen, würde ein Preis entstehen, der garantiert nach "Wucher" aussehen würde, und denn man selbst auch nie zahlen würde.
Also sucht man nach einem Kompromiss für beide Seiten und denkt, dass ein Hobby ja nicht unbedingt ökonomisch sein muss...
In diesem Sinne,
Gruß
Psaronius
PS: Helicats Vorschläge halte ich für etwas unfair...
Helicat135:
Meine Vorschläge sind so unfähr wie ungefähr 70% aller Verkäufe funktionieren.
Nehmen wir mal das schöne Beispiel "Heilstein". Ich habe also einen Rosenquarz, getrommelt. Kostet mich im Großhandel nicht mal ne Öhre.
Nun stelle ich´s in meinen Laden oder Ebay oder whatever und beschreibe die heilende Wirkung. Toll. Manche glauben an sowas.
Und, dank Placeboeffekt gehts diesen leuten dann besser, wenn sie den Stein haben. Dafür legen sie auch gerne mal 10,- hin.
Ist das unfair?
Ausserdem wollte ich nur anspielen, dass man eventuell Leute findet, die gerne mehr für das Stück ausgeben, als der tatsächliche Wert ist. Weil es für SIE soviel wert ist.
Du wirst aber kaum was dafür bekommen, wenn Du hinschreibst:
gebe nen billig gespalteten Fisch ab. Wert Null da Massenware.
Dann doch lieber: Schöner Fisch von Fundstelle XX, gut erhalten - was weiss ich.
Wer Ahnung hat kauft es nicht für 30,-, 40,- oder 50,-. Wer´s unbedingt haben will, weils ihm gefällt, der gibt eventuell sogar 100,- aus.
...
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