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Publikation in ..?
berthold:
Hallo,
manchmal ist es nicht so leicht für eine Publikation das geeignete Medium zu finden. Im Bereich Mineralogie/Geologie und deutscher Sprache bleibt überregional eigentlich nur der Aufschluss und mit deutlichen Abstrichen (wenn es mehr als ein einfacher bebilderter Fundbericht ist) Mineralienwelt und Lapis übrig. Besonders problematisch wird es, wenn das Werk einen gewissen Umfang überschreitet.
Nun hat mich ein Bekannter auf den GRIN-Verlag (http://www.grin.com/) aufmerksam gemacht. Die Kombination von online- oder/und als Buch und die Konditionen erscheinen mir durchaus gut. Meine Frage ist nun: Hat da schon jemand Erfahrungen? Und wo ist da ggf. der Pferdefuß?
Gruß
Berthold
aca:
Hallo,
ich habe auch schon mal darüber nachgedacht, sowas zu nutzen.
Aber da neige ich fast eher zu einem downloadbaren pdf file, auch wenn es nicht so schön ist.
Pferdefuss...
Bei Artikeln würde ich eher versuchen, sie in einem "peer-reviewed" Magazin im weitesten Sinne unterzubringen (d.h. das Manuskript wird einem fachkundigen Kreis - idealerweise unabhängigen Wissenschaftlern - zur kritischen Prüfung vorgelegt).
Lapis und Mineralienwelt sind zwar nicht peer-reviewed, aber aus Eigeninteresse quängelig und nehmen deshalb nicht jeden Müll an (meistens wenigstens ;D ).
Das färbt natürlich auch auf die Wertigkeit der eigenen Publikation ab.
Dafür wartet man auch ewig, bis das Zeug tatsächlich gedruckt ist.
Grundsätzlich muss man sich heute natürlich schon fragen, warum man etwas "verlegen" will, wenn es einem nur um die Verbreitung geht. Und da sehe ich - von dem schönen Gefühl mit dem eigenen Buch abgesehen - eigentlich nur noch das Argument mit der kritischen Prüfung.
Gruss
Amir
Schlacke:
Hallo,
zum GRIN-Verlag ist zu sagen, dass es sich u. a. um Referate, Seminararbeiten, Diplomarbeiten usw. handelt. Die Verfasser sind bemüht ihr Wissen und ihre Mühe über einen professionellen "Verteiler" zu Geld zu machen und das teilweise zu einem beachtlichen Preis. Die Arbeiten entstehen im universitären Umfeld und sind sehr oft gut benotet, an der Qualität fehlt es daher nicht!
In meiner Datenbank finden sich 6 Hinweise aus dem Bereich Montanwesen und zum Kauf konnte ich mich nicht entschliessen, es war mir einfach zu teuer. Zwar werden in der Verlagsankündigung Auszüge der jeweiligen Arbeit veröffentlicht, wer sich aber für ein bestimmtes Thema entscheidet, sollte versuchen den Titel zuerst über den Bibliotheken-Leihverkehr zu beschaffen und dann eine Entscheidung zu treffen.
Glückauf!
Schlacke
berthold:
Hallo,
@Amir
--- Zitat ---Bei Artikeln würde ich eher versuchen, sie in einem "peer-reviewed" Magazin im weitesten Sinne unterzubringen
--- Ende Zitat ---
ja klar, nur sage mir bitte auch nur ein Magazin in deutscher Sprache mit dem Themengebiet Mineralogie.
Lapis und Mineralien-Magazin sind Sammler-Zeitschriften, keine Fachblätter für Mineralogie. Folglich sind diese Zeitschriften für die Wissenschaft ungeeignet und werden oft nicht mal zitiert (wer das anders sieht sollte mal im Mineralogical Magazine oder Canadian Mineralogist die Lapis-Zitate zählen).
Die Frage warum in Papierform veröffentlichen ist nicht so leicht zu beantworten. Online-Publikationen haftet immer etwas Vorläufiges, Unverbindliches und Provisorisches an. Irgendwo ist das in der Technik begründet, jederzeit ja änderbar und wer garantiert mir, dass ein pdf online auch in zehn oder hundert Jahren noch verfügbar ist? Und wer jetzt sagt, man kann das ja auf einen Datenträger speichern - und hätte es so langfristig gesichert - dem gebe ich eine alte (3-Zoll) Datensicherungs-Diskette die ich mit meinem Schneider CPC-464 gemacht hatte, die bekommt man nicht mal in eine heutiges (3.5 Zoll) Laufwerk rein, vom Datenformat (dekodieren) und der Frage ob die Magnetisierung gehalten hat mal ganz abgesehen.
@Schlacke
--- Zitat ---zum GRIN-Verlag ist zu sagen, dass es sich u. a. um Referate, Seminararbeiten, Diplomarbeiten usw. handelt.
--- Ende Zitat ---
Bei dem "usw." handelt es sich um die wissenschaftlichen Werke. Die Preisgestaltung für den Leser habe ich mir angesehen. Hmm, billig ist das nicht, aber es bewegt sich in dem Bereich, wie es auch bei online-Zugriff auf wissenschaftliche Zeitschriften-Artikel der Fall ist. Vorteil ist auf jeden Fall Print-on-Demand-Veröffentlichung -ohne Kosten für den Autor- der Arbeit mit ISBN-Vergabe und die Bewerbung in div. Katalogen (Amazon, Libri usw.).
Bislang ist mir nicht klar, wie der Verkaufs-Preis festgelegt wird. Bis zu 40% Honorar sind ja schön, aber wenn der Verkaufspreis zu hoch ist...
Gruß
Berthold
aca:
Hallo Berthold,
das mit dem Dauerhaften, "dann hat man was in der Hand" kann ich gut nachvollziehen.
Ich habe mal jemand getroffen, der hat meine komplette Webseiten-Baustelle ausgedruckt, damals ca. 500 Seiten.
Ich dachte nur "Oje, so ein Aufstand, das ist doch schon veraltet, wenn's aus dem Drucker kommt, ich bastele doch andauernd dran rum, jetzt sind alle sch... Fehler mit ausgedruckt :-X "
Aber er wollte es unbedingt "in echt" haben.
Und es stimmt, so ein Buch, das wäre schon cool. 8)
Was spräche denn gegen eine Veröffentlichung in englischer Sprache?
Artikel zu Lokalitäten aus aller Welt finden sich ja in allen möglichen Blättern.
Und dann ist die Wahrscheinlichkeit, zitiert zu werden, auch grösser.
In deutscher Sprache gibt es eigentlich nur noch die Blätter, die sich mit Reviews an ein allgemein interessiertes Publikum richten, so richtig neue Sachen würden da nicht reinpassen.
Mist, mir fällt gerade kein Titel ein... wird auch eher selten zitiert.
Ich habe aber, was Veröffentlichung in dem Themenbereich betrifft, verglichen mit Dir Null Erfahrung ;D
Irgendwann werde ich mich auch mal drum kümmern müssen, wegen der "coolness" von so einem Buch, sozusagen.
Bisher habe ich noch nie einen Artikel online bestellt, obwohl man bei der Suche im Web ja dauernd auf entsprechenden Seiten landet.
Ich mache mir eine Liste, schicke sie an die Uni-Bibliothek, hole mir die gebundenen Zeitschriften-Wälzer an der Ausgabe ab und
stemme den Zentner zum Kopierer. Habe ich früher an der Uni ja genauso gemacht. ;D
Gruss
Amir
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