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Autor Thema: unbekanntes Mineral  (Gelesen 5254 mal)

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Offline BobbyDD

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unbekanntes Mineral
« am: 19 Nov 08, 17:49 »
Hallo,

ich habe eine kl. Stufe im Stbr. bei Bärenstein (Glashütte) mit Azurit und Malachit gefunden.
Daneben sind noch kl. klare, längliche Kristalle drauf.
Das alles ist aber so klein und ich habe nur das eine Stück, so das ich daran nicht experimentieren möchte.

Vielleicht kann das jemand erkennen und vermuten was das sein könnte.
Danke
Mike

Offline Tobi

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #1 am: 19 Nov 08, 17:57 »
Gips, sprich Selenit?

Offline Helicat135

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #2 am: 19 Nov 08, 18:04 »
Aragonit...

Offline thdun5

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #3 am: 19 Nov 08, 18:07 »
Ich würde sagen Gips oder Anhydrit.
Gips lässt sich mit dem Fingernagel leicht ritzen.

Offline -M-

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #4 am: 19 Nov 08, 18:09 »
Hallo,
Aragonit wäre evtl. mgl. - bräuchte man mal ein Detailbild von einem x .
Wie würdest du denn die Kopflächen  beschreiben ?

Gruß -M-

edit: am gewöhnlichsten in dieser Parag. vom FO, wäre eigentlich Baryt - der tritt dort allerdings eher in tafeligem Habitus auf -
da man die xx auf den Bildern leider nicht so gut erkennen kann, würde ich ihn aber trotzdem nicht ganz ausschließen.
Wie gesagt, falls ein besseres Bild nicht mgl. ist, beschreib mal die x-Form etwas konkreter.
« Letzte Änderung: 19 Nov 08, 18:32 von -M- »

Offline schleifer

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #5 am: 19 Nov 08, 21:19 »
Hallo
Von der Paragenese her tippe ich eher auf Cerussit.
Gruß Robert

Offline Conny3

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #6 am: 19 Nov 08, 21:39 »
Hallo,

tippe auch auf Cerussit. Kam da auch Bleiglanz vor? Ist doch die Gegend um Niederschlag oder?

Gruß Conny
« Letzte Änderung: 19 Nov 08, 21:49 von Conny3 »

Offline BobbyDD

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #7 am: 19 Nov 08, 21:51 »
Hallo -M-,

hier noch 2 Bilder. Besser bekomm ich das nicht hin, da ich kein Mikroskop habe.
Vielleicht hilft es ja weiter.
Bei dem Bild 3 ist oben mal die Millimetereinteilung vom Zollstock mit drauf.

Viele Grüsse
Mike

Offline -M-

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #8 am: 19 Nov 08, 22:31 »
Hallo,

zitat: "...kam da auch Bleiglanz vor ?..." : - im Bruch zwar schon,
aber direkt in dem Gang gab es meines Wissens weder Galenit, noch sonst einen
mgl. Pb-lieferant. Das Primär-erz ist wohl Chalkosin + Djurleit, begleitet von etwas
Chalkopyrit, Pyrit und Hämatit. Ansonsten Fluorit, Siderit, Limonit, Baryt, Quarz, und eben
die Cu-sek.-Paragenese, die zumindest hauptsächlich aus Azurit + Malachit besteht.
Soweit jedenfalls die Sachen, die sicher sind.

Mike - der etwas größere x, dessen Querschnitt man rel. deutlich sehen kann -
kannst du da erkennen, ob das eine Spaltfläche oder eine echte Fläche ist ?
Tendiere zu Baryt ...

Gruß -M-


Offline smoeller

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #9 am: 19 Nov 08, 22:40 »
Hallo,

Baryt oder Cerussit. Vom Glanz her würde ich eher Cerusit tippen, aber es könnte auch bleihaltiger Baryt sein.

Glück Auf!
Smoeller

Offline BobbyDD

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #10 am: 19 Nov 08, 22:44 »
Hallo -M-,

ich würde sagen das da Schluss ist mit dem Kristall also eine richtige Endfläche.
Wie gesagt das ist so winzig und ohne Mikroskop kaum zweifelsfrei zu erkennen.
Baryt in Tafelform hatte ich dort auch gefunden, waren aber stark beschädigt so das ich die nicht mitgenommen hatte.

Viele Grüsse
Mike

Offline cmd.powell

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #11 am: 20 Nov 08, 02:46 »
Hast Du Salpetersäure ? Falls ja, kannst Du vielleicht irgendwo einen kleinen Splitter abbröckeln und mit verdünnter (~10%) Salpetersäure - am Besten auf einem Objektträger unter dem Binokular - betupfen. Wenn es anfängt zu sprudeln, kann es Cerussit sein, sofern es sich restlos auflöst. Wenn sich der Kristall tatsächlich restlos auflöst und Du dann auch noch mit einem Tropfen Salzsäure eine weiße Trübung (=Fällung) erhällst, ist es fast sicher Cerussit. Löst sich diese Fällung nicht in Ammoniaklösung (ca. 25%ig), ist es sicher Cerussit !
So rein nach dem Optischen und was ich so an Kristallformen des Cerussits kenne, könnte das durchaus Cerussit sein. Das bötige Bleierz kann dabei vielleicht mikroskopisch in den anderen Erzen verteilt sein, oder hier lag eine zufällige Anreicherung vor.

Offline -M-

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #12 am: 20 Nov 08, 13:24 »
Hallo,

@ Conny3 - hatte ich übersehen - nee, geht um Bärenstein bei Altenberg im Osterzgebirge.

@ cmd.powell - der geringen Mat.-menge wegen kommen die nasschem.Tests für Mike -
wie Eingangs bereits erwähnt, nicht in Frage, außerdem hat er kein Bino zur Verfügung ...

Vermutlich kann man wohl weder Cerussit noch Baryt (der nicht unbedingt Pb-haltig sein muß )
ganz ausschließen. Für mich ist die xx-form auf den Bildern nicht wirklich eindeutig zu erkennen,
und der Glanz ist auch nicht unbedingt so ausgeprägt, daß man von Cerussit ausgehen muß.
(die typ. Zwill.-verwachsungen kann ich auch nicht ausmachen, die die man erahnen kann, paßt
m.M.n. eher zu Baryt - aber das kann auch täuschen)
Galenit, etc. - hab ich, zumindest an meinen Stücken aus der Parag., auch mikroskopisch nicht
feststellen können und anderen Sammlern scheint diesbezüglich auch noch nichts untergekommen
zu sein - jedenfalls so weit mir bekannt ist, aber vlt. meldet sich ja nun mal jemand, der dazu etwas
neues beitragen kann ?

Gruß -M-



Offline cmd.powell

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #13 am: 21 Nov 08, 19:25 »
Material hat er - nach den Fotos - ansich reichlich, es reicht wirklich ein winziger Splitter. Ich hab den Test an einem weniger 0.1 mm großen Leadhillit von der Glücksradhalde gemacht, allerdings ohne Binokular wird das wirklich nichts. Anhand der Kristallform wird man da wahrscheinlich nie sicher zu einem Urteil kommen.

Offline -M-

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Re: unbekanntes Mineral
« Antwort #14 am: 22 Nov 08, 15:29 »
Hallo,
ja gut - Material hat er, das stimmt. Aber ohne Bino und praktische Erfahrung, was chem. Analytik angeht ...
Denke schon, daß man in dem Fall auch ganz ohne Chemie zu einem rel. sicheren Ergebnis kommen könnte -
wenn man die mal in Natura sehen würde.
Interessant zu wissen - auch in Hinsicht auf die Beurteilung dieser xx - wäre, ob sonst schon mal jemandem diese
xx vom Fundpunkt aufgefallen wären, bzw. was überhaupt sonst noch an Min. in diesem Zusammenhang (Azurit+Malachit,...)
gefunden wurde (was mir bereits bekannt ist - s.o. ).

Gruß -M-

 

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