Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations
Habe ich Golderz gfunden? / NEIN, angewitterten Biotit
Flinte:
Hallo. Ich bin ganz neu hier und heiße Kay.
Mit Mineralien kenne ich mich leider überhaupt nicht aus. Aber ich habe eine Frage zu einem Fund, die mich brennend interessiert:
Dankeschön schonmal im vorraus.
Vor längerer Zeit war ich mit meinem Metalldetektor bei uns im Wald und habe im ehemaligen Flussbett der Hunte nach Militaria gesucht.
Mein Suchgerät hat dann einen Stein als Edelmetall angezeigt.
Ich habe diesen Stein mit nach hause genommen und auseinandergeschlagen.
Ein übriggebliebenes Stück davon ist mir heute zufällig wieder in die Hände geraten.
Wenn ich es unvergrößert betrachte, sieht es aus wie rosa-weiß-beigefarbener Quarz.
Aber es sind innen überall schwarze Quarzstellen mit goldenen Stückchen bis zu 1mm Größe .
Und wenn ich genau untersuche, sehe ich in einer Vertiefung sogar eine größere Fläche von ca 5mm , wo alles goldene Kristalle sitzen.
Nun meine Frage.
Nachdem ich mir im Internet mal das Bild eines Stückes Katzengold(Pyrit?) angesehen und verglichen habe, bin ich nun zuversichtlich, daß mein Stück viellicht kein Katzengold ist, weil das ganz anders ausgesehen hat.
Ich habe auch mit einem starken Neodymmagneten getestet und keinerlei Anziehung gehabt.
Ich habe gelesen, daß es in Norddeutschland sogenanntes Flittergold geben soll, welches beim Auffinden n erst schwarz ist und dann durch weitere Reinigung seine Goldfarbe erhält.
Kann es sein, daß ich ein Stück Quarz mit eingeschlossenen Goldkristallen gefunden habe?
PS: das Stück vom Stein, das ich jetzt noch habe , wurde gewogen. Es wiegt 22g bei einer Größe von:
4,6cm x 3cm x 0,8cm
Vergrößerte Bilder habe ich auch gemacht.
Flinte:
Jetzt habe ich mit dem Scanner noch ein schärferes Bild von der Oberfläche hinbekommen. Jetzt sieht man auch die goldenen Flitter.
berthold:
Hallo,
anhand der Fotos traue ich mir das nicht zu entscheiden. Insgesamt halte ich das für unwahrscheinlich aber nicht für unmöglich. Ich denke es ist eher Pyrit ("Vertiefung sogar eine größere Fläche von ca 5mm , wo alles goldene Kristalle sitzen")
Infach mal mit einer Nadel einen Ritzversuch machen, Pyrit wird davonbröseln, Gold ist geschneidig.
Gruß
Berthold
PS: Alte Goldsucher-Regel: Wenn Du fragst ob es Gold ist - ist es keines. ;)
minuwe:
Ein normaler Metalldetektor ist nicht in der Lage, Pyrit anzuzeigen. Es kommen aber andere Sachen in Frage, neben Gold z. B. Calaverit, Millerit (nadelförmig), Pentlandit, Pyrrhotin. Man bräuchte in diesem Falle die Härte (unter dem Bino prüfen) und die Säurelöslichkeit. Wenn sich ein Flitterchen in konzentrierter Salpetersäure löst, ist es erst mal kein Gold. Flitter von Pyrrhotin werden vom Magnet angezogen.
Gruß
Uwe
berthold:
Hallo,
es kann natürlich sein, dass der Detektor auf einen anderen Bestandteil des Gesteins reagiert hat, z.B. auf Eisenoxide. Und die wären -in Paragenese mit Pyrit- ja nicht so ungewöhnlich.
Gruß
Berthold
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln