Also was das konservieren von Silber betrifft, so wird in dem Buch "Mineralien reinigen und aufbewahren" das Verfahren beschrieben, das Silber (geht auch mit Kupfer) mit einem lankettigen Thiol - namentlich Hexadekanthiol oder Oktadekanthiol - in n-Butanol zu behandeln. Die Theorie ist (ich hoffe, ich bekomme das noch aus dem Kopf hin

), das sich die -SH - Gruppen an das Silber bzw. Kupfer binden und die "Alkanschwänze" von der Metalloberfläche wegragen (in dem Buch gibt es eine anschauliche Zeichnung), so das diese nicht mehr mit schwefelhaltigen Stoffen reagieren kann - hat ja schon reagiert. Diese Schicht ist monomolekular und - angeblich - völlig unsichtbar. Die Thiole sind nicht giftig und somit ggf. noch irgendwie für Privatpersonen erhältlich sein. Zudem benötigt man sehr kleine Mengen (irgendwas mit 2 g pro Liter).
Ein anderes Mittel bietet Mikon an: Es nennt sich "Kupfer-Silber-Reinigungsmittel" (kann man dort im Shop bestellen) und wird in wasser gelöst. Es funktioniert wirklich gut und Silber läuft auch nach jetzt über einem Jahr nicht erneut an. Kupfer läuft leider doch etwas an. Bei der Behandlung trat bei mir speziell beim Silber das Problem auf, das sich das Silber mit einer mysteriösen rötlichen Kruste überzogen hat, welche aber leicht im Ultraschallbad entfernt werden konnte. Das Reinigungsmittel ist frei verkäuflich, ich vermute mal, das es auf Chromatbasis arbeitet (typische orangerote Lösung, die bei der Behandlung grünlich wird - typisch für Chromat, welches zu Cr
3+ reduziert wird). Chromate und Dichromate sind nachweislich cancerogen und hochgiftig, hinzu kommt, das in dem Mittel auch noch Natriumfluorit enthalten ist. Scheint mir eine kleine Lücke zu sein, das die das Zeug noch verkaufen dürfen, als reine Chemikalien bekommt man diese jedenfalls nicht mehr. Wer sich das Zeug zulegen sollte - bloß Vorsichtig damit sein und jeden Hautkontakt vermeiden (Handschuhe !!!). Nicht verschlucken etc. versteht sich hoffentlich von selbst

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